Art-Nr.a-flux-05
GTIN0089336689929
MarkeFlux Hifi
Gewicht1,00 kg

Vinyl Turbo 2.0 - elektr. Schallplattenreiniger - Flux Hifi

Flux Hifi
Lieferung Mi. 05. Aug. - Fr. 07. Aug. 2026 **

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  • Doppelte Saugkraft gegenüber dem Vorgänger — neuer Motor mit 26.000 U/min und optimierter Zyklon-Geometrie zieht selbst tief sitzenden Feinstaub aus der Rille
  • Karbonfaserbürste und Vakuumabsaugung in einem Gerät vereint — Staub wird aufgewirbelt und sofort abgesaugt, bevor er wieder auf die Platte fallen kann
  • Geerdete Karbonfasern entziehen der Schallplatte gleichzeitig die statische Aufladung — weniger Staub setzt sich nach der Reinigung neu ab
  • Tauschbare Filterpatrone für über 100 Anwendungen, austauschbare Samtkufen — alle Verschleißteile einzeln nachkaufbar
  • Trockenreinigung ohne Flüssigkeit — einfach auf die rotierende Platte aufsetzen, 1–2 Umdrehungen genügen
  • Vollständig in Deutschland entwickelt und gefertigt — Made in Germany von Flux Hifi aus Schwetzingen
Hersteller PlaWa
Flux Hifi
Produktart
elektr. Schallplatten Reiniger
Modell
Vinyl Turbo
Typ Plattenwaschmaschine
manuell, Vakuumabsauger
Grundlagen & Warum waschen?

Warum überhaupt Schallplatten waschen — reicht regelmäßiges Abstauben nicht?

Nein — und der Unterschied zwischen Abstauben und Waschen ist fundamental. Eine Bürste oder ein Samtvelours entfernt lediglich den losen Staub von der Rillenoberfläche. Was sie nicht erreichen: die Mikrostruktur der Rille selbst, die ca. 25–300 µm breit und bis zu 300 µm tief ist. Dort sammeln sich über Zeit Trennmittelrückstände aus dem Pressvorgang, Fingerabdruckfette, Hautabrieb, eingepresster Staub und Abrieb vom Nadelspitzenprofil selbst. Diese Rückstände haften an den Rillenwänden, werden beim Abspielen von der Nadel immer tiefer eingearbeitet und führen zu drei messbaren Problemen: mehr Knistern und Knacken, höhere Verzerrung — besonders im Hochtonbereich — und beschleunigter Verschleiß von Nadel und Rillengeometrie. Zudem ist Vinyl statisch aufgeladen und zieht aktiv Partikel aus der Luft an, die sich in Sekunden nach dem Abstauben wieder ablagern. Eine gründliche Nassreinigung erreicht den Rillengrund, löst die eingebackenen Rückstände und entfernt sie dauerhaft. Das Ergebnis ist physikalisch messbar: ein deutlich ruhigeres Klangbild, weniger Verzerrung und eine spürbar längere Lebensdauer von Platte und Nadel.

Welche Schmutzarten sitzen in der Rille — und was schadet davon am meisten?

Die Rille einer Schallplatte ist eine mikroskopisch enge Kammer, in der sich im Laufe ihres Lebens verschiedene Schmutzarten ansammeln, die sich in ihrer Hartnäckigkeit und Schädlichkeit deutlich unterscheiden. Trennmittelrückstände aus dem Pressvorgang sind bei neuen Platten immer vorhanden — ein dünner chemischer Film, der das fertige Vinyl beim Pressvorgang leichter vom Stamper löst. Sie sind klangneutral, aber ein Magnet für Staubpartikel. Fingerabdruckfette sind pH-aktiv und können das Vinyl chemisch angreifen, wenn sie über Jahre eintrocknen. Abrasive Partikel — Quarzsand, Metallstaub, Papierfasern aus Innenhüllen — sind die gefährlichste Kategorie: Sie werden von der Nadel in die Rillenwände geschliffen und hinterlassen irreversible Mikroriefen. Diese verschlechtern den Klang dauerhaft und lassen sich nicht mehr herauswaschen. Schimmel tritt bei feucht gelagerten Platten auf und wächst buchstäblich in die Rille hinein — erkennbar an einem weißlichen, spinnwebartigen Belag. Auch er lässt sich durch gründliche Nassreinigung entfernen, sofern er noch nicht zu tief eingewachsen ist. Das Fazit ist eindeutig: Je früher und regelmäßiger gewaschen wird, desto weniger abrasive Schäden entstehen.

