Art-Nr.z-oya-hs-cf
GTIN4562112760815
MarkeOyaide
Gewicht0,40 kg

HS-CF CARBON HEADSHELL - OYAIDE

Oyaide
Lieferung Mi. 05. Aug. - Fr. 07. Aug. 2026 **

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  • Schale aus 4 mm starkem CFRP mit 17 Karbonlagen, fugenlos in einem Stück geformt — das Original, das seither vielfach kopiert wurde
  • Vier HSR-AG Headshellkabel aus 5N-Reinsilber bereits ab Werk montiert — ein eigenständiges Oyaide-Produkt im Lieferumfang
  • Unidirektionaler Lagenaufbau mit abweichender Mittellage bringt Vibrationen schnell zum Erliegen, ohne das Abtastverhalten zu verändern
  • 12 Gramm Gewicht — die neutrale Mitte für die meisten MM- und MC-Systeme an SME-Bajonett-Tonarmen
  • Aluminium-Coupling mit eingepresster Harzisolation und vergoldeten Messingkontakten für dauerhaft sichere Signalübergabe
  • Vollständig in Japan gefertigt — Kernfaser Toray T700, sichtbares Deckgewebe T300 1K, jede Schale einzeln CNC-gefräst
Produktart
Headshell
Modell
HS-CF

Was ist eine Headshell und welche Aufgabe erfüllt sie am Plattenspieler?

Die Headshell ist das Verbindungsglied zwischen Tonarm und Tonabnehmer. Sie wird am Ende des Tonarmrohrs eingesteckt oder verschraubt und nimmt den Tonabnehmer (die Nadel-Pickup-Einheit) auf. Über sie werden die vier filigranen Signaldrähte des Tonabnehmers an die interne Verkabelung des Tonarms angeschlossen. Die Headshell ist dabei weit mehr als ein reiner Halter: Ihre Masse, ihr Material und ihre Resonanzeigenschaften beeinflussen direkt das dynamische Verhalten des Abtastsystems — und damit den Klang, den Sie am Ende aus der Rille holen.

Welches Befestigungssystem passt zu meinem Plattenspieler — und wie erkenne ich es?

Der mit Abstand verbreitetste Standard ist das sogenannte SME-Bajonett (auch „Universal-Headshell-Anschluss" genannt): eine ovale Aufnahme mit Drehverriegelung, die an den meisten japanischen und europäischen Plattenspieler-Tonarmen zu finden ist — u. a. bei Technics, Audio-Technica, Ortofon, Jelco und vielen anderen. Daneben existieren herstellerspezifische Verbindungen, etwa das Linn-System oder fixe Tonarme ohne Wechselmöglichkeit. Bevor Sie eine Headshell kaufen, prüfen Sie daher das Handbuch Ihres Plattenspielers oder fragen Sie im Fachhandel nach — eine falsch gewählte Verbindung lässt sich nicht ohne Weiteres anpassen.

Welchen klanglichen Unterschied macht das Material der Headshell — Aluminium, Magnesium oder Carbon?

Das Material bestimmt maßgeblich, wie die Headshell auf Resonanzen reagiert, die vom Tonabnehmer und der Schallplatte selbst erzeugt werden. Aluminium ist der Klassiker: preisgünstig, gut dämpfend, gutmütig im Zusammenspiel mit den meisten Tonabnehmern. Magnesium ist leichter und steifer zugleich — eine hohe spezifische Steifigkeit, die unerwünschte Eigenresonanzen in unkritische Frequenzbereiche verschiebt und für ein präziseres, detaillierteres Klangbild sorgt. Carbon bzw. Kohlefaser bietet das günstigste Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht, wirkt intern schwingungsdämpfend und wird besonders in High-End-Systemen geschätzt. Als Faustregel gilt: Je höherwertiger der Tonabnehmer, desto mehr lohnt sich die Investition in eine Headshell aus Magnesium oder Carbon — denn erst dann kann der Tonabnehmer sein volles Potenzial entfalten.

