Art-Nr.n-dos-ort-tlp
GTIN4015660709046
MarkeORTOFON
Gewicht0,25 kg

Ortofon Test Schallplatte - Test Record - accuracy in sound

ORTOFON
Lieferung Fr. 07. Aug. - Mo. 10. Aug. 2026 **

Sicher und vertraut bezahlen mit:

5 Schallplatten auf Lager
sichere LP Verpackung Klangheimat Klangheimat Stammkundenvorteil Gratis LP Hülle Klangheimat
stoßsichere
LP Kartons

Stammkunden
Vorteile

Gratis
LP Hülle
     
  • 15 Spuren pro Seite — Frequenz-Sweep, Referenztöne, Abtasttest (50–100 µm) und Rechteckwelle in einer einzigen Testschallplatte
  • Frequenz-Sweep 800 Hz – 50 kHz mit konstanter Geschwindigkeitsamplitude und ohne RIAA-Korrektur — linearer Schnitt für präzise Frequenzganganalyse
  • Abtasttest mit seitlicher Modulation bei 315 Hz und ansteigenden Amplituden — identifiziert Anti-Skating- und Auflagekraft-Fehler kanalgenau
  • Referenzton 1000 Hz / 5 cm/s rms — überprüft Kanalzuordnung, Phasenlage, Balance und Plattenspieler-Drehzahl
  • Neue 180-g-Feinpressung von Ortofon — einem der weltweit bekanntesten und erfahrensten Tonabnehmer-Hersteller seit 1918
  • Für zu Hause konzipiert — spielt durch die eingebaute RIAA-Entzerrung der eigenen Anlage, kein Laborequipment erforderlich
Produkt Zustand
Neuware
Merkmale Schallplatten
audiophiles Vinyl, 180 Gramm HQ Vinyl
Modell
Test Record
Label-Press Nummer
LP 070904
Herstellungsland und -region
GER
Besonderheiten
aufwendig produziert
Alle Vinyl-Varianten im Überblick
Format / Variante
Besonderheit & Klangcharakter
Standard-LP
Langspielplatte
33⅓ U/min · 12" (30 cm)
120–140 g
Das universelle Standardformat seit 1948. Bis zu ca. 22–26 Minuten pro Seite. Industriepressungen aus den 1960er bis 1990er Jahren bilden die Basis fast aller Vinylsammlungen. Klanglich von Mastering- und Pressqualität abhängig — gute Originalpressungen dieser Ära können audiophile Neuausgaben übertreffen.
Heavy Vinyl 180g
Schweres Vinyl
33⅓ U/min · 12" (30 cm)
180 g
Das heute am weitesten verbreitete audiophile Format. Mehr Masse reduziert Resonanzen auf dem Plattenteller und dämpft externe Schwingungen. Flacheres Profil als dünneres Vinyl — weniger Verwellungsanfälligkeit. Klingt bei gleichem Mastering ruhiger und stabiler in der Abbildung. Standard für audiophile Neuausgaben aller großen Labels.
Super Heavy Vinyl 200g+
Ultra Heavy Vinyl
33⅓ U/min · 12" (30 cm)
200–220 g
Exklusiv bei audiophilen Spezialisten wie Mobile Fidelity (One-Step), Analogue Productions oder Pure Pleasure. Maximale Masse, maximale Formstabilität. Oft aus 100 % virgin vinyl (jungfräulichem PVC ohne Recyclinganteil) für rauschärmste Abspielung. Verpackung meist im Gatefold-Format, aufwendig nummeriert und limitiert.
Audiophile 45 U/min LP
45 RPM Audiophile
45 U/min · 12" (30 cm)
180–200 g
Das klanglich überlegenste LP-Format. Höhere Drehzahl erlaubt breitere Rillengravierung — mehr Rillenoberfläche pro Zeiteinheit — was direktere Nadelführung, weniger Verzerrung und bessere Hochtonauflösung ergibt. Ein Album erscheint dadurch auf 2–4 Seiten (Doppel- oder Dreifach-LP). Referenzformat bei Analogue Productions, Music Matters, Speakers Corner.
Doppel-LP / Gatefold
2LP / Klappcover
33⅓ oder 45 U/min · 12" (30 cm)
2 × 140–180 g
Zwei Platten in einem Klappcover. Entweder um längere Spielzeiten zu ermöglichen oder — bei 45-U/min-Ausgaben — um ein einzelnes Album auf vier Seiten zu verteilen und maximale Klangqualität zu erzielen. Das Gatefold-Cover bietet zudem Raum für großformatiges Artwork und ausführliche Liner Notes.
12" Maxi-Single / EP
12" Single
45 U/min · 12" (30 cm)
120–180 g
Nur 1–3 Titel pro Seite auf großer Rille — ideal für maximalen Klang bei wenig Material. Ursprünglich für DJ-Einsatz und Dance-Musik entwickelt, heute auch bei audiophilen EPs und Singles. Breite Rille bei 45 U/min auf großer Scheibe ergibt physikalisch ideale Abtastbedingungen.
