Hifi-Netzversorgung · Audiophile Sicherungen
„Wir hören den Strom aus der Steckdose" ist eine alte Hifi-Weisheit. Eigentlich war damit gemeint, dass moderne Hifi-Geräte den Netzstrom so umgestalten, dass damit am Ende Lautsprecher betrieben werden — die Schaltung, die Bauteile, ihre Dimensionierung haben hörbare Auswirkungen auf das Klangergebnis. Den Einfluss von Netz-Sicherungen auf dieses Ergebnis hat die Hifi-Welt jedoch bis ins frühe dritte Jahrtausend weitgehend ignoriert. Erst dann fiel einigen Audiophilen auf, dass ein einfacher Austausch der Sicherung subtile, aber reproduzierbare klangliche Veränderungen mit sich brachte. Heute gehört die Sicherung zu den günstigsten und effektivsten Tuning-Maßnahmen im High End — und unter den deutschen Pionieren steht ein Name an erster Stelle: HiFi-Tuning Berlin.
Inhaber und Klang-Tüftler Bernd Ahne war einer der ersten in Deutschland, der Feinsicherungen konsequent nach audiophilen Gesichtspunkten fertigen ließ — von Hand, in Berlin, mit einer eigenen Designphilosophie: Keramikgehäuse statt Glas, identisches Material für Sicherungsfaden und Endkappen, mechanisch gedämpfter Schmelzleiter, kryogene Behandlung jeder einzelnen fertigen Sicherung. Die HiFi-Tuning Supreme³ Automatensicherung 10,3 × 38 mm Silber/Kupfer ist eine Spezialausführung dieser Linie — gemacht für den Einsatz in Sicherungshaltern im Schaltschrank, dort wo die Sicherung am unmittelbarsten und zentralsten in den Stromfluss zur Hifi-Anlage eingreift.
Silber-Kupfer + 24K Gold
Endkappen aus Silber-Kupfer-Legierung, 24-Karat-vergoldet — schwarzes Keramikgehäuse
Rev. 2.0 mit Cardas-Kupfer
Sicherungsfaden vornehmlich aus Cardas Grade 1 Kupfer — klanglich noch eine Stufe weiter
Kryogen & handgefertigt
Jede Sicherung in Berlin tieftemperaturbehandelt und einzeln von Hand verpackt
Vom Skeptikerthema zum Hifi-Standard
Anfänglich war das Thema audiophile Sicherungen als Spinnerei verschrien. Den Wendepunkt brachte die öffentlich publizierte Beobachtung, dass durch den Tausch einer Feinsicherung gegen ein hochwertiges Exemplar der Dämpfungsfaktor eines Transistorverstärkers signifikant gesteigert werden kann. Damit war die elektrische Wirkung erstmals jenseits der Hörphysiologie messbar — und das Thema hat sich seitdem als fester Bestandteil der Hifi-Welt etabliert. Hifi-Magazine im In- und Ausland raten unisono zum Ausprobieren, denn selten kann man mit einer derart übersichtlichen Investition einen vergleichbaren Klanggewinn erreichen.
HiFi-Tuning Berlin bietet heute ein ganzes Spektrum audiophiler Sicherungen an — alle unverändert von Hand in Deutschland gefertigt. Bernd Ahnes Designprinzipien sind dabei seit der ersten Generation konsistent: Keramikgehäuse statt Glas (höhere mechanische Stabilität, bessere Wärmeleitfähigkeit, keine Resonanzeigenschaften eines Glaszylinders), Sicherungsfaden und Endkappen aus identischem Material (vermeidet ungleiche Übergänge an den Materialgrenzen) und ein spezieller Überzug zur Dämpfung des Schmelzleiters, der den feinen Draht mechanisch beruhigt. Als Abschluss durchläuft jede fertige Sicherung in Berlin eine kryogene Behandlung — eine kontrollierte Tieftemperaturphase, die das Materialgefüge stabilisiert und den Innenwiderstand reduziert. Im Vergleich zur industriellen Massenware messen sich die HiFi-Tuning-Sicherungen mit einem deutlich geringeren Innenwiderstand.