Lohnt sich das Waschen auch bei neuen Platten — oder nur bei alten und gebrauchten?

Ausdrücklich auch bei neuen Platten — und das aus einem Grund, den viele unterschätzen. Jede Schallplatte verlässt das Presswerk mit chemischen Trennmitteln auf der Oberfläche, die beim Pressvorgang eingesetzt werden, damit das erkaltende Vinyl sicher aus dem Stamper gelöst werden kann. Diese Rückstände sitzen direkt in der Rille und sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Auf einer hochwertigen Anlage macht sich die Reinigung einer neuen Platte sofort bemerkbar: das Klangbild wirkt klarer, der Rauschboden sinkt, die Räumlichkeit nimmt zu. Bei alten und gebrauchten Platten ist der Gewinn naturgemäß oft noch deutlicher — jahrzehntelang eingepresste Rückstände und Ablagerungen werden gelöst, die Rille atmet quasi wieder frei. Besondere Erwähnung verdienen Flohmarktplatten: Hier ist Waschen keine Option, sondern Pflicht — die Rille ist oft regelrecht verstopft, und das Abspielen einer ungewaschenen Fundplatte mit einer hochwertigen Nadel ist ein Vabanquespiel, das die Nadel innerhalb weniger Abspielungen ruinieren kann.

Die verschiedenen Maschinentypen

Welche Arten von Schallplattenwaschmaschinen gibt es — und wie unterscheiden sie sich grundlegend?

Es gibt vier grundlegend verschiedene Reinigungsprinzipien, die sich in Wirkungsweise, Reinigungstiefe, Aufwand und Preis erheblich unterscheiden. Jede Methode hat spezifische Stärken und Grenzen:

1. Manuelle Nassreinigung (Handkurbel)
Das älteste und günstigste System — der Klassiker ist die Knosti Disco-Antistat. Die Platte wird in eine Wanne mit Reinigungsflüssigkeit gestellt und per Handkurbel oder Motor durch zwei weiche Bürsten (traditionell Ziegenhaar) gedreht. Das Fluid löst den Schmutz, die Bürsten tragen ihn ab. Anschließend trocknet die Platte im beiliegenden Ständer an der Luft. Vorteile: sehr günstig (ab ca. 90 €), einfach, kein Strom nötig (Handversion). Nachteile: kein Absaugen — der gelöste Schmutz bleibt in der Reinigungsflüssigkeit und kann rückverteilt werden; keine Trocknung integriert; mäßige Reinigungstiefe bei hartnäckigen Ablagerungen.
2. Vakuum-Absaugmaschine (RCM — Record Cleaning Machine)
Das seit Jahrzehnten bewährte Profi-Prinzip: Reinigungsflüssigkeit wird per Bürste oder Samtlippe auf die rotierende Platte aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit durch einen Vakuumsaugarm abgesaugt — mitsamt dem gelösten Schmutz. Der entscheidende Vorteil gegenüber manueller Reinigung: Der Schmutz verlässt die Platte vollständig und landet im Sammelbehälter. Vertreter dieses Typs: Clearaudio Double Matrix Professional Sonic, VPI Industries, Moth Record Cleaner, Okki Nokki, Pro-Ject VC-S. Vorteile: sehr gründliche Reinigung, Schmutz wird wirklich entfernt, bewährte Technologie. Nachteile: laut (Turbine), zwei Arbeitsgänge pro Seite nötig (auftragen, absaugen), Preis ab ca. 300–5.000 €.
3. Ultraschall-Reinigung
Das physikalisch überlegenste Prinzip für die Tiefenreinigung: Die Platte taucht in ein Wasserbad, in dem Ultraschallwandler hochfrequente Schallwellen erzeugen (typisch 35–120 kHz). Diese Wellen erzeugen in der Flüssigkeit mikroskopisch kleine Kavitationsblasen, die in der Rille kollabieren und dabei Schmutzpartikel buchstäblich aus der Rillenstruktur heraussprengen — vollständig kontaktlos, ohne jede mechanische Berührung des Vinyls. Vertreter: Degritter Mark II, HumminGuru, Knosti Disco-Antistat Ultrasonic, Gläss Record Cleaner, Kuzma. Vorteile: berührungslose Reinigung (kein Abrieb, keine Kratzer möglich), hervorragende Tiefenwirkung, schonend. Nachteile: hartnäckige Fettflecken können manchmal Vorbehandlung benötigen; Wasserqualität entscheidend (destilliertes Wasser nötig); Preis ab ca. 500–2.500 €.
4. Kombinierte Systeme
Mehrere moderne Maschinen kombinieren verschiedene Prinzipien für maximale Reinigungswirkung. Die Clearaudio Double Matrix Professional Sonic kombiniert Vakuumabsaugung mit einer Sonic-Vibrationsoption (Niederfrequenzvibrationen der Reinigungselemente). Die Knosti Disco-Antistat Ultrasonic 2.0 kombiniert mechanische Bürstenreinigung mit Ultraschall. Manche Systeme wie der Gläss Record Cleaner kombinieren rotierende Bürsten, Ultraschall und aktive Trocknung in einem Durchlauf (All-in-One). Vorteil: höchste Reinigungseffizienz durch Synergie der Methoden. Nachteil: höherer Preis und Komplexität.