7" Single
Die klassische Single
45 U/min · 7" (17,5 cm)
40–80 g
Das klassische Single-Format mit 1–2 Titeln pro Seite. Klanglich durch die hohe Drehzahl erstaunlich direkt — viele Original-Singles der 1960er und 70er Jahre klingen auf gutem Equipment überwältigend lebendig. Heute als Sammlerstück begehrt, besonders Erstpressungen bekannter Titel auf Original-Labels.
Half-Speed Mastering
Halbgeschwindigkeits-Schnitt
33⅓ oder 45 U/min · 12" (30 cm)
180 g
Schneidkopf und Masterband laufen bei halber Geschwindigkeit — der Schneidkopf hat doppelt so viel Zeit, dem Audiosignal zu folgen. Ergebnis: präzisere Hochtondarstellung, geringere Verzerrung, tieferer Rauschboden. Referenzlabels: Mobile Fidelity, Abbey Road Studios HSM-Serie, Bernie Grundman Mastering.
Direct Metal Mastering
DMM
33⅓ U/min · 12" (30 cm)
150–180 g
Entwickelt von Teldec in den 1980er Jahren. Der Schneidkopf schneidet direkt in eine Kupferplatte statt in Lack — eine Pressungsgeneration entfällt. Geringere Verzerrung, weniger Rauschen, hervorragende Transienten. Viele Deutsche Grammophon-Pressungen der 1980er Jahre nutzen dieses Verfahren.
Original Pressung
First Press / Original Issue
33⅓ U/min · 12" (30 cm)
140–180 g
Die erste Pressung eines Albums, oft direkt vom Originalband geschnitten — bevor der Stamper durch viele tausend Pressungen abgenutzt ist. Klanglich oft den Neuausgaben überlegen, wenn gut erhalten. Erkennbar an Original-Label-Design und Matrizennummern. Beispiele: UK Parlophone Beatles, UK Island Led Zeppelin, US Columbia Miles Davis.
Audiophile Neuausgabe
Reissue / Audiophile Edition
33⅓ oder 45 U/min · 12" (30 cm)
180–200 g
Neu gemasterter Klassiker — idealerweise vom Original-Masterband. Hochwertige Labels: Mobile Fidelity (MFSL), Analogue Productions, Music Matters, Speakers Corner, Pure Pleasure, Impex, Intervention Records. Oft limitiert, nummeriert und im Fachhandel erhältlich. Qualität stark vom Mastering und Presswerk abhängig.
Picture Disc
Bildplatte
33⅓ oder 45 U/min · 7" / 12"
120–160 g
Bedruckte Vinylscheibe mit zwischen Vinyl-Schichten einlaminiertem Bildmotiv. Sammelformat mit starkem visuellen Reiz — klanglich deutlich inferior: höheres Rauschen, stärkere Verzerrung. Als Klangträger für ernsthaftes Hören ungeeignet; für Sammler und Displayzwecke ideal.
Farbiges Vinyl
Colored / Coloured Vinyl
33⅓ oder 45 U/min · 7" / 12"
140–180 g
PVC mit Farbpigmenten versetzt. Klanglich in der Regel leicht hinter schwarzem Vinyl — Farbpigmente können das Rauschverhalten minimal beeinflussen. Primär als Sammlervariante und visuelles Statement. Besonders bei limitierten Erstausgaben sehr begehrt.
Test Pressing
Probeexemplar
33⅓ U/min · 12" (30 cm)
150–180 g
Aus den ersten Pressen des frischen Stampers gezogen — für Qualitätskontrolle durch Label und Künstler. Oft klanglich die reinste Pressung überhaupt: frischer Stamper, meist 100 % virgin vinyl. Erkennbar an weißem Label mit handgeschriebenen Notizen. Seltenes, hochpreisiges Sammlerobjekt.
UHQR / One-Step
Ultra High Quality Record
33⅓ oder 45 U/min · 12" (30 cm)
200–220 g
Das absolute Gipfelformat. Beim One-Step-Verfahren (z. B. MFSL UltraDisc One-Step) wird eine Pressungsgeneration übersprungen — direkt vom Lackschnitt zum Stamper. Kleinstmögliche Signaldegradation, maximaler Dynamikumfang, tiefster Rauschboden. Extreme Limitierung, sofort ausverkauft. Das Non-Plus-Ultra für Sammler und anspruchsvolle Hörer.
Hinweis zu Drehzahl & Kompatibilität: Alle gängigen Plattenspieler spielen 33⅓ und 45 U/min ab. 78-U/min-Schellackplatten benötigen einen speziellen Tonabnehmer. 7“-Singles mit großem Mittelloch (US-Format) benötigen einen Adapter. Die angegebenen Gewichte sind Richtwerte. — Haben Sie Fragen zu Formaten, Pflege oder unseren Services? Die Antworten finden Sie direkt darunter.
Häufige Fragen & Antworten