Konstruktion der Automatensicherung
Die hier angebotene Supreme³-Automatensicherung ist eine Spezialausführung speziell für den Einsatz in Sicherungshaltern im Schaltschrank. Sie kommt im genormten 10,3 × 38-mm-Format mit einem auffälligen schwarzen Keramikgehäuse — optisch eine klare Abgrenzung zu den klassischen weißen Industrievarianten und zu den hellen Keramikkörpern der kleineren Feinsicherungen. Die Endkappen bestehen aus einer Silber-Kupfer-Legierung und sind zusätzlich mit 24 Karat Gold beschichtet. Die Goldschicht ist dabei kein bloßer Korrosionsschutz: Sie schafft eine elektrisch und mechanisch gleichbleibend definierte Übergangsfläche zum Sicherungshalter, die sich auch nach Jahren nicht durch Mikrokorrosion verändert.
Die Materialwahl ist ein bewusst anderes Konzept als bei reinen Kupfer-Sicherungen: Silber besitzt die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle, Kupfer steht an zweiter Stelle. Die Legierung der beiden kombiniert die Stärken beider Werkstoffe — die unmittelbare Energie und Detailtreue des Silbers mit der natürlichen Klangfarbe und Substanz des Kupfers. In Verbindung mit der goldenen Außenfläche und dem resonanzarmen schwarzen Keramikkorpus ergibt sich das von HiFi-Tuning angestrebte balancierte, dichte und gleichzeitig hochauflösende Klangbild, das diese Sicherungslinie über Jahre zu einem der erfolgreichsten Tuning-Bauteile gemacht hat.
Rev. 2.0 — der Cardas-Kupfer-Schmelzleiter
Seit April 2020 wird eine verbesserte Version der Supreme³-Automatensicherung ausgeliefert — auf der Verpackung an der Kennzeichnung „Rev. 2.0" erkennbar. Der zentrale Unterschied: Der Sicherungsfaden besteht jetzt vornehmlich aus Cardas Grade 1 Kupfer. Die Umstellung war so anspruchsvoll, dass beim Zulieferer eigens ein neuer Fertigungsprozess entwickelt werden musste — feinste Kupferdrähte mit definierten Schmelzeigenschaften aus einem hochreinen Audio-Kupfer herzustellen ist alles andere als trivial.
Cardas Audio aus den USA gilt unter Audiophilen als einer der renommiertesten Kupfer-Spezialisten überhaupt — die OFC-Kupferleiter aus dem Hause Cardas finden sich in den hochwertigsten Lautsprecher- und NF-Kabeln der Branche. „Grade 1" bezeichnet dabei die höchste Reinheits- und Strukturqualitätsstufe der Cardas-Klassifikation. Dass dieses Material nun den Sicherungsfaden der Supreme³ bildet, ist mehr als ein Marketing-Punkt — es ist eine konsequente Anwendung audiophiler Kabelbau-Erkenntnisse auf das bislang ignorierte Element der Sicherung. Klanglich, so HiFi-Tuning, geht die Rev. 2.0 nochmals etwas über die Vorgängerversion hinaus.
Was bedeutet das Schaltverhalten gg/gl?
Die Bezeichnung gg/gl ist eine genormte Klassifizierung nach IEC 60269 und beschreibt das Schalt- und Schutzverhalten einer Niederspannungs-Schmelzsicherung. Das erste „g" steht für general purpose — die Sicherung ist über den gesamten Strombereich von kleinem Überstrom bis zum Kurzschluss vollwertig schutzfähig. Das zweite Zeichen kennzeichnet das Schutzobjekt: „l" (für line) bzw. „g" beschreiben den allgemeinen Leitungs- und Anlagenschutz. In der Praxis bedeutet das: Die Sicherung ist für die universelle Absicherung von Leitungen und Wohnungsverteilungen geeignet — also genau für die Anwendung, für die sie konzipiert ist.