Was ist Kavitation — und warum macht Ultraschall die Rille so sauber?

Kavitation ist ein faszinierendes physikalisches Phänomen, das die überragende Reinigungswirkung von Ultraschall erklärt. Wenn Ultraschallwandler hochfrequente Druckwellen (35–120 kHz) in eine Flüssigkeit senden, entstehen dabei winzige Unterdruckblasen — sogenannte Kavitationsblasen — mit einem Durchmesser von wenigen Mikrometern. Diese Bläschen sind hochinstabil: Sie kollabieren explosionsartig in Bruchteilen einer Millisekunde. Beim Kollabieren setzen sie lokal extreme Energie frei: Miniatur-Druckwellen, winzige Wasserstrahlen und kurzzeitige Temperaturen von mehreren tausend Grad (in mikroskopisch kleinen Bereichen). Diese Energiefreisetzung findet überall in der Flüssigkeit statt — auch tief in den Rillen der Schallplatte, wo kein mechanisches Werkzeug hinkommt. Die Folge: Schmutzpartikel, Fettreste, Trennmittelrückstände und sogar Schimmelsporen werden buchstäblich aus der Rillengeometrie herausgesprengt, ohne dass das Vinyl dabei berührt wird. Die Rillenoberfläche selbst bleibt vollständig unberührt — PVC ist widerstandsfähig genug, um dem Kavitationsprozess unbeschadet standzuhalten. Für die Praxis bedeutet das: Ultraschall erreicht Verschmutzungen, die keine andere Reinigungsmethode lösen kann.

Was ist der Unterschied zwischen Vakuumabsaugung und Ultraschall — was reinigt besser?

Beide Methoden reinigen hervorragend, haben aber unterschiedliche Stärken. Vakuumabsaugung ist die bewährtere Technologie mit einer langen Referenzgeschichte im audiophilen Bereich. Ihr Stärke liegt in der mechanischen Effektivität: Das Fluid wird aufgetragen, löst den Schmutz durch Tensidwirkung, und der Vakuumsaugarm zieht Fluid und Schmutz zusammen restlos von der Plattenoberfläche. Hartnäckige Fettflecken, die an der Oberfläche haften, werden durch die mechanische Wischbewegung der Lippendichtung effektiv abgetragen. Ultraschall hingegen arbeitet berührungslos und in die Tiefe: Kavitationsblasen erreichen Stellen, die kein Arm, keine Bürste und keine Lippendichtung je berühren kann. Für Platten, die bereits fein zerkratzt sind, ist Ultraschall schonender — keine Reibung, kein Druck. Für sehr stark verschmutzte Platten mit hartnäckigen Fettflecken kann Vakuumabsaugung effektiver sein, weil die mechanische Komponente gezielter löst. Die optimale Kombination: zuerst mechanisch vorwaschen (Vakuum oder Bürste), dann Ultraschall für die Tiefenreinigung — exakt das, was professionelle Reinigungsbetriebe und anspruchsvolle Sammler praktizieren.