Warum klingt Vinyl anders als eine CD — und warum bevorzugen viele Hörer den Klang der Schallplatte?

Die Schallplatte ist ein vollständig analoges Medium: Die Musik ist als physische Rille im Vinyl gespeichert — eine direkte mechanische Abbildung des Schallwellenmusters, die der Tonabnehmer mit seiner Nadel mechanisch abtastet und in ein elektrisches Signal umwandelt. Kein Analog-Digital-Wandler, kein Quantisierungsrauschen, keine Samplingrate. Das Signal bleibt durchgehend im analogen Domäne. Dies führt zu einer Klangsignatur, die viele Hörer als wärmer, organischer und musikalisch direkter empfinden — auch wenn die CD messtechnisch überlegen ist. Das leise Rauschen, die natürlichen Verzerrungen des Tonabnehmers und die physische Interaktion von Nadel und Rille erzeugen zusammen eine Klangcharakteristik, die viele Hörer als „lebendig“ beschreiben. Hinzu kommt das Ritual: das Auflegen, das Reinigen, das Wenden — Vinyl ist ein bewusstes Hörerlebnis.

Was sind audiophile Pressungen — und was rechtfertigt die höheren Preise?

Audiophile Pressungen unterscheiden sich in drei Kernpunkten. Erstens das Mastering: Ein eigenständiges, vinyloptimiertes Mastering — oft direkt vom Original-Analogband — von erfahrenen Meistern wie Kevin Gray, Bernie Grundman oder Steve Hoffman. Zweitens das Material: 180g oder 200g virgin vinyl (jungfräuliches PVC ohne Recyclinganteil) ergibt messbares geringeres Eigenrauschen. Drittens die Pressqualität: Renommierte Presswerke wie Quality Record Pressings (QRP, USA), Pallas (Deutschland) oder RTI (USA) arbeiten mit engsten Toleranzen in kleinen Auflagen. Das Ergebnis ist eine Platte, die das Original-Masterband deutlich näher ans Ohr bringt — sauberer, dynamischer und räumlicher als eine günstige Handelspressung.

Was ist Half-Speed Mastering — und welchen Klangunterschied macht es?

Beim Half-Speed Mastering laufen Schneidemaschine und Masterband gleichzeitig mit halber Geschwindigkeit. Der entscheidende Vorteil: Der Schneidkopf hat doppelt so viel Zeit, dem hochfrequenten Audiosignal mechanisch zu folgen. Hochfrequente Signalanteile — Becken, Streicher, Atemgeräusche, Raumanteile — werden deutlich präziser in die Rille übertragen. Das Ergebnis ist eine Platte mit erweiterter Hochtonauflösung, weniger Verzerrung im oberen Frequenzbereich und einem tieferen Rauschboden. Bei der Wiedergabe läuft die Platte wieder mit normaler Geschwindigkeit — die Halbgeschwindigkeit betrifft ausschließlich den Schneidvorgang.

Warum sollte ich Schallplatten waschen — auch wenn sie neu und scheinbar sauber sind?

Jede Schallplatte — auch eine fabrikneue — trägt auf ihrer Oberfläche Rückstände: Trennmittel aus dem Pressvorgang sowie feinste Staubpartikel, die sich bereits beim Auspacken ablagern. Diese Partikel sammeln sich in der Rille und werden beim Abspielen von der Nadel tief in das Rillenprofil gedrückt — was zu erhöhtem Knistern und beschleunigtem Nadelverschleiß führt. Dazu kommt: Die statische Aufladung von Vinyl zieht aktiv Staub aus der Luft an. Eine gründliche Nassreinigung entfernt all diese Rückstände bis in den Rillengrund. Das Ergebnis ist ein deutlich ruhigeres Rillenbild, weniger Verzerrung und ein klanglich saubereres Signal. Gleichzeitig schützt die Reinigung die Nadel vor abrasiven Partikeln, die sonst das empfindliche Nadelspitzenprofil abtragen. Kurz: Platten waschen verlängert die Lebensdauer von Platte und Nadel und verbessert hörbar den Klang.