Wie wichtig ist das Gewicht der Headshell, und wie beeinflusst es die Einstellung des Tonarms?

Das Gewicht der Headshell ist ein zentraler Parameter bei der Systemabstimmung. Zusammen mit der Compliance (Nachgiebigkeit) des Tonabnehmers bestimmt die effektive Masse des Tonarms — zu der die Headshell maßgeblich beiträgt — die Resonanzfrequenz des Gesamtsystems. Optimal liegt diese zwischen 8 und 12 Hz: zu niedrig und der Tonarm neigt zu Rumpelresonanzen aus dem Antrieb, zu hoch und das System kämpft mit Plattenverbiegungen und Rumpelgeräuschen. Headshells werden daher in unterschiedlichen Gewichtsklassen angeboten, häufig zwischen 7 und 15 Gramm. Viele Hersteller geben zu ihrer Headshell Zusatzgewichte bei, mit denen sich die effektive Masse feinjustieren lässt — ein wichtiges Werkzeug, wenn Tonabnehmer mit sehr hoher oder sehr niedriger Compliance betrieben werden sollen.

Kann ich jeden Tonabnehmer an jede Headshell montieren?

Im Großen und Ganzen ja — sofern der Tonabnehmer das gängige Halbzoll-Lochabstand-Format (½"-Norm) verwendet, das praktisch alle gängigen MM- und MC-Systeme erfüllen. Die Schraubenbohrungen der Headshell sind auf diesen Standard ausgelegt. Was variiert, ist der Spielraum für die Längsverstellung des Tonabnehmers: Achten Sie darauf, dass Ihre Headshell genug Justagebereich bietet, um den korrekten Überhang gemäß Ihrer Tonarmlänge und dem gewünschten Verzerrungsminimierungsschema (Baerwald, Stevenson, Löfgren) einzustellen. Einige Hersteller bieten Headshells mit Langlöchern statt fester Bohrungen an — diese erlauben deutlich mehr Flexibilität bei der Grundjustage und vereinfachen die Montage erheblich.

Wie montiere ich einen Tonabnehmer korrekt an der Headshell — worauf muss ich achten?

Die Montage erfordert Sorgfalt, aber kein Spezialwerkzeug: Zunächst werden die vier farbcodierten Klemmen (Headshell-Leads) auf die Pins des Tonabnehmers gesteckt — rot rechts (+), grün rechts (−), weiß links (+), blau links (−). Dann wird der Tonabnehmer mit den beiliegenden Miniaturschrauben und Muttern an der Headshell befestigt, wobei der Überhang und der Azimutalwinkel noch nicht endgültig fixiert werden sollten. Nach dem Einsetzen in den Tonarm folgt die Einstellung des Überhangs mit einer Schablone, der Kontrolle des Azimuths (Tonabnehmer senkrecht zur Schallplatte), der Kröpfungswinkel-Überprüfung und schließlich die Einstellung der Auflagekraft sowie der Anti-Skating-Kompensation. Erst wenn alle Parameter stimmen, sollten die Befestigungsschrauben endgültig festgezogen werden — aber nur handfest, um das Gehäuse des Tonabnehmers nicht zu beschädigen.

Lohnt sich eine hochwertige Headshell auch bei einem Mittelklasse-Tonabnehmer?

Ja — und das ist einer der am häufigsten unterschätzten Upgrades in der Analogkette. Eine hochwertige Headshell aus Magnesium oder Carbon reduziert parasitäre Resonanzen, die sonst Detailauflösung und Bühnendarstellung trüben. Selbst ein Tonabnehmer der mittleren Preisklasse kann mit einer resonanzarmen, sauber gefertigten Headshell merklich mehr leisten als mit einer schweren Billig-Aluschale. Umgekehrt ist ein teurer MC-Tonabnehmer in einer ungeeigneten Headshell dauerhaft unter seinen Möglichkeiten. Die Headshell ist kein Beiwerk, sondern ein vollwertiges Glied der Signalkette — und verhältnismäßig günstig im Vergleich zu den klanglichen Gewinnen, die sie ermöglicht.