Reinigungsflüssigkeit & Wasserqualität

Welche Reinigungsflüssigkeit ist die richtige — und warum ist Wasserqualität so wichtig?

Die Wahl der Reinigungsflüssigkeit ist mindestens so wichtig wie die Wahl der Maschine. Die Basis jeder guten Plattenreinigungsflüssigkeit ist hochreines, destilliertes oder bidestilliertes Wasser — und dieser Punkt ist nicht verhandelbar.

Normales Leitungswasser enthält Kalk, Mineralien, Chlorverbindungen und andere gelöste Stoffe. Beim Trocknen hinterlassen sie Mineralienrückstände direkt in der Rille — einen weißlichen Film, der klanglich mindestens so schädlich ist wie der ursprüngliche Schmutz. Destilliertes Wasser (Leitfähigkeit idealerweise unter 1 µS/cm) trocknet rückstandsfrei.

Zur Destillatbasis kommen Tenside — oberflächenaktive Substanzen, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen und es dadurch in die Rille eindringen lassen (reines Wasser würde ohne Tenside auf der Rillenoberfläche perlen statt einzudringen). Die Konzentration muss gering sein: zu viel Tensid hinterlässt einen Film, zu wenig ist wirkungslos.

Viele hochwertige Reiniger enthalten zusätzlich geringe Mengen Isopropylalkohol (Isopropanol, IPA), der Fette und Öle löst, die wasserlösliche Tenside allein nicht entfernen. Wichtig: Der Alkoholanteil darf nicht zu hoch sein — über ca. 20–30 % kann Isopropanol das PVC des Vinyls anlösen und langfristig die Rillengeometrie beschädigen. Einige Puristen verzichten ganz auf Alkohol und setzen stattdessen auf hochreine enzymatische Reiniger oder TAED-basierte Systeme.

Fertige Reinigungskonzentrate renommierter Hersteller — Clearaudio Cleaning Fluid, KNOSTI Antistat-Fluid, Vinyl Passion, Audio Intelligent — sind in der Regel gut ausbalanciert und empfehlenswert. Selbstgemischte Rezepte (z. B. 75 % bidestilliertes Wasser + 25 % Isopropanol + 1–2 Tropfen tensidfreies Spülmittel) sind ebenfalls verbreitet und funktionieren gut, erfordern aber präzises Dosieren.

Muss ich nach dem Reinigen mit Reinigungsflüssigkeit noch mit destilliertem Wasser nachspülen?

Bei Hochqualitäts-Reinigern, die für rückstandsfreies Trocknen formuliert sind, ist ein Nachspülgang nicht zwingend erforderlich. Bei günstigeren Reinigern oder bei hoher Tensidkonzentration empfiehlt sich jedoch ein abschließender Spülgang mit purem bidestilliertem Wasser, um Tensidfilme zu entfernen. Ultraschall-Vollautomaten wie der Degritter lösen dieses Problem konstruktiv: Sie verfügen über zwei Tanks — einen für die Reinigungsflüssigkeit, einen für reines Spülwasser — und führen nach dem Hauptwaschgang automatisch einen Spülzyklus durch. Bei Vakuummaschinen empfehlen viele erfahrene Sammler, für hartnäckig verschmutzte Platten zwei Durchgänge zu machen: erst mit Reiniger, dann mit reinem destillierten Wasser und erneutem Absaugen. Das Wasser sollte nach ca. 20–30 Platten gewechselt werden, da es sich mit gelöstem Schmutz anreichert.

Praktische Anwendung & Ergebnisse

Wie oft sollte man Schallplatten waschen — gibt es eine Empfehlung?

Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht — der richtige Zeitpunkt hängt stark vom Zustand der Platte und der Nutzung ab. Als Orientierung:

Neue Pressungen: Einmal waschen, bevor die Platte zum ersten Mal abgespielt wird. Trennmittelrückstände aus dem Presswerk sind immer vorhanden.