Wie waschen wir Ihre Platten bei Klangheimat — und was leistet die Clearaudio Double Matrix Professional Sonic?

Klangheimat bietet professionellen Plattenwaschservice mit der Clearaudio Double Matrix Professional Sonic — dem Referenzgerät unter den Schallplattenwaschmaschinen, gefertigt in Erlangen. Die Maschine reinigt beide Plattenseiten simultan in einem einzigen Waschgang. Der vollautomatische Ablauf umfasst: Auftrag der Reinigungsflüssigkeit per Pumpe auf beide Seiten, mehrfaches Reiben mit Mikrosamt-Wischern bei wechselnder Drehrichtung und abschließende Absaugung bis zur Trockene — alles in rund zwei Minuten. Das besondere Alleinstellungsmerkmal der Sonic-Variante ist die integrierte Ultraschall-Vibrationsoption: Die Reinigungselemente vibrieren dabei mit Niederfrequenz, was die Reinigungsflüssigkeit tiefer in das Rillenprofil treibt und selbst hartnäckige Pressungsrückstände löst, die mechanische Reinigung allein nicht erreicht. Drei automatische Programme — Eco, Automatic und Superclean — erlauben die Abstimmung auf den Zustand der Platte. Das Ergebnis: Platten in einem Zustand, den viele nicht einmal kannten, als sie neu waren.

Warum sollten Innerhüllen gewechselt werden — und welche Hüllen sind die richtige Wahl?

Die Papierhülle, mit der die meisten Schallplatten geliefert werden, ist einer der häufigsten und am wenigsten beachteten Feinde des Vinylklangs. Rohes Papier enthält Schleifpartikel, die beim Ein- und Herausziehen der Platte feinste Kratzer in die Rillenoberfläche schaben — sogenannte Haarlinien, die sich als charakteristisches Rauschen bemerkbar machen. Der Wechsel auf eine hochwertige antistatische Innenhülle aus HDPE (High Density Polyethylen) beendet diesen Kreislauf: Die glatte, weiche Innenfläche gleitet nahezu reibungsfrei über das Vinyl, gibt keine Partikel ab und baut keine statische Aufladung auf. Für eine bereits gewachsene Plattensammlung ist der Hüllenwechsel eine der günstigsten und wirkungsvollsten Maßnahmen überhaupt — und sollte idealerweise nach dem Waschen erfolgen, damit die frisch gereinigte Platte nicht sofort wieder in eine staubende Papierhülle zurückgelegt wird.

Was ist Plattenbügeln — und wann ist es sinnvoll?

Schallplatten verwellen durch unsachgemäße Lagerung, thermische Belastung oder Fehler beim Pressvorgang. Eine verwellte Platte ändert beim Abspielen ständig die präzise eingestellten Tonabnehmerparameter — Auflagekraft, VTA, Azimut, Antiskating — je nachdem, wo sich die Nadel auf der Platte befindet. Das Ergebnis: eine unruhige, verzerrungsanfällige Wiedergabe. Plattenbügeln erhitzt die Scheibe kontrolliert auf ca. 55–60 °C — weit unterhalb der Glasübergangstemperatur von PVC (79 °C) — und lässt sie unter gleichmäßigem Druck plan abkühlen. Die Rille bleibt dabei vollständig unverändert. Darüber hinaus entdeckte Dr. Ulrich Kathe, Entwickler des AFi Plattenbüglers, dass das kontrollierte Tempern auch die Molekularstruktur des Vinyls positiv beeinflusst: Beim Pressvorgang kühlt die Platte ungleichmäßig ab — der äußere Rand erstarrt schneller als die Mitte — was innere Spannungen hinterlässt. Das thermische Tempern baut diese Spannungen ab: mehr Räumlichkeit, klarere Instrumententrennung, entspannteres Klangbild — auch bei Platten, die gar nicht verwellt sind.

Wie bügeln wir Ihre Platten bei Klangheimat — und was leistet der AFi Plattenbügler?