Einsatz im Schaltschrank — & eine Bezeichnungsfrage
Die Bezeichnung „Automatensicherung" ist im Sprachgebrauch etabliert, technisch aber ein wenig irreführend: Ein klassischer Sicherungsautomat (LS-Schalter) hat selbst überhaupt keine Sicherung verbaut — er ist ein elektromechanischer Schutzschalter mit Wiedereinschaltbarkeit. Was diese Sicherung tatsächlich aufnimmt, ist ein Sicherungshalter im selben Format wie ein LS-Automat, der ebenfalls auf eine Hutschiene im Schaltschrank gesetzt werden kann und der die zylindrische 10,3 × 38-mm-Sicherung ersetzt aufnimmt — also dieselbe Bauform am selben Einbauort, aber eben mit Schmelzeinsatz statt Schaltmechanik.
Bernd Ahne empfiehlt ausdrücklich, sich vom Elektriker des Vertrauens einen passenden Sicherungshalter im Verteiler einsetzen zu lassen. Die klanglichen Verbesserungen sind nach Aussage von HiFi-Tuning sehr deutlich hörbar — und zwar zentral für alle an der gesicherten Phase angeschlossenen Hifi-Komponenten, ohne dass an einzelnen Geräten Eingriffe nötig wären. Dieser zentrale Wirkort ist auch der Grund, warum die Automatensicherung trotz ihres unscheinbaren Auftretens unter Audiophilen einen so guten Ruf genießt: Eine einzige Maßnahme — eine Sicherung — wirkt auf die gesamte nachgelagerte Kette.
Sicherheit & Installation
Trotz audiophiler Optimierung ist die Supreme³ eine vollwertige Schmelzsicherung mit korrekter Konformität: Sie entspricht der IEC 60127-2 für Feinsicherungseinsätze und ist CE-konform. Sie erfüllt damit dieselben Sicherheitsanforderungen wie eine herkömmliche Schmelzsicherung gleicher Bauform und Stromstärke — der Unterschied liegt ausschließlich in der klanglichen Optimierung des Innenlebens, nicht in den Schutzfunktionen.
Wichtig: Der Einbau erfolgt im Sicherungskasten der Wohnung, nicht in den einzelnen Hifi-Komponenten. Aus Versicherungs- und Sicherheitsgründen muss diese Arbeit zwingend von einem konzessionierten Elektriker ausgeführt werden — sowohl der Tausch des passenden Sicherungshalters als auch das Einsetzen der Sicherung selbst. Wer die Sicherung an einem anderen, leicht zugänglichen Ort betreiben möchte, kann einen passenden 10,3 × 38-mm-Halter in Hifi-Tuning-eigener Ausführung vorsehen, der dann in einem zugänglichen Gehäuse als Vor-Sicherung einer einzelnen Steckdosenleiste oder eines einzelnen Geräts dient.
| Hersteller |
HiFi-Tuning Berlin (Bernd Ahne, Deutschland) |
| Bezeichnung |
Supreme³ Automatensicherung 10,3 × 38 mm – Silber/Kupfer Rev. 2.0 |
| Format |
10,3 × 38 mm zylindrische Schmelzsicherung |
| Schaltverhalten |
gg/gl — Ganzbereichsschutz für Leitungen und Anlagen (IEC 60269) |
| Stromstärke |
Vornehmlich 16 A (Standardausführung) |
| Sicherungsfaden (Rev. 2.0) |
Vornehmlich Cardas Grade 1 Kupfer (seit April 2020) |
| Endkappen |
Silber-Kupfer-Legierung, 24 Karat vergoldet |
| Gehäuse |
Schwarzes Keramikgehäuse, resonanzarm, hochtemperaturbeständig |
| Schmelzleiter-Behandlung |
Spezialüberzug zur mechanischen Dämpfung |
| Veredelung |
Kryogene Tieftemperaturbehandlung in Berlin |
| Innenwiderstand |
Deutlich reduziert gegenüber industrieller Massenware |
| Fertigung |
Handgefertigt in Deutschland, einzeln von Hand verpackt |
| Einsatzbereich |
Sicherungshalter im Schaltschrank / Hutschienen-Verteiler |
| Konformität |
IEC 60127-2 (Feinsicherungseinsätze), CE-konform |
| Einbauort |
Wohnungsverteilung — Einbau durch Elektrofachkraft |
| Lieferumfang |
1 × Sicherung in der gewählten Stromstärke |