Passt die Oyaide HS-CF an meinen Tonarm?

Die HS-CF passt an alle Tonarme mit SME-Bajonett — also an praktisch jeden Dreh-Tonarm mit abnehmbarer Headshell, wie er bei Technics, Denon, Jelco, Audio-Technica, Thorens, Reloop, Pro-Ject und vielen weiteren Herstellern verbaut ist. Der Anschluss wurde vom britischen Tonarmspezialisten SME entwickelt und ist seit Jahrzehnten weltweiter Quasi-Standard. Tonarme mit fest verbautem Headshell-Ende (etwa viele Rega- und Clearaudio-Arme) lassen sich nicht nachrüsten.

Sind 12 Gramm für meinen Tonabnehmer die richtige Masse?

Zwolf Gramm liegen im mittleren Feld der Universal-Headshells und passen zu einem breiten Spektrum an MM- und MC-Systemen. Entscheidend ist die Resonanzfrequenz aus effektiver Tonarmmasse — die Headshell zählt immer mit — und der Nadelnachgiebigkeit des Systems. Sie sollte zwischen etwa 8 und 12 Hz liegen. Faustregel: Hochcompliante Systeme wollen wenig Masse, niedrigcompliante viel. Wer aus einer schweren Druckguss-Headshell umsteigt, hebt die Resonanz an; wer von einer sehr leichten Aluschale kommt, senkt sie.

Was bringt Karbon gegenüber Aluminium konkret?

Aluminium ist leicht und steif, besitzt aber eine ausgeprägte Eigenresonanz — es „klingelt“ und gibt diese Energie an den Nadelträger zurück. Kohlenstofffaserverbund vereint hohe Steifigkeit mit deutlich höherer innerer Dämpfung: Schwingungsenergie wird in der Epoxid-Matrix in Wärme umgesetzt statt reflektiert. In der HS-CF verstärkt Oyaide diesen Effekt zusätzlich durch den bewusst asymmetrischen Lagenaufbau — alle Lagen bis auf eine mittlere sind unidirektional ausgerichtet, was das saubere Ausbilden von Biegeschwingungen unterbindet.

Sind die Headshellkabel wirklich im Lieferumfang?

Ja — und zwar nicht als Beipack, sondern in Form des Oyaide HSR-AG, das auch einzeln verkauft wird. Vier Kabel aus 5N-Reinsilber, sieben Einzeldrähte zu 0,2 mm² verseilt, doppelt seidenumsponnen, mit rhodinierten Phosphorbronze-Hülsen. Sie sind ab Werk bereits montiert. Damit entfällt das sonst übliche separate Kabel-Upgrade komplett.

Kann ich Auflagekraft und Justage nach dem Wechsel beibehalten?

Nein — nach jedem Headshell-Wechsel müssen Auflagekraft und Antiskating neu eingestellt werden, da sich die Gesamtmasse am vorderen Tonarmende ändert. Überhang und Kröpfungswinkel sind ebenfalls neu einzurichten, sobald der Tonabnehmer umgesetzt wird. Der Komfortvorteil zeigt sich danach: Ist ein System einmal auf einer eigenen HS-CF justiert, lässt es sich in Sekunden gegen ein anderes tauschen, ohne die Justage anzurühren.

Bietet die HS-CF eine Azimut-Verstellung?

Nein. Die HS-CF ist bewusst als starres, fugenloses Bauteil ausgelegt — jedes bewegliche Gelenk wäre eine zusätzliche Schwingungsgrenzfläche und würde dem Konstruktionsziel widersprechen. Der Azimut wird stattdessen, sofern der Tonarm es zulässt, am Tonarmrohr selbst korrigiert. Die Langlöcher der Schale erlauben die Längsverschiebung für Überhang und Kröpfung.