Klangheimat bietet professionellen Plattenbügelservice mit dem AFi Plattenbügler von Audio Fidelity Improvement — dem weltweit ersten Gerät, das neben dem Glätten verwellter Platten auch gezielt das klangverbessernde Tempern von Vinylschallplatten beherrscht. Das Gerät arbeitet mit einer patentierten Heizfolien-Technologie, die eine äußerst gleichmäßige Temperaturverteilung auf beiden Plattenseiten mit einer Präzision von ±0,25 °C sicherstellt. Die Maximaltemperatur im Standardprogramm beträgt 59 °C — immer kontrolliert weit unter der Glasübergangstemperatur des PVC. Die Platte liegt dabei zwischen speziellen Flat-Mats, die gleichmäßigen Druck ohne harte Auflagepunkte sicherstellen. Das Ergebnis: verwellte Platten werden zuverlässig geglättet, alle Platten — auch nicht verwellte — profitieren vom Temperprozess durch hörbar natürlichere Wiedergabe. Wichtig: Platten sollten stets zuerst gewaschen werden, bevor sie gebügelt werden — damit keine Verschmutzungen durch den Wärmevorgang dauerhaft in die Rille eingebrannt werden.

Was ist der Unterschied zwischen 33⅓ und 45 U/min — und klingt 45 U/min wirklich besser?

Ja — und die Begründung ist rein physikalisch. Bei höherer Drehzahl bewegt sich eine bestimmte Stelle der Rille pro Zeiteinheit schneller unter der Nadel hindurch. Für dieselbe Menge Audioinformation steht mehr Rillenoberfläche zur Verfügung: Der Schnitt kann breiter und tiefer graviert werden, die Nadel folgt weniger abrupten Richtungswechseln, und die Verzerrung besonders im Hochtonbereich sinkt messbar. Gleichzeitig reduziert sich das Verhältnis von Rauschen zu Musiksignal. Der Klanggewinn gegenüber einer guten 33⅓-Pressung ist auf einer hochwertigen Anlage sofort hörbar: mehr Luftigkeit, mehr Tiefenstaffelung, präzisere Transienten.

Welche audiophilen Labels sind die erste Adresse für Vinylsammler?

Mobile Fidelity Sound Lab (MFSL) gilt als Pionier: Original-Masterbänder, Half-Speed Mastering und exklusive One-Step-Pressungen setzen Maßstäbe. Analogue Productions (Chad Kassem) produziert im eigenen Presswerk Quality Record Pressings (QRP) und gilt für Jazz und Blues als absolute Referenz. Music Matters Jazz ist die erste Wahl für Blue Note-Klassiker auf 45 U/min. Speakers Corner Records aus Deutschland bietet ein breites Klassik- und Jazz-Programm in hoher Qualität. Impex Records und Intervention Records komplett das Top-Segment. Für Klassik sind ECM Records und Stockfisch besonders empfehlenswert. Alle genannten Labels finden Sie bei Klangheimat — bei Fragen zu Verfügbarkeit und Empfehlungen helfen wir gerne persönlich weiter.

Klingt 180g oder 200g Vinyl wirklich besser — Ja oder Nein?

Die ehrliche Antwort: Jein — und der Teufel steckt im Detail. Schweres Vinyl ist nicht automatisch besser klingendes Vinyl. Es gibt jedoch konkrete Vorteile und ebenso klare Grenzen.

Vorteile von 180g / 200g:

Mehr Masse bedeutet mehr Eigenträgheit auf dem Plattenteller — die Platte koppelt mechanisch stabiler auf, externe Schwingungen (Trittschall, Motorvibrationen) werden besser bedämpft. Schwereres Vinyl ist auch formstabiler: Es verbiegt und wellt sich unter Wärme und Druck weniger leicht als dünnes Standardvinyl. Außerdem erlaubt mehr Material beim Pressvorgang eine tiefere, gleichmäßigere Rillengeometrie bei präziserer Druckverteilung. Wird die Platte aus hochwertigem virgin vinyl (jungfräulichem PVC ohne Recyclinganteil) gepresst — was bei 180g/200g-Pressungen häufiger der Fall ist — ist das Eigenrauschen des Materials nachweislich geringer. Auf einer hochwertigen Anlage macht sich das als schwarzerer Hintergrund und klareres, ruhigeres Klangbild bemerkbar.

