Audiophile Vocal · Leonard Cohen Tribute · Demo-Disc
Es gibt Alben, die zufällig zu Referenzaufnahmen werden — und solche, bei denen man rückblickend versteht, dass es nicht anders kommen konnte. Famous Blue Raincoat gehört zur zweiten Kategorie. Jennifer Warnes hatte Leonard Cohen als Backup-Sängerin auf seinen Tourneen der frühen 1970er-Jahre begleitet — sie kannte seine Songs nicht als Außenstehende, sondern von innen. Dieses Album ist das Ergebnis dieser besonderen Nähe: kein Tribute im üblichen Sinne, sondern eine eigenständige künstlerische Lesart, die Cohens Texten neue Schichten öffnet, ohne ihre Schwere zu nehmen.
Ursprünglich 1986 auf Cypress Records erschienen — nach Absagen von Arista und MCA, die ein Tribute-Album für nicht kommerziell haltbar hielten — wurde Famous Blue Raincoat zum audiophilen Klassiker der Extraklasse. Bernie Grundman masterte das Original, und er masterte auch die Impex-Wiederveröffentlichung von 2015, diesmal auf seinem All-Tube-Cutting-System, von Warnes' persönlichen Original-Analog-Masterbändern. Das Ergebnis auf 180g Vinyl übertrifft laut übereinstimmenden Berichten aus der audiophilen Gemeinschaft alle bisherigen Pressungen bei Natürlichkeit, Bass-Textur und Stimmwärme.
Audiophiler Klassiker
Dauerhaft in der Top-10 der audiophilen Demo-Disc-Referenzen — Maßstab für Stimmwiedergabe, Dynamik und Räumlichkeit
Bernie Grundman Remaster
All-Tube-Cutting von Warnes' persönlichen Original-Masterbändern — von der Künstlerin persönlich abgenommen und freigegeben
Außergewöhnliche Besetzung
Stevie Ray Vaughan, David Lindley, Robben Ford, Van Dyke Parks, Vinnie Colaiuta — und Leonard Cohen selbst
Die Idee zu diesem Album entstand auf einer Cohen-Tournee 1979, als der Dichter Warnes beim Schreiben von Song of Bernadette half. Die Labels zögerten — „Leonard seemed to be A&R poison", erinnerte sich Produzent Roscoe Beck —, bis das Indie-Label Cypress Records das Wagnis einging. Aufgenommen wurde 1986 in verschiedenen Studios in Los Angeles und New York, mit einer Besetzung, die die Crème der amerikanischen Studiomusiker dieser Ära versammelte.
First We Take Manhattan eröffnet das Album mit Stevie Ray Vaughan an der Gitarre — dessen stechende Licks der Dystopie von Cohens Originaltext eine neue, ganz andere Energie verleihen. Bird On The Wire, eines der bekanntesten Cohen-Stücke, wird bei Warnes zu einem kammermusikalisch intimen Bekenntnis. Der emotionale Höhepunkt des Albums ist das Duett Joan Of Arc — Cohen singt selbst, und was zwischen den beiden Stimmen entsteht, ist einer der einprägsamsten Momente in der Geschichte des Tributealbums. Famous Blue Raincoat, das Titelstück, schließlich ist eine Meditation über Verrat, Verlust und Loyalität — mit allem Raum, den Warnes' Interpretation braucht, um zu wirken.
Zwei Songs — First We Take Manhattan und Ain't No Cure For Love — stammten zum Zeitpunkt der Aufnahme aus unveröffentlichtem Cohen-Material, das erst später auf I'm Your Man (1988) erscheinen sollte. Warnes bekam diese Songs durch ihre langjährige Verbindung zu Cohen — und brachte sie damit früher in die Welt als der Autor selbst.
| A1 |
First We Take Manhattan |
feat. Stevie Ray Vaughan |
| A2 |
Famous Blue Raincoat |
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| A3 |
Joan Of Arc |
Duett mit Leonard Cohen |
| A4 |
Song Of Bernadette |
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| B1 |
Coming Back To You |
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| B2 |
Bird On The Wire |
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| B3 |
Ain't No Cure For Love |
vor Cohen-Veröffentlichung auf I'm Your Man |
| B4 |
If It Be Your Will |
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Klang & Pressung — Impex Records 2015
Impex Records hat Famous Blue Raincoat mit demselben Ansatz wie alle ihre Referenzpressungen behandelt: Bernie Grundman schnitt die Matrizen auf seinem All-Tube-System von Warnes' persönlichen Erstgenerations-Analog-Masterbändern. Warnes selbst überwachte jede Phase der Produktion und nahm die Testpressungen persönlich ab — für sie war es, so berichtete Impex, die beste Klangreproduktion, die sie je von diesem Album gehört hatte.
Die Impex-Pressung auf 180g wird in der audiophilen Gemeinschaft übereinstimmend als eine der beiden besten verfügbaren Pressungen gewertet — neben der späteren 45-RPM-Dreifach-LP von Impex. Besonders hervorgehoben wird die verbesserte Bass-Textur gegenüber früheren Ausgaben, die wärmere und natürlichere Stimmwiedergabe sowie die erweiterte Tiefenstaffelung. Das Album gilt dauerhaft als Referenz für Vokal-Aufnahmen und steht in der audiophilen Top-10 der Demo-Disc-Klassiker neben Jazz at the Pawnshop und der Sheffield Drum Record.
| Vocals |
Jennifer Warnes · Leonard Cohen (Joan Of Arc) |
| Guitar |
Stevie Ray Vaughan, David Lindley, Robben Ford, Michael Landau, Fred Tackett |
| Bass |
Roscoe Beck, Jorge Calderón |
| Drums / Percussion |
Vinnie Colaiuta, Lenny Castro, Steve Forman |
| Keyboards / Synthesizer |
Russell Ferrante, Bill Ginn, Van Dyke Parks, William „Smitty" Smith |
| Arrangements |
Van Dyke Parks |
| Producer |
Jennifer Warnes, C. Roscoe Beck |
| Chief Recording Engineer |
Bill Youdelman |
| Mastering (Original & Impex) |
Bernie Grundman — All-Tube-Cutting, von Warnes' persönlichen Original-Masterbändern |
| Songwriting |
Alle Songs von Leonard Cohen (außer Song Of Bernadette: Warnes / Cohen) |
| Label / Pressung |
Impex Records, USA — 180g Vinyl, 2015 |
| Erstveröffentlichung |
November 1986, Cypress Records |
| Genre |
Vocal / Audiophile / Adult Contemporary |