Wie schon das Vorgängeralbum "Reveries" wurde "Orbit" unter Mithilfe von Arno Jordan in den Castle Studios, im Schloss Röhrsdorf, Dohna (Sachsen), aufgenommen.
Die Musik allein verfügt bereits über derart viel Aussagekraft, dass sie für sich spricht, wenngleich auch zunächst nur durch die gut einminü8ge instrumentale Einleitung "Into The Night" auf der Akus8kgitarre. WaIeweicher Gesang gesellt sich bei "Swim"dazu, dazwischen brilliert Tim mit der Gitarre und seinem verschachtelt-filigranen Spiel. Im Laufe des Songs schwillt dieser dezent an und die Textur der Violine fügt eine sehr melancholische und verträumte S8mmung hinzu. Wie so manche Songs in der Vergangenheit, scheint "Swim" nicht greiLar zu sein. Vielmehr schwebt er atmosphärisch dahin und lässt ihn einfach dadurch wirken.
"Wry Smile" - erinnert ganz stark an frühe Stücke von Simon & Garfunkel, der stark melodische AuLau und die stets einfließenden Nuancen von Piano/Keyboards und Violine lassen eine kammermusikalische Ausrichtung entstehen, die derart verspielt ist, dass man sie auch in jene Zeit der späten Sechziger/Anfang Siebziger verorten könnte, als (meist) britische Folkbands versuchten, ihren grundsätzlich folkigen Sound zu erweitern.
Wiederum betört diese warme und in8me Atmosphäre, beider Gesang verschmilzt zu zarten Harmonien, die sich scheinbar schwebend durch den Raum bewegen, mitunter fast schon geisterhaft wirkend. Hier ist der Gesang einerseits sehr prägend durch seine besondere Art der Gestaltung, andererseits aber auch nicht vordergründig durch lautes agieren und besondere Herausstellung von Lead Vocals, er wird einfach integriert in den Gesamtsound und trägt zur verzaubert wirkenden S8mmung bei, von der man sich schnell gefangen genommen fühlt und in die man sich, einem Maelstrom gleich, hineinziehen lässt. Einige Passagen wie zum Beispiel bei "Guest Hiker" reissen dann aus der angenehmen Lethargie, jedoch ohne zu stören. Mit diesem Song erscheinen erneut keltische Elemente, was ein ein wenig an Bands vergangener Tage, wie z. Bsp. Toss The Feathers erinnert.
Auch mit "Orbit" wurde eine eigenständige individuelle Klangwelt produziert , die im großen Meer heu8ger Musik und Veröffentlichungen bestehen kann. Es scheint wie eine völlig eigene Klangwelt, in die uns die beiden Protagonisten hineinziehen. Dabei wird ganz filigran und zart mit den Instrumenten gearbeitet, diese Musik hat es verdient, einem weiten Feld von Musikliebhabern vorgestellt zu werden.