Altert das Karbonmaterial über die Jahre?

Im akustisch relevanten Sinne nicht. Als Matrix dient ein hochzäher Epoxidharz-Typ, dessen Festigkeitseigenschaften nach Herstellerangabe praktisch unverändert bleiben. Anders als Gummi- oder Elastomerelemente, die verhärten oder ausgasen können, behält der Faserverbund seine Dämpfungscharakteristik dauerhaft. Die Oberfläche sollte lediglich vor Lösungsmitteln und aggressiven Reinigern geschützt werden.

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Postanschrift

Oyaide Elec. Co., Ltd.

1-9-6 Yushima
113-0034 Tokyo
Japan


Elektronische Adresse

E-Mail: hayato@oyaide.com
Website: http://www.oyaide.com/


Verantwortliche Person gem. Art. 19 EU GPSR


Postanschrift

FISCH Audiotechnik
Joachim Fisch
Bergstrasse 92
D-12169 Berlin


Elektronische Adresse

E-Mail: info@fisch-audiotechnik.de
Website: www.fisch-audiotechnik.de

Plattenspieler-Zubehör · Headshells

Headshells gibt es viele. Aber nur eine Handvoll Hersteller hat sich je an Karbon herangewagt — an jenes ultraleichte, extrem resonanzarme Hochleistungsmaterial, das in der Verarbeitung so unnachgiebig ist wie es im Betrieb überzeugend wirkt. Die Oyaide HS-CF ist der Maßstab dieser Gattung: 2007 eigens für Analogliebhaber entwickelt, seither unzählige Male kopiert — in ihrer Präzision jedoch nie erreicht.

Das Schalenteil besteht aus 4 mm starkem CFRP (Carbon Fiber Reinforced Plastics) aus 17 einzeln verbackenen Prepreg-Lagen, in einem einzigen Formvorgang gewinkelt gepresst — Single Molding, ohne jede Klebefuge. Genau darin liegt der Unterschied: Verklebte Mehrteiler stören das Schwingungsmoment an jeder Materialgrenze. Die HS-CF ist ein monolithisches Bauteil, das Vibrationen aufnimmt und in Wärme abführt, statt sie an den Tonabnehmer zurückzugeben. Beigelegt und bereits montiert sind vier HSR-AG Headshellkabel aus 5N-Reinsilber — allein sie sind im Einzelhandel ein ernstzunehmender Posten.

17-Lagen Single Molding
Fugenlos in einem Stück geformt — keine Klebestellen, kein gestörtes Schwingungsmoment
Toray T700 Kern
Hochfestes Carbon aus der Luftfahrt — Deckgewebe aus feinem T300 1K-Tuch
HSR-AG inklusive
Vier Headshellkabel aus 5N-Reinsilber, doppelt seidenumsponnen, ab Werk montiert
Material & Konstruktion

Was muss eine Headshell leisten? Sie muss leicht sein, gleichzeitig hochsteif und zäh — und Vibrationen schnell zum Erliegen bringen. Diese drei Forderungen widersprechen sich in nahezu jedem klassischen Werkstoff: Aluminium ist leicht, aber klingelt; Messing bedämpft, ist aber schwer; Kunststoff ist leicht und tot, aber viel zu weich. Kohlenstofffaserverbund löst diesen Zielkonflikt — vorausgesetzt, der Lagenaufbau stimmt.

Genau hier wird die HS-CF interessant. Oyaide legt sämtliche Faserlagen bis auf eine mittlere Lage unidirektional, also in eine gemeinsame Richtung, aus. Diese bewusst asymmetrische Anordnung maximiert die innere Dämpfung: Die eine quer liegende Lage bricht die Symmetrie des Laminats und verhindert, dass sich Biegeschwingungen sauber ausbilden und aufschaukeln können. Als Matrix dient ein hochzäher Epoxidharz-Typ, dessen Festigkeitseigenschaften sich praktisch nicht über die Zeit verändern — eine HS-CF altert nicht im akustisch relevanten Sinne.