Gebrauchte Platten aus privatem Bestand (sauber gelagert, Innenhülle vorhanden): Einmalige gründliche Reinigung, danach pflegerisches Abstauben vor jedem Abspielen ausreichend.

Flohmarktfunde und Gebrauchtplatten unbekannter Herkunft: Immer waschen, bevor eine hochwertige Nadel aufgelegt wird — ohne Ausnahme.

Regelmäßig abgespielte Platten: Bei intensiver Nutzung (täglich oder mehrfach wöchentlich) empfiehlt sich eine Reinigung alle 20–50 Abspielungen, je nach Staubbelastung des Hörraums.

Platten aus dem professionellen Umfeld (DJ-Einsatz, Studios): Nach jeder intensiven Session.

Kann Waschen Kratzer aus der Rille entfernen?

Nein — und dieser Punkt ist wichtig, um realistische Erwartungen zu setzen. Eine Plattenwaschmaschine kann Schmutz, Rückstände, Fett, Schimmel und Trennmittel entfernen. Sie kann physikalische Beschädigungen des Vinyls selbst — also Mikroriefen, Kratzer, Pressungsfehler — nicht reparieren. Allerdings gibt es eine häufig erlebte Überraschung: Platten, die vor der Reinigung hörbar knisterten oder kratzten, klingen danach deutlich ruhiger — nicht weil Kratzer verschwunden sind, sondern weil die Kratzer zuvor mit Schmutz gefüllt waren, der zusätzliche Geräusche erzeugte. Nach der Reinigung liegen die Kratzer zwar noch vor, sind aber sauber — und die Nadel kann die Rillengeometrie präziser abtasten, was die Fehlerkorrekturgrenzen des Tonabnehmers weniger strapaziert. Was wie ein Wunder klingt, ist physikalisch erklärbar: ein sauberer Kratzer stört die Abtastung weniger als ein schmutziger. Echte Tiefkratzer, die das Vinyl irreversibel beschädigt haben, bleiben jedoch immer hörbar.

Welche Rolle spielt die Trocknung — und warum ist sie so wichtig?

Die Trocknung ist ein oft unterschätzter, aber entscheidender Schritt im Reinigungsprozess. Eine feuchte Platte darf unter keinen Umständen abgespielt oder in eine Hülle zurückgelegt werden. Feuchtigkeit und Nadel: Wird eine nasse oder feuchte Platte abgespielt, bildet das Wasser einen dünnen Film zwischen Nadel und Rillenoberfläche. Dies verändert die Reibungseigenschaften dramatisch und kann die Nadelaufhängung beschädigen oder das Cantilever-Material angreifen — besonders bei empfindlichen Systemen mit Alufolie-Cantilever. Feuchtigkeit und Hülle: Eine nicht vollständig getrocknete Platte in einer Innenhülle zu lagern fördert Schimmelbildung. Das mag bei einer Platte dauern — bei schlechter Belüftung und warmen Temperaturen kann sich Schimmel jedoch innerhalb weniger Wochen bilden. Mineralienrückstände: Auch bei destilliertem Wasser gilt: vollständige Trocknung ist wichtig, damit keine Verdunstungsringe entstehen. Vakuummaschinen haben den Vorteil, dass sie einen Großteil der Feuchtigkeit bereits beim Absaugen entfernen — die Platte muss danach nur noch wenige Minuten an der Luft trocknen. Ultraschallmaschinen ohne integrierte Trocknung benötigen einen externen Trockenständer und mindestens 15–30 Minuten Lufttrocknung pro Seite.

Lässt sich auch Schimmel von Schallplatten entfernen — und was ist dabei zu beachten?

