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MENDELSSOHN FELIX - Scotch Symphony / The Hebrides (180g)
P 1961 (2006) / Neuware (sealed), 180 Gramm HQ Vinyl LP
FELIX MENDELSSOHN Symphonie Nr. 3
Symphonie Nr. 3 a-moll
Op. 56 - Die Schottische
Die Hebriden-Ouvertüre, Op. 26 - Fingals Cave
Die Hebriden-Ouvertüre - Symphonie Nr. 3
1. Satz: Andante con moto / Allegro un poco agitato / Assai animato, Andante come prima
2. Satz: Vivace non troppo
3. Satz: Adagio 4, Satz: Allegro vivacissimo, Allegro maestoso assai
Personnel:
Philharmonia Orchestra
Dirigent:
Otto Klemperer
Wundersames, Wunderbares wunderte die Romantiker aufs Wunderlichste: Elfen und Zauber, Wald und Ruinen, Wahnsinn und die blaue Blume - die Nachtseite der Natur, wie sie es nannten. Was Wunder, dass Wunderkind und Vollblutromantiker Felix Mendelssohn 1829 als 22jähriger auf seiner Schottlandreise im dunstverhüllten und nebelverhangenen Burgen- und NessieLand Eindrücke angefallen haben, die schlicht und erschlagend Musik werden mussten. Und was Wunder, dass die schottisch an- und eingehauchten Wunderwerke bis heute fix ins gängige Konzertrepertoire gehören: Die Hebriden-Ouvertüre (1832) und Die Schottische Symphonie (1842). Das Naturerlebnis, die Stimmung, die Lichtspiele und die Klänge, die in Luft und Wasser um die Hebrideninseln wisperten und durch die berühmte Fingalshöhle wogten, überfluteten den jungen Komponisten derart, dass er noch gleichentags zu einer befreundeten Familie eilte, um die Musik, die er bereits im Ohr hatte, auf dem Klavier auszuprobieren. Obwohl Sonntag war und nach britischem Brauch Musik und andere Belustigungen verboten, gelang es Mendelssohn, wenigstens ein paar Akkorde herauszuweibeln - Vorspiele zu einer wundervollen Tondichtung. Wesentlich länger als die Hebriden wurmte Mendelssohn die Schottische. Rund 13 Jahre, bevor er sie erstmals dirigierte, schrieb der junge Schottland Reisende an seine Familie: Ich glaube, ich habe heute in dieser alten Kapelle den Anfang meiner schottischen Symphonie gefunden. Die Rede war von der überwucherten Ruine der Kapelle von Holyrood Palace, wo Königin Maria Stuart gelebt und geliebt hatte und wo sie gekrönt worden war, bevor ihr das gekrönte Haupt abgeschlagen wurde. Wahrlich wunderbarer Stoff für eine symphonische Tondichtung, die in Dramatik und Romantik an nichts dem gewaltigen Wortwerk Shakespeares nachsteht. Wundervolle Kompositionen, wundersame Musik, wunderbarer Klang, Wunder über Wunder.