Vinyl · Testschallplatte · Kalibrierung
Ein Plattenspieler klingt nur so gut, wie seine Justage es erlaubt. Ob Tonabnehmer, Tonarm oder Laufwerk — jede Komponente bringt individuelle Toleranzen mit, die sich im Zusammenspiel zu klangrelevanten Abweichungen addieren können. Wer wirklich wissen will, ob sein System das volle Potenzial ausschöpft, kommt an einer Testschallplatte nicht vorbei: Sie macht hörbar und messbar, was Ohren allein nicht sicher beurteilen können. Die Clearaudio Frequency Response Testschallplatte ist das präziseste Werkzeug dieser Art — entwickelt von einem der renommiertesten Analogspezialisten weltweit.
Gepresst auf 180g audiophilem Vinyl, bietet die Platte einen Frequenz-Gleitton, der nahtlos von 20 Hz bis 20.000 Hz streicht — mit einer Abweichungstoleranz von lediglich ±0,5 dB über den gesamten Hörbereich. Das ist Laborpräzision auf Vinyl. Ergänzt wird der Sweep durch differenzierte Pegeltöne und vier Modulationsarten, die es erlauben, Kanalbalance, Kanalübersprechen, Phasenverhalten und Hochtonlinearität systematisch zu analysieren — anstatt auf bloße Hörerfahrung angewiesen zu sein.
±0,5 dB Genauigkeit
Frequenz-Gleitton 20 Hz – 20 kHz mit Laborpräzision über den gesamten Hörbereich
4 Modulationsarten
L, R, L+R gleichphasig und L−R gegenphasig — vollständige Kanal- und Phasendiagnose
180g Vinyl
Schwere audiophile Pressung für minimales Rumpeln und maximale Messkonstanz
Messprogramm & Bandstruktur
Das Herzstück der Platte ist ein zwölfteiliges Messprogramm, das auf beiden Seiten gespiegelt angelegt ist — Bänder 1 bis 8 auf Seite A, Bänder 9 bis 12 auf Seite B. Jede Messsequenz beginnt mit einem 1-kHz-Startton (10 Sekunden), gefolgt vom eigentlichen Frequenz-Gleitton über 50 Sekunden und einer stillen Referenzphase ohne Modulation (30 Sekunden). Dieses dreistufige Format ermöglicht eine saubere Pegelreferenzierung vor jeder Sweep-Messung.
Die vier Sweep-Bänder decken systematisch alle klangrelevanten Szenarien ab: Band 1/9 testet den linken Kanal isoliert, Band 2/10 den rechten — ideal zur Erkennung kanalspezifischer Frequenzgangabweichungen, etwa durch ungleichmäßige Nadelnachgiebigkeit oder seitlich verkantete Justage. Band 3/11 überträgt das Signal gleichphasig auf beide Kanäle (L+R), was dem normalen Mono-Vollpegel-Betrieb entspricht und die Systemlinearität unter Last prüft. Das analytisch wertvollste Band ist 4/12: Der gegenphasige Stereotest (L−R) erregt die Nadel vertikal statt lateral und deckt damit Kanalübersprechen, Phasenfehler und Azimutschwächen auf, die im normalen Musikbetrieb oft unsichtbar bleiben.
Ergänzt wird das Programm durch vier Pegelreferenztöne (Bänder 5–8): je ein 1-kHz-Ton für linken Kanal, rechten Kanal, Stereo gleichphasig und Stereo gegenphasig — jeweils 10 Sekunden, gefolgt von 2 Sekunden stiller Pause. Diese Bänder dienen als Kalibrierpunkte für externe Messverstärker oder Analysesoftware und sind für alle, die digital messen, ein unverzichtbarer Ausgangspunkt.
In der Praxis funktioniert die Clearaudio Frequency Response Testschallplatte auf zwei Ebenen: rein auditiv — und in Kombination mit Messequipment. Wer einen PC oder Mac mit REW (Room EQ Wizard) oder einer ähnlichen Analysesoftware an seinen Phonoeingang anschließt, kann den Frequenzgang seines Tonabnehmers als Kurve visualisieren und direkt vergleichen. Abweichungen von ±3 dB oder mehr, die bei schlecht justierten Systemen durchaus auftreten, werden sofort sichtbar. Wer ohne Software arbeitet, nutzt die Bänder gezielt zum Gehörtraining: Ein guter Tonabnehmer sollte den Sweep von 20 Hz bis 20 kHz ohne hörbare Einbrüche oder Überbetonungen abbilden.
Besonders aufschlussreich ist das gegenphasige Band: Ein korrekt justierter Tonabnehmer gibt dabei ein zentriertes, schmales Klangbild ab — weitet sich die Phantomschallquelle aus oder wandert seitlich, deutet das auf Azimutfehler oder schlechte Kanaltrennung hin. Für alle, die gerade einen neuen Tonabnehmer eingebaut haben oder ihren Tonarm neu justiert haben, ist diese Überprüfung ein absolutes Muss. Die 180g-Pressung stellt sicher, dass die Platte selbst keinerlei Rumpel- oder Resonanzartefakte einbringt, die das Messergebnis verfälschen könnten — ein kritischer Punkt, den billigere Testplatten oft vernachlässigen.
Als Teil des umfangreichen Clearaudio Test-Ökosystems — zu dem auch die Trackability-Testplatte, die Break-In-Platte und der Azimuth Optimizer gehören — lässt sich die Frequency Response Testschallplatte ideal in ein systematisches Setup-Protokoll einbinden. Sie beantwortet die Frage, die am Ende jeder Justage steht: Ist der Frequenzgang tatsächlich linear — oder hören wir nur, was wir hören wollen?
| Hersteller |
Clearaudio (Deutschland / Erlangen) |
| Bezeichnung |
Frequency Response Testschallplatte |
| Artikelnummer |
CA-TRS-1007 |
| Format |
LP, 12 Zoll, 33 ⅓ rpm |
| Vinylgewicht |
180 g (audiophile Pressung) |
| Frequenzbereich |
20 Hz – 20.000 Hz (Sinus-Gleitton) |
| Genauigkeit |
±0,5 dB über den gesamten Frequenzbereich |
| Anzahl Testbänder |
12 (beidseitig, gespiegelt) |
| Sweep-Bänder |
4 × (L, R, L+R gleichphasig, L−R gegenphasig), je 50 Sek. |
| Pegelreferenzbänder |
4 × 1 kHz (L, R, L+R, L−R), je 10 Sek. |
| Startton |
1 kHz, Stereo gleichphasig, 10 Sekunden |
| Stille Referenzphase |
30 Sekunden (nach jedem Sweep-Band) |
| Einsatzbereiche |
Tonabnehmer, Tonarme, Plattenspieler, Phonostufen |
| Kompatibles Messzubehör |
REW, Oscilloscope, Spektrumanalysator, Clearaudio Azimuth Optimizer |
| Clearaudio-Serie |
Test-Ökosystem (Trackability, Break-In, Azimuth Optimizer) |