Ja — und dies ist eine der wichtigsten Aufgaben einer professionellen Plattenwaschmaschine. Schimmel auf Schallplatten (erkennbar an weißlichen, grauweißen oder manchmal rötlichen Belägen, oft mit einem spinnwebartigen oder puderigen Erscheinungsbild) ist häufiger als viele denken — besonders bei Platten, die in feuchten Kellern, Dachböden oder schlecht belüfteten Räumen gelagert wurden. Schimmel wächst buchstäblich in die Rille hinein und verfestigt sich mit dem Vinyl. Ohne professionelle Reinigung ist er mit keiner Methode sicher zu entfernen. Ultraschallreinigung ist bei verschimmelten Platten die erste Wahl: Die Kavitationsblasen lösen den Belag aus der Rillengeometrie, ohne mechanischen Druck auf das Vinyl auszuüben. Vakuumreinigung ist ebenfalls sehr effektiv, benötigt bei starkem Schimmelbefall manchmal mehrere Waschgänge. Wichtig: Stark verschimmelte Platten sollten zunächst einzeln behandelt werden, um eine Kontamination der Reinigungsflüssigkeit und anderer Platten zu vermeiden. Das Waschwasser nach verschimmelten Platten sofort erneuern. Nach der Reinigung trocknet die Platte vollständig, bevor sie in eine neue, saubere Innenhülle gesteckt wird. Bei sehr starkem Schimmelbefall — tief eingewachsen, sichtbar auch nach mehreren Reinigungen — kann eine vollständige Entfernung nicht mehr möglich sein.

Unser Service bei Klangheimat

Welchen Plattenwaschservice bietet Klangheimat an — und was kostet er?

Klangheimat bietet professionellen Plattenwaschservice mit der Clearaudio Double Matrix Professional Sonic — dem Referenzgerät im Bereich der Vakuum-Absaugmaschinen mit integrierter Sonic-Vibrationsoption. Die Maschine reinigt beide Plattenseiten simultan in einem einzigen Waschgang, aufgetragen per Präzisionspumpe, mehrfach abgerieben mit Mikrosamt-Wischern bei wechselnder Drehrichtung und anschließend vollständig abgesaugt — alles in rund zwei Minuten pro Platte. Die integrierte Sonic-Option — Niederfrequenzvibrationen der Reinigungselemente — treibt die Reinigungsflüssigkeit tiefer in das Rillenprofil und löst Pressrückstände, die mechanische Reinigung allein nicht erreicht. Der Service ist direkt über unseren Onlineshop buchbar — die Platten werden sicher verpackt eingeschickt und frisch gewaschen zurückgesandt. Details zu Preisen und Ablauf finden Sie in unserer Servicebeschreibung.

Sollte ich meine Platten vor dem Einsenden waschen oder vorsortieren?

Nein — das ist genau der Zweck unseres Services. Schicken Sie die Platten so ein, wie sie sind. Bitte legen Sie lediglich offensichtlich stark verschimmelte Platten bei, damit wir sie separat behandeln können, und weisen Sie uns im Begleitzettel darauf hin. Für Platten in sehr stark verdrecktem Zustand (Schimmel, verklebte Oberflächen, sichtbare Ölverschmutzungen) empfehlen wir gegebenenfalls einen intensiveren Waschgang (Superclean-Modus), was wir im Zweifelsfall nach Eingang eigenständig entscheiden. Sie erhalten Ihre Platten sauber, trocken und in frischen antistatischen HDPE-Innenhüllen zurück — sofern Sie diesen Zusatzservice mitbuchen.

Empfehlen Sie, Platten direkt nach dem Waschen zu bügeln?

Ja — und die Reihenfolge ist dabei zwingend: erst waschen, dann bügeln. Niemals umgekehrt. Der Bügelprozess erhitzt die Platte auf bis zu 59–60 °C und lässt sie dann langsam abkühlen. Jede Verschmutzung, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Rille befindet, wird durch die Wärme tiefer in die Rillenstruktur eingebrannt und lässt sich danach nicht mehr entfernen. Eine frisch gewaschene und vollständig getrocknete Platte hingegen profitiert ideal vom anschließenden Temperprozess: Die Rille ist sauber, der thermische Entspannungsprozess kann ohne Beeinträchtigung wirken, und das Ergebnis ist eine Platte in optimalem Zustand — plan, sauber und klanglich auf dem Niveau, das das Vinyl bieten kann. Klangheimat bietet beide Services — Waschen und Bügeln — einzeln und kombiniert an. Die Kombination ist besonders empfehlenswert für wertvolle Alben, Flohmarktfunde oder Platten, die aus jahrelanger Lagerung kommen.