Nachteile und Einschränkungen:

Das Gewicht allein sagt nichts über die Klangqualität aus. Eine schlecht gemasterte 180g-Pressung klingt schlechter als eine sorgfältig gemasterte 140g-Originalerssung aus den 1970er Jahren — garantiert. Der mit Abstand größte Einflussfaktor auf den Klang einer Schallplatte ist das Mastering, gefolgt vom Presswerk und dem verwendeten Vinyl-Compound. Ein weiterer kritischer Punkt: Dickes Vinyl verzeiht Unebenheiten im Pressvorgang weniger — und die Qualitätskontrolle bei Massenmarket-180g-Pressungen ist oft nicht besser als bei 140g-Ware. Das hat dazu geführt, dass viele preisgünstige „180g-Reissues" aus großen Fabriken trotz ihres Gewichts klanglich enttäuschen. Die klangliche Überlegenheit von 180g/200g entfaltet sich zuverlässig nur dann, wenn Mastering, Presswerk und Material gemeinsam auf höchstem Niveau sind — wie es bei Spezialisten wie Quality Record Pressings (QRP), Pallas oder RTI der Fall ist. Fazit: 180g/200g ist ein notwendiges, aber kein hinreichendes Merkmal audiophiler Qualität.

Wie sollte Vinyl richtig gelagert werden?

Die Grundregel ist absolut: Schallplatten stehen immer senkrecht, niemals liegend. Liegende Platten verbiegen sich unter dem Eigengewicht gestapelter Scheiben — ein Prozess, der je nach Temperatur und Belastung in Wochen beginnt. Die optimale Lagertemperatur liegt bei 15–20 °C, die Luftfeuchtigkeit bei 45–55 %. Direkte Sonneneinstrahlung und Wärmequellen (Heizkörper, Verstärker) sind der gefährlichste Feind — PVC beginnt zu erweichen und verformt sich dauerhaft ab ca. 40 °C. Die Platte gehört stets in die Innenhülle, bevor sie in das Cover geschoben wird — niemals direkt im Cover ohne Innenhülle lagern. Äußere Schutzfolien (Polyethylen oder PP) schützen das Cover und reduzieren statische Aufladung. Und nach dem Abspielen: Platte sofort zurück in die Hülle — jede Minute offen auf dem Plattenteller ist eine Minute, in der Staub aus der Luft auf die Rille fällt.

Klangheimat Zirkel – Jetzt beitreten
Klangheimat Zirkel

Mitglied werden. Mit jedem Einkauf profitieren.

  • 5 € Willkommensrabatt auf Ihre erste Bestellung nach Anmeldung
  • Bonuspunkte sammeln mit Kundenkonto und gegen freigegebene Artikel aus unserem Sortiment einlösen
  • Treuerabatt für regelmäßige Einkäufe
  • Exklusive Aktionen, Angebote & Neuigkeiten aus der Klangheimat
Jetzt beitreten

Kostenlos & jederzeit kündbar

Lieferung
Unsere Standardlieferung ist kostenfrei ab:

  • Deutschland 90,- €
  • Österreich 200,- €
  • Schweiz 300,- €

Rücksendung

  • Eine Rücksendung aus Deutschland kostet 5,90 €

Bitte melden Sie ihre Rücksendung bei uns an, anschließen erhalten Sie einen Retoure-Schein per Mail. Damit geht die Rücksendung immer an die richtige Adresse.

Die entsprechenden Lieferzeiten können Sie anhand der Lieferstatusanzeige am Artikel entnehmen. Hier geht es zur detailierten Lieferstatus Anzeige.

Kontaktinformation gem. Art. 19 EU GPSR

Postanschrift

Ortofon AS

Stavangervej 9
DK-4900 Nakskov
Dänemark


Elektronische Adresse

E-Mail: Support@ortofon.dk
Website: https://ortofon.com/

Plattenspieler-Zubehör · Testschallplatte

Ein Plattenspieler-Setup lässt sich hören — aber nicht immer mit Sicherheit beurteilen. Ob die Auflagekraft wirklich stimmt, das Antiskating korrekt wirkt, beide Kanäle sauber getrennt und richtig gepolt ankommen und der Frequenzgang des Systems keine versteckten Schwächen hat: Das alles lässt sich nur mit den richtigen Werkzeugen prüfen. Das Ortofon Stereo Test Record ist genau dieses Werkzeug — eine neue 180-g-Feinpressung von einem der ältesten und angesehensten Tonabnehmer-Hersteller der Welt, konzipiert für den Einsatz im heimischen Hörraum mit der eigenen Anlage.

Ortofon, gegründet 1918 in Kopenhagen und damit einer der ältesten Hersteller von Tonabnehmer-Technologie überhaupt, hat die Testsignale auf dieser Schallplatte selbst entwickelt — aus einem tiefen Verständnis dafür, was ein Tonabnehmer, ein Tonarm und ein Plattenspieler zusammen leisten müssen und wie ihre Interaktion klanglich sichtbar gemacht werden kann. Das Ergebnis ist eine kompakt aufgebaute, aber inhaltlich vollständige Testschallplatte mit 15 Spuren pro Seite, die vier klar unterscheidbare Prüfbereiche abdeckt.

