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TESTSCHALLPLATTE - Vinyl Essentials / Image Hifi
Optimale Justage Ihres Tonabnehmers
Titel:
Seite A
- Kanalidentifikation
- Phasentest
- Übersprechtest
- Übersprechtest
- Abtasttest
- Tonarm / System-Resonanztest
Seite B
- Abtasttest
- Abtasttest
Beschreibung
Die analoge Musikwiedergabe schien tot. Niemand kam mehr ernsthaft auf die Idee, Testmedien herzustellen, geschweige denn weiter zu entwickeln.
Wie wir alle wissen, hat sich die Prognose der "Digitalen Jünger" nicht bewahrheitet. Die LP lebt. Und vielleicht sogar besser wie je zuvor.
Nur eines wurde vernachlässigt. Wie kann man einen Tonabnehmer optimal justieren, ohne die entsprechenden Test-Medien zur Verfügung zu haben ?
Image Hifi dachte sich darauf folgendes: Es gibt keine analogen Testschallplatten mehr ? O.K. Dann machen wir eben selber eine. Darauf folgte recht schnell die Erkenntnis, daß es fast schwieriger ist eine erstklassige analoge Testschallplatte her zu stellen, als einen audiophilen Musik-Sampler.
Als mögliche Konsequenz blieb: weglassen, was möglich, draufpacken, was nötig, wenn’s sein muss, auch mehrmals.
Das Ergebnis finden Sie hier vor: Vinyl Essentials – die ultimative Test-LP.
In der nun dritten Auflage als Image-Hifi Eigenproduktion hörte man die Zurufe zahlreicher Leser, daß seit langem keine brauchbare analoge Testscheibe mehr erhältlich sei.
An Test- und Messschallplatten herrschte von der Blütephase der analogen Aufnahmetechik bis spät in die 1980er hinein wirklich kein Mangel. In den Folgejahren ging es allerdings mit der Verfügbarkeit rapide bergab.
Es war für die Entwickler ein seltsames Gefühl, daß man zunächst dachte, die Realisierung eines solchen Projekts sei im Prinzip mit deutlich weniger Bauchschmerzen verbunden, da man im Gegensatz zu einer herkömmliche Musiktitel-LP (keine nervtötende Suche nach dem bestmöglichen Bandmaterial, kein Gezänk mit Rechte-Inhabern und Rechte-Verwaltern usw hat.
Es wurde aber schnell deutlich wo bei Testschallplatten diechwierigkeiten begraben liegen. Mit der Auswahl geeigneter „Titel“ war es nämlich noch lange nicht getan. Ebenso entscheidend ist das kompromisslose Mastering eben jener sorgfältigst aufbereiteten Testsignale.
Die Redaktion hatte vorab ca.zwei Dutzend Test-LPs unterschiedlichster Provenienzen und Jahrgänge auf Her(t)z und Nieren geprüft und gelangte zu einem niederschmetternden Ergebnis: So gut wie bei keiner Schallplatte entsprachen die vollmundigen Cover-Angaben der gepressten Realität. Ein wenig deutlicher: Papier ist geduldig – fast überall (löbliche Ausnahmen sind die zu Recht berühmten, leider vollständig vergriffenen Langspielplatten von DHFI und Ortofon) waren, sei es aus reinem Unwissen oder Nachlässigkeit, die vorliegenden Testsignale mit viel zu hohen Toleranzen gemastert. Nein. Hier stellt die häufig belächelte DIN weitaus höhere Ansprüche als die meisten international gängigen Normen.
Selbst der Schneide-Ingenieur Willem Makkee (Emil-Berliner-Haus, Universal Music, Hannover), der vom Start an Feuer und Flamme für die neue Aufgabe war, gestand nach Prüfung des Gröbenzeller Lastenheftes freimütig: „Sollten wir das in der geforderten Qualität durchziehen, dann wird es definitiv nicht billig und auf gar keinen Fall ein Schnellschuss.“ Makkee hatte nicht zuviel „versprochen“, zwischen Mastertape-Anfertigung und finalem Lackfolienschnitt gingen schnell 1,5 Jahre ins Land.
Erwähnt werden muß allerdings, daß Makkee es nicht hundert- sonder für gute Kunden alles tausendprozentig macht („Image Hifi hat schließlich einen Ruf zu verlieren“). Dazu reaktivierte er sogar noch einen bereits im Ruhestand befindlichen Kollegen , Herr Günther Struck, den legendären Altmeister der deutschen Cutter-Zunft.
Was soll eine analoge Testscheibe, eine die ihren Namen verdient, an Testsignalen enthalten? Auf jeden Fall eine Kanalidentifikation. Hierglaubt man nicht, in wie vielen Anlagen die Kanäle vertauscht sind. Weiterhin unabdingbar: Ein Phasencheck. Schließlich ist die richtige Polarität Grundvoraussetzung für Zeitgebung, richtiges Timing und Raum.
Unverzichtbar sind VTA- und Azimut-Einstellung, wenn man keine Rillenfräse möchte. Essenziell auch eine die Tonarm/System-Resonanzüberprüfung, damit klar ist, ob und wie diese beiden Kernkomponenten harmonieren. Und zweifellos natürlich eine Kontrollinstanz für die Abtastfähigkeit, damit jedes System sein Bestes gibt. Und dies dauerhaft.
Da der häufig bei der Einstellung zum Antiskating benutzte Abtasttest besonders starkem Rillenverschleiß unterliegt, ist dieses Testband nicht einmal und nicht zweimal, sondern gleich dreimal auf dieser Testschallplatte vorhanden. Bei abwechselnder Nutzung der drei absolut identischen Testtracks sollte so über Jahre hinweg eine zuverlässige Überprüfung dieses klangentscheidenden Parameters machbar sein.
Und was fehlt noch ? Natürlich. Eine ausführliche technische Dokumentation, die in Form eines auch für den Laien leicht verständlichen Leitfadens (deutsch- und englischsprachig) einem hilft, eventuelle Probleme schnell und methodisch an den Kragen gehen zu können. Weiterhin jede Menge Tipps und Anregungen, wie man das Beste aus Laufwerk, Tonarm und System heraus holen kannt – und was man lieber nicht tun sollte. So wurde auf eine „Leer“-Rille zur Antiskating-Einstellung ganz bewusst verzichtet und dies auch technisch begründet. Auch wird man den äußerst beliebten Gleitsinus-Ton für U-Boot-Zerstörer und Fledermäuse ebenfalls vergeblich suchen. Dies ist eine der wenigen Disziplinen, wo eine Test-CD unbestreitbar Vorteile bietet.
Und auch bei der Pressung ist man keine Kompromisse eingegangen.
Das wohl versierteste Werk in Europa ist für die Scheibe verantwortlich.
180 Gramm feinstes Vinyl aus Diepholz, von der Firma Pallas.