Audiophile Vocal · Singer/Songwriter · Demo-Disc
Es gibt Alben, die beweisen wollen, wie gut sie sind — und solche, die es einfach sind. The Hunter gehört zur zweiten Kategorie. Jennifer Warnes singt mit einer Ruhe und Klarheit, die sofort Nähe schafft: keine aufgesetzte Emotion, kein Effekt zu viel, keine Geste zu groß. Was bleibt, ist eine Aufnahme von außergewöhnlicher Natürlichkeit — offen, tief, ehrlich. Musik für aufmerksames Hören, für späte Abende und für Anlagen, die zeigen dürfen, wie natürlich sie klingen können.
Erschienen 1992, fünf Jahre nach dem legendären Famous Blue Raincoat, war The Hunter von Beginn an ein Insidertipp der audiophilen Welt — gelistet in der Top-100-LP-Liste bei Erstveröffentlichung, empfohlen im TAS Guide to Audiophile Demo Discs, und bis heute einer der Maßstäbe, an dem man Analog-Setups misst. Elliot Scheiners Grammy-nominiertes Recording und Mixing ist klanglich beispielhaft: Raum ohne Künstlichkeit, Dynamik ohne Überzeichnung, eine Bühne, auf der jedes Instrument genau dort steht, wo es stehen soll.
Grammy-nominiert
Recording & Mix von Elliot Scheiner — einer der renommiertesten Aufnahme-Engineers der Welt
TAS Demo-Disc
Empfohlen im TAS Guide to Audiophile Demo Discs — Referenz für knackige Percussion, tiefen Bass und natürliche Stimmwiedergabe
All-Analog Mastering
Impex: All-Tube-Remaster von Chris Bellman bei Bernie Grundman Mastering — von Warnes' persönlichen Original-Masterbändern
Das Album öffnet mit Rock You Gently — einem Donald-Fagen-Stück, das klanglich sofort den Maßstab setzt: ein Synth-Percussion-Intro, das den Raum buchstäblich umrundet, gefolgt von Warnes' Stimme, die mit scheinbarer Mühelosigkeit trägt. Big Noise, New York, ebenfalls von Fagen, ist harmonisch dichter, urbaner — ein Kontrastpunkt, der zeigt, wie gut die Arrangements auf Dynamik ausgelegt sind. The Whole of the Moon, die Waterboys-Coverversion, ist sonisch üppig und gleichzeitig präzise: Michael Landaus Gitarre und Bob Malachs Saxofon nehmen den Raum, der für sie reserviert ist — nicht mehr, nicht weniger.
Das emotionale Gravitationszentrum des Albums ist Way Down Deep — eine Komposition von Warnes und Leonard Cohen, bei der der Bass von Roscoe Beck tief, kontrolliert und mit bemerkenswerter Kontur in den Tieffrequenzbereich greift. Der TAS hat diesem Track ausdrücklich hervorgehoben: Was hier an Tiefgang abgerufen wird, ist ein direkter Test für das untere Ende jeder Wiedergabekette. Pretending to Care (Todd Rundgren) und das dezente Titelstück The Hunter — mit einem überraschenden Kammerquartett — beschließen ein Album, das nie laut sein will und genau deshalb so lange im Gedächtnis bleibt.
| A1 |
Rock You Gently |
4:20 |
| A2 |
Somewhere, Somebody |
2:45 |
| A3 |
Big Noise, New York |
5:00 |
| A4 |
True Emotion |
4:01 |
| A5 |
Pretending to Care |
4:40 |
| B1 |
The Whole of the Moon |
4:58 |
| B2 |
Lights of Louisiana |
4:34 |
| B3 |
Way Down Deep |
5:41 |
| B4 |
The Hunter |
4:50 |
| B5 |
I Can't Hide |
4:50 |
Arista Records hat The Hunter seinerzeit nie auf Vinyl in den USA veröffentlicht — eine europäische Normalgewichtspressung existierte kurz, ist aber klanglich nicht bemerkenswert. Was das Album zur audiophilen Referenz gemacht hat, sind ausschließlich die hochwertigen Wiederveröffentlichungen: zunächst die Cisco Records 180g LP aus dem Jahr 2008 (nummeriert, limitiert auf 8.000 Exemplare), die Warnes' letztes Release auf dem damals geschlossenen Label wurde — und später die Impex-Remaster, die auf denselben Masterbändern basieren. Die klanglich bedeutendste verfügbare Pressung ist die Impex 30th Anniversary Edition auf 180g Crystal Green Vinyl (IMP6046): All-Tube-Remaster von Chris Bellman bei Bernie Grundman Mastering, gepresst bei RTI auf HQ-180 Green Vinyl, nummeriert und auf 3.000 Exemplare limitiert. Bellmans Initialen sind in der Deadwax eingraviert — ein stilles Qualitätszeichen für alle, die es finden.
The Absolute Sound schrieb zur Impex-Pressung: Das Album erreiche eine Wärme und Transparenz, die selbst ausgezeichnete CD-Versionen nicht einholen könnten — analoger Klang auf seinem natürlichsten Niveau. Positive Feedback bestätigte: Die Pressung sei rauscharm wie kaum eine andere, die Abbildung holografisch, die Stimme von Warnes mit einer Wärme und Intimität präsent, die diese Platte zu einem der überzeugendsten Argumente für gut gemachtes Analog mache.
| Vocals |
Jennifer Warnes |
| Drums |
Vinnie Colaiuta, John Robinson |
| Guitar |
David Mansfield, Michael Landau |
| Bass & Synthesizer, Guitar |
Roscoe Beck |
| Percussion |
Lenny Castro |
| Synthesizer |
Bill Ginn |
| Saxophone |
Bob Malach, Larry Williams |
| Trombone |
Bill Reichenbach |
| Producer |
Jennifer Warnes, Roscoe Beck, Elliot Scheiner |
| Recording & Mix |
Elliot Scheiner (Grammy-nominiert) |
| Photography |
Peter De Lory |
| Original-Mastering |
Bernie Grundman |
| Impex-Remaster (30th Anniversary) |
Chris Bellman @ Bernie Grundman Mastering — All-Tube, von Original-Masterbändern |
| Pressung (Impex 30th Ann.) |
RTI, HQ-180 Crystal Green Vinyl, nummeriert, limitiert auf 3.000 Exemplare |
| Veröffentlicht |
9. Juni 1992 (Original) · 2022 (Impex 30th Anniversary) |
| Genre |
Vocal / Audiophile / Adult Contemporary |