15 Spuren pro Seite
Frequenzgang · Kanaltest · Abtastvermögen · Rechteckwelle — vier Prüfbereiche auf einer Platte
800 Hz – 50 kHz
Frequenz-Sweep weit über den Hörbereich hinaus — deckt auch Ultraschall-Resonanzen auf
180-g-Feinpressung
Neue Pressung von Ortofon — hochwertig gepresst für präzise, rauschearme Testsignale
Spuren 1–4 · Frequenzgang-Analyse

Die ersten vier Spuren enthalten je einen logarithmischen Frequenz-Sweep von 800 Hz bis 50 kHz — Spur 1 und 3 für den linken Kanal, Spur 2 und 4 für den rechten. Die Aufnahme verwendet einen Linearschnitt ohne RIAA-Korrektur mit konstanter Geschwindigkeitsamplitude: Das bedeutet, die Platte selbst trägt das Signal linear aufgezeichnet, während die Entzerrung komplett durch die RIAA-Stufe der eigenen Anlage übernommen wird — genau so, wie jede Musikschallplatte abgespielt wird. Der Toleranzbereich liegt dabei bei ±1,5 dB im Bereich 800–20.000 Hz.

Mit dem Frequenzgang-Sweep lassen sich mehrere Einflussgrößen aufspüren. Kabelkapazitäten im Tonarmleitungssystem können einen frühen Hochtonabfall verursachen. Falsche Auflagekraft verändert die Resonanzcharakteristik des Tonabnehmers und damit seinen Frequenzgang. Verschleiß an Nadel oder Lagern zeichnet sich oft als Frequenzgang-Asymmetrie ab. Selbst Antiskating-Fehler können zu kanalabhängigen Abweichungen führen. Wer den Sweep sauber und gleichmäßig über beide Kanäle durch die Anlage laufen hört, hat ein gut eingestelltes System bestätigt.

Spuren 5–8 · Referenzton & Kanalcheck

Die Spuren 5 bis 8 liefern einen 1000-Hz-Referenzton bei 5 cm/s rms, abwechselnd für linken und rechten Kanal. Dieser Standardton ist der Ausgangspunkt für mehrere wichtige Überprüfungen: Ob der linke Kanal wirklich links am Lautsprecher ankommt und der rechte rechts; ob die Lautsprecher phasenrichtig angeschlossen sind; ob die Kanalbalance stimmt; und ob der Plattenspieler exakt die richtige Drehzahl einhält — ein Frequenzmessgerät oder eine Stimmgabel-App genügt als Referenz.

Spuren 9–14 · Abtastvermögen

Sechs Spuren mit einem 315-Hz-Signal bei steigenden lateralen Ausschlägen von 50, 60, 70, 80, 90 und 100 Mikrometern: Das ist der härteste Teil der Testschallplatte — und der aufschlussreichste. Jeder Tonabnehmer hat im Datenblatt einen Abtastwert (Tracking Ability), der in Mikrometern angegeben ist. Auf diesen Wert sollte der Tonabnehmer die entsprechende Spur verzerrungsfrei verfolgen können. Tritt Verzerrung auf, ist das als Abrücken vom reinen Ton oder als Flattern und Springen hörbar.

Besonders diagnostisch wertvoll ist der Kanalvergleich: Wenn einer der Kanäle früher verzerrt als der andere, ist das ein klares Indiz für ein fehlerhaftes Antiskating. Die Skating-Kraft zieht den Tonarm einwärts und belastet dadurch eine Seite der Rille stärker — korrektes Antiskating hält diese Kraft im Gleichgewicht. Wenn beide Kanäle gleichzeitig versagen, sollte das Auflagegewicht schrittweise erhöht werden, bis keine weitere Verbesserung erzielt werden kann. Achtung: Die 90- und 100-µm-Spuren sind extreme Belastungstests — die meisten Tonabnehmer im Normalbetrieb spielen bei 1,5–2,5 g nicht bis 100 µm.

Spur 15 · Rechteckwelle für Oszilloskop

Die letzte Spur enthält eine Rechteckwelle mit 2,7 ms Periodendauer und einem Tastverhältnis von 3:7 — ein Profi-Werkzeug für alle, die ein Oszilloskop zur Hand haben. Ein korrekt angeschlossener, phasenrichtiger und richtig justierter Tonabnehmer gibt die Rechteckwelle so wieder, dass beide Kanäle auf dem Bildschirm exakt übereinanderliegen. Abweichungen zeigen Verdrahtungsfehler, Phasendreher oder Azimuth-Probleme in der Headshell-Montage. Ohne Oszilloskop kann diese Spur übersprungen werden — die anderen 14 liefern bereits ein vollständiges Bild des Setup-Zustands.