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Kontaktinformation gem. Art. 19 EU GPSR

Postanschrift

FLUX-Hifi GmbH & Co. KG

Fritz-Karl-Henkel-Str. 12-16
67454 Haßloch


Elektronische Adresse

E-Mail: info@flux-hifi.de
Website: https://flux-hifi.de/

Plattenspieler-Zubehör · Schallplattenpflege

Eine konventionelle Plattenbürste hat ein grundlegendes Problem: Sie verteilt Staub, anstatt ihn zu entfernen. Die Fasern nehmen grobe Partikel zwar auf — das feine Staubkorn jedoch, das am tiefsten in der Rille sitzt, wird durch den Bürstendruck regelrecht eingearbeitet. Wenn die Nadel dann darüberfährt, springt sie buchstäblich über diese mikroskopisch kleinen Hindernisse — und das Ergebnis ist das charakteristische Knistern, das analoge Wiedergabe so oft begleitet. Der Flux Hifi Vinyl Turbo 2.0 löst dieses Problem an der Wurzel: Nicht wischen, nicht verteilen — sondern absaugen. Entwickelt und gefertigt in Deutschland, vereint er eine geerdete Karbonfaserbürste mit einer hochleistungsstarken Vakuumabsaugung zu einem System, das keinen Kompromiss kennt.

Die Version 2.0 ist dabei keine kosmetische Überarbeitung, sondern eine echte Leistungssteigerung: Ein komplett neu entwickelter Motor erreicht 26.000 Umdrehungen pro Minute — kombiniert mit einer überarbeiteten Lüfterrad- und Saugkanalgeometrie, die die Absaugleistung gegenüber dem Vorgänger um mehr als 100 % steigert. Selbst jene ultrafeinen Staubpartikel, die bisher tief unten in den Rillen saßen und jedem Reinigungsversuch trotzten, haben jetzt keine Chance mehr. Das Ergebnis ist keine Marginalverbesserung — es ist ein hörbarer Unterschied.

Doppelte Saugkraft
Neuer Motor mit 26.000 U/min und optimierter Saugkanalgeometrie — über 100 % mehr Leistung als Version 1
Erdung inklusive
Geerdete Karbonfaserbürste entzieht der Platte beim Reinigen gleichzeitig die statische Aufladung
Made in Germany
Vollständig in Deutschland entwickelt und gefertigt — von Flux Hifi aus Schwetzingen
Technik & Aufbau

Das Prinzip kennt jeder von modernen Bodenstaubsaugern à la Dyson oder Vorwerk: Nur saugen ist wenig effizient, nur bürsten hinterlässt Schmutz auf der Oberfläche. Die Kombination aus beidem ist unschlagbar. Genau dieses Duo überträgt der Vinyl Turbo 2.0 auf die Schallplatte — mit einer Präzision, die dem sensiblen Trägermedium gerecht wird. Die zwei Reihen Karbonfaserbürste sind ultrafein und weich wie ein Katzenfell. Sie reichen tief in die Rille und scheuchen den dort sitzenden Staub auf — der unmittelbar durch den anliegenden Saugschlitz abgefischt wird, bevor er wieder auf die Plattenoberfläche fallen kann.

Das Herzstück des Turbo 2.0 ist ein eigens entwickelter Miniatur-Zyklon, der es trotz des kompakten Gehäuses (125 × 122 × 64 mm) erlaubt, eine Saugleistung zu erzielen, die für einen handlichen Batteriebetrieb außergewöhnlich ist. Die Saugkanalgeometrie wurde dabei bis ins kleinste Detail optimiert: Integrierte Leitlinien am geneigten Saugkanalende sorgen dafür, dass über die gesamte Bürsten- und Saugfläche gleichmäßiger Unterdruck anliegt — kein Bereich wird bevorzugt, kein Rillensegment vernachlässigt. Eine tauschbare Filterpatrone nimmt den aufgesaugten Schmutz auf; ihre Kapazität reicht nach Herstellerangaben für deutlich über 100 Anwendungen.

