Tonabnehmer · Moving Magnet · Made in Japan
Die meisten Tonabnehmer werden am Schreibtisch entwickelt. Der MoFi StudioTracker wurde vom Ende her gedacht — vom Schneidekopf der Mastering-Lathe. Mobile Fidelity Sound Lab, seit fünf Jahrzehnten verantwortlich für die klanglich anspruchsvollsten Schallplatten-Reissues der Welt, weiß exakt, wie Musik in die Rille eines Lackmasters eingraviert wird: mit einem Schneidkopf, dessen zwei Schneidspulen im charakteristischen V-förmigen 45/45-Winkel angeordnet sind — je eine für den linken und rechten Kanal. Der StudioTracker spiegelt genau diese Geometrie im Generator wider: zwei kraftvolle, massenarme Magnete, ausgerichtet in derselben V-Formation, die die ursprüngliche Rille in die Schallplatte getrieben hat. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Allen Perkins, dem Gründer von Spiral Groove und Konstrukteur von Referenz-Plattenspieler-Systemen bis 30.000 US-Dollar, folgt der StudioTracker einer Konstruktionsphilosophie, die für Produkte dieser Preisklasse außergewöhnlich ist.
Das Ergebnis dieser konsequenten Entwicklungsarbeit — gefertigt in Japan mit audiophiler Präzision — ist ein MM-Tonabnehmer, der in seiner Preisklasse klanglich deutlich über seinem Gewicht boxt. Positive Feedback beschrieb den StudioTracker als einen Abtaster, der sich weniger wie ein typisches Moving Magnet, sondern eher wie ein günstiges Moving Coil verhält: ein geschlossenes, kohärentes Klangbild ohne die MM-typische Schärfe in den Höhen, mit echter Musikalität und einem Rhythmusgefühl, das auch bei anspruchsvolleren Plattenspielern nicht verloren geht. Mit 3,5 mV Ausgangsspannung spielt der StudioTracker an jedem MM-Phonoeingang — ohne Einschränkung, ohne Kompromiss.
V-Twin Dual-Magnet
Generator in V-Anordnung — spiegelt die Geometrie des Schneidkopfs wider, der die Rille ursprünglich geschnitten hat
Mit Allen Perkins
Entwickelt mit dem Gründer von Spiral Groove — Konstrukteur von Referenz-Plattenspieler-Systemen bis 30.000 $
3,5 mV — universell
Hohe Ausgangsspannung für jeden MM-Phonoeingang — kein spezieller Vorverstärker nötig
Konstruktion & Klangphilosophie
Im Inneren des StudioTracker arbeitet ein Moving-Magnet-Generator nach dem Dual-Magnet-Prinzip: Zwei massenarme Magnete am Ende des Nadelträgers bewegen sich zwischen den feststehenden Spulen — präzise, trägheitsarm und mit direkter Übertragung der Rillenbewegung in ein elektrisches Signal. Die V-Ausrichtung der Magnete ist dabei kein dekoratives Detail: Sie entspricht exakt dem Winkel, in dem die Schneidspulen eines Mastering-Lathes die Rille anlegen — links bei +45°, rechts bei −45° zur Plattenebene. Ein Generator, der die Physiognomie des Schneidkopfs nachahmt, liest die Informationen der Rille im buchstäblichen Sinne so, wie sie hineingekommen sind.
Das Gehäuse des StudioTracker besteht aus einem speziell entwickelten Polymer, in dessen Inneres ein proprietäres Dämpfungsmaterial eingebettet ist. Es reduziert unerwünschte Resonanzen im Headshell-Körper, die sonst das Signal färben und die Hochtonauflösung trüben. Der elliptische Diamant auf dem Nadelträger ist für seine Preisklasse der richtige Kompromiss: präziser als eine Kugel, mit besserer Hochtonwiedergabe und einem tieferen Eingriff in die Rillenflanken — ohne die Justage-Sensibilität eines Feinlinerschliffs. Positives Ergebnis: Der StudioTracker verzeiht leichte Geometrieungenauigkeiten bei der Montage und arbeitet auch an Plattenspielern mit mittlerer Justagequalität zuverlässig und klanglich überzeugend.
Was den StudioTracker aus der Masse seiner Preisklasse heraushebt, ist sein Klangbild: Es ist in sich geschlossen, musikalisch kohärent und rhythmisch engagiert — Qualitäten, die man eher von Moving-Coil-Systemen erwartet als von einem Einstiegs-MM. Die Dynamik ist auffällig lebendig, ohne schrill zu werden; die Bühne öffnet sich mit realer Breite und einem Tiefenstaffelung, die bei anderen Systemen dieses Preisbereichs oft flach bleibt. Der Bassbereich ist fest und konturiert, der Mittenbereich präsent und texturreich — und die Höhen sind angenehm glatt, ohne dass Präzision verloren geht. An einem hochwertigen Plattenspieler wie dem MoFi StudioDeck, dem UltraDeck oder einem vergleichbaren Laufwerk entfaltet der StudioTracker ein Potenzial, das man einem Einstiegstonabnehmer nicht ohne weiteres zutrauen würde.
Die hohe statische Nachgiebigkeit von 35 × 10⁻⁶ cm/dyne bei einer dynamischen Nachgiebigkeit von 8 × 10⁻⁶ cm/dyne macht den StudioTracker kompatibel mit den meisten mittelschweren bis leichteren Tonarmen — einschließlich der hauseigenen MoFi-Tonarme. Die empfohlene Auflagekraft von 2,0 g bewegt sich in einem Bereich, der sowohl plattenfreundlich als auch für optimale Abtastperformance ausgelegt ist.
| Hersteller |
MoFi Electronics / Mobile Fidelity Sound Lab (Japan) |
| Typ |
Moving Magnet (MM) · Dual-Magnet V-Twin-Generator |
| Nadelschliff |
Elliptischer Diamant |
| Ausgangsspannung |
3,5 mV |
| Frequenzgang |
20 – 20.000 Hz |
| Nadelnachgiebigkeit statisch |
35 × 10⁻⁶ cm/dyne |
| Nadelnachgiebigkeit dynamisch |
8 × 10⁻⁶ cm/dyne |
| Empfohlene Auflagekraft |
2,0 g (Bereich: 1,8 – 2,2 g) |
| Abschlussimpedanz |
47.000 Ω |
| Eingangskapazität |
100 pF |
| Eigengewicht |
6,4 g |
| Gehäuse |
Polymer mit proprietärem Innendämpfungsmaterial |
| Entwicklung |
MoFi Sound Lab Ingenieure & Allen Perkins (Spiral Groove) |
| Herkunft |
Made in Japan |