Technische Daten
Hersteller Ortofon (Kopenhagen, Dänemark, gegr. 1918)
Format LP Stereo, 33 1/3 rpm, 180 g Vinyl
Spuren pro Seite 15 (beide Seiten identisch)
Spuren 1–4 Frequenz-Sweep L/R, 800 Hz – 50 kHz, logarithmisch, 28 Sek., Linearschnitt ohne RIAA (800–20.000 Hz ±1,5 dB)
Spuren 5–8 Referenzton 1000 Hz / 5 cm/s rms, L/R abwechselnd
Spuren 9–14 Abtasttest lateral, 315 Hz, 50 / 60 / 70 / 80 / 90 / 100 µm Peak
Spur 15 Rechteckwelle, 2,7 ms, Tastverhältnis 3:7
Wiedergabe Über eingebaute RIAA-Entzerrung der eigenen Anlage · moderater Lautstärkepegel empfohlen
Prüfparameter Frequenzgang · Kanalzuordnung · Phasenlage · Kanalbalance · Drehzahl · Abtastvermögen · Antiskating · Auflagekraft
Zielgruppe Vinyl-Einsteiger zum Erstsetup · erfahrene Hörer zur Systemoptimierung · Händler und Techniker zur Einmessung

Geben Sie die erste Bewertung für dieses Produkt ab. Der Text muss mindestens aus 40 Buchstaben bestehen.

Kunden kauften auch folgende Produkte

-17%
AT607a - Audio Technica Nadelreiniger
Audio Technica
AT607a - Audio Technica Nadelreiniger
UVP €15,90
€13,20 / Flasche
(2)
Sie sparen €2,70
-1%
LP AUßENHÜLLEN PE - Analogis - 100 Stück
Analogis
LP AUßENHÜLLEN PE - Analogis - 100 Stück
UVP €29,95
€29,90 / Paket
(6)
Sie sparen €0,05
Vinyl Check - TACET Test LP
Tacet
Vinyl Check - TACET Test LP
ab €36,75 / Schallplatte
(2)
-17%
JUST 1 Analogis - Tonabnehmer Einmesschablone JUST 1 Analogis - Tonabnehmer Einmesschablone
Analogis
JUST 1 Analogis - Tonabnehmer Einmesschablone
UVP €12,00
€10,00 / Stück
Sie sparen €2,00
-11%
ORTOFON - Libellen Wasserwaage
ORTOFON
ORTOFON - Libellen Wasserwaage
UVP €9,90
€8,90 / Stück
(1)
Sie sparen €1,00
-8%
MEASURE IT E - elektr. Tonarmgewichtswaage - Project MEASURE IT E - elektr. Tonarmgewichtswaage - Project
-23%
TW-2 - Elektronische Tonarmwaage - Dynavox TW-2 - Elektronische Tonarmwaage - Dynavox
Dynavox
TW-2 - Elektronische Tonarmwaage - Dynavox
UVP €21,90
€16,90 / Stück
Sie sparen €5,00

Wir empfehlen auch

-11%
ORTOFON - Libellen Wasserwaage
ORTOFON
ORTOFON - Libellen Wasserwaage
UVP €9,90
€8,90 / Stück
(1)
Sie sparen €1,00
-10%
ORTOFON - Tonarmgewichts-Waage - Balkenwaage ORTOFON - Tonarmgewichts-Waage - Balkenwaage
ORTOFON
ORTOFON - Tonarmgewichts-Waage - Balkenwaage
UVP €9,90
€9,00 / Stück
Sie sparen €0,90
-19%
ORTOFON DS-3 - Elektr. Tonarmwaage Ortofon ORTOFON DS-3 - Elektr. Tonarmwaage Ortofon
ORTOFON
ORTOFON DS-3 - Elektr. Tonarmwaage Ortofon
UVP €159,00
€129,00 / Stück
(1)
Sie sparen €30,00
-19%
Ortofon Record Brush - Vinyl Bürste - Ortofon Ortofon Record Brush - Vinyl Bürste - Ortofon
ORTOFON
Ortofon Record Brush - Vinyl Bürste - Ortofon
UVP €29,90
€24,50 / Stück
Sie sparen €5,40