Besonders durchdacht: Die Samtkufen rund um die Bürstenöffnung führen das Gerät sanft und sicher über das Vinyl, ohne die Plattenoberfläche jemals zu berühren oder zu gefährden — und sind bei Verschleiß einfach austauschbar. Der großflächige Kontaktstreifen auf der Geräteunterseite ist elektrisch mit den leitenden Karbonfasern verbunden und leitet die statische Aufladung der Platte zuverlässig ab. Weniger Statik bedeutet weniger Staubanlagerung nach der Reinigung — ein oft unterschätzter, aber entscheidender Vorteil gegenüber passiven Bürsten.

Klang & Praxistest

Unabhängige Tests bestätigen das, was der Hersteller verspricht. Fachmagazine berichten von einer messbaren Reduktion zurückbleibender Staubpartikel um bis zu 50 % im Vergleich zu hochwertigen Karbonfaserbürsten — und das ist hörbar. Stimmen gewinnen an Klarheit und Eindringlichkeit, Sprachverständlichkeit bei Vokalaufnahmen verbessert sich spürbar, und das charakteristische analoge Knistern in leisen Passagen tritt deutlich in den Hintergrund. Besonders bei kammermusikalischen oder vokalen Aufnahmen, bei akustischen Instrumenten und in ruhigen Passagen macht sich die sauberere Rille unmittelbar bemerkbar — als würde ein feiner Schleier von der Musik fallen.

Der Flux Turbo 2.0 ersetzt dabei keine Plattenwaschmaschine — er ergänzt sie perfekt. Die ideale Routine: Schallplatten einmalig nass waschen, in einer hochwertigen Innenhülle lagern, und dann vor jedem Abspielen kurz mit dem Turbo über die rotierende Platte — ein bis zwei Umdrehungen genügen. So bleibt das Vinyl zwischen den Sessions konsequent staub- und fusselfrei, und das Tonabnehmersystem kann bei jedem Hördurchgang sein volles Potential entfalten.

Anwendung

Die Handhabung ist denkbar einfach: Platte auf den rotierenden Plattenteller legen, den Turbo 2.0 einschalten und mit leichtem Druck auf die rotierende Scheibe aufsetzen — der äußere Filzgleiter liegt dabei auf der Auslaufrille, der innere auf dem Label-Bereich. Nach ein bis zwei Umdrehungen ist die Reinigung abgeschlossen. Der Taster wird während des Vorgangs gedrückt gehalten; sobald man ihn loslässt, schaltet sich das Gerät ab. Angetrieben wird der Vinyl Turbo 2.0 von 3 AA-Mignon-Batterien (im Lieferumfang), deren Laufzeit für sehr viele Reinigungszyklen ausreicht — wer nur wenige Sekunden pro Platte saugt, kommt mit einem Satz Batterien sehr weit.

Hinweis für Subchassis-Plattenspieler: Da der Turbo kurzzeitig auf dem rotierenden Teller aufgesetzt wird, ist ein Antrieb mit ausreichendem Drehmoment empfehlenswert. Bei weich gefederten Subchassis-Konstruktionen sollte man mit dem aufgesetzten Gewicht behutsam umgehen.

Technische Daten
Hersteller Flux Hifi GmbH & Co. KG, Schwetzingen (Deutschland)
Modell Vinyl Turbo 2.0
Reinigungsprinzip Karbonfaserbürste + integrierte Vakuumabsaugung (Trockenreinigung)
Motordrehzahl 26.000 U/min
Saugleistung vs. Vorgänger +100 % (doppelte Saugkraft gegenüber Version 1)
Saugprinzip Speziell entwickelter Miniatur-Zyklon mit tauschbarer Filterpatrone
Filterkapazität Über 100 Anwendungen
Bürste 2 Reihen Karbonfasern, elektrisch geerdet
Erdung Großflächiger Kontaktstreifen, elektrisch mit Karbonfasern verbunden
Plattenführung Samtkufen (austauschbar)
Stromversorgung 3 × AA Mignon-Batterien (im Lieferumfang)
Abmessungen (B × T × H) 125 × 122 × 64 mm
Reinigungsart Trocken, ohne Flüssigkeit
Fertigung Made in Germany
Verfügbares Zubehör Ersatzfilter (Doppelpack), Ersatz-Samtkufen (Doppelpack)

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