Auch die Faserqualität ist kein Zufallsprodukt. Als Kernmaterial dient Torays hochfeste Faser T700 — dieselbe Werkstoffklasse, die im modernen Verkehrsflugzeugbau zum Einsatz kommt. Für die sichtbaren Deckschichten verwendet Oyaide das feinere T300 1K-Gewebe, dessen silbrig schimmerndes Köpermuster der HS-CF ihre unverwechselbare, zurückhaltend-elegante Anmutung gibt. Nach dem Pressvorgang wird jede Schale einzeln CNC-gefräst und auf Endmaß gebracht. Der mattsilberne Fingerlift setzt den einzigen bewussten Kontrapunkt zur schwarzen Karbonstruktur.

Der Anschlussteil — das SME-Bajonett — ist als Aluminium-Coupling ausgeführt, in das ein glasfaserverstärktes Kunstharz eingepresst ist. Diese Materialpaarung ist doppelt sinnvoll: Das Aluminium sorgt für maßhaltige, spielfreie Verriegelung am Tonarmrohr, das Harz isoliert die vier Kontaktstifte elektrisch sauber voneinander. Die Stifte selbst bestehen aus vergoldetem Messing — Messing wegen der mechanischen Stabilität des Kontaktdrucks, Gold gegen Anlaufen und Übergangswiderstände, die sich gerade bei MC-Signalpegeln im Mikrovolt-Bereich hörbar auswirken.

Die HSR-AG Silberkabel

Die vier mitgelieferten Headshellkabel sind kein Beipack, sondern ein eigenständiges Oyaide-Produkt: das HSR-AG. Sein Leiter besteht aus 5N-Reinsilber (99,999 %), hergestellt im Stranggussverfahren im Hochfrequenz-Elektroofen, anschließend in 19 Kaltwalzstufen verdichtet, zweifach geglüht und durch eine Diamantmatrize gezogen. Das Ziel dieses Aufwands: ein Kristallgefüge ohne Lunker an den Korngrenzen — dort, wo bei billig gezogenem Draht die Signalübertragung mikroskopisch stockt.

Sieben Einzeldrähte à 0,2 mm werden zu einem Leiterquerschnitt von 0,2 mm² verseilt. Das ist für die winzigen Signalspannungen eines Tonabnehmers großzügig dimensioniert und drückt den Leiterwiderstand auf ein Minimum — ein Punkt, den man gerade bei niederohmigen MC-Systemen nicht unterschätzen sollte. Die Isolation besteht aus doppelter Seidenumspinnung, einem Klassiker der Kabelkunst: Seide hat eine sehr geringe Dielektrizitätskonstante, bringt kaum Masse ein und bleibt dauerhaft flexibel, sodass die Kabel den Tonabnehmer nicht mechanisch verspannen. Die Anschlusshülsen sind aus rhodiniertem Phosphorbronze gefertigt — federhart, damit sie auch nach vielen Systemwechseln sicher klemmen.

Kompatibilität & Abstimmung

Die HS-CF passt an alle Tonarme mit SME-Bajonett — jenem von SME entwickelten Wechselanschluss, der sich seit Jahrzehnten als weltweiter Quasi-Standard etabliert hat. Tonabnehmer werden im üblichen Halbzoll-Raster (12,7 mm) montiert; die Langlöcher erlauben die Verschiebung in Längsrichtung zur Einstellung von Überhang und Kröpfungswinkel.

Mit 12 Gramm liegt die HS-CF im mittleren Feld der Universal-Headshells und ist damit bewusst neutral positioniert. Entscheidend ist der Zusammenhang: Die effektive Tonarmmasse wird stets inklusive Headshell angegeben, jedes Gramm mehr oder weniger verschiebt also die Tonarm-Tonabnehmer-Resonanz. Diese sollte im Fenster von etwa 8 bis 12 Hz liegen — hoch genug, um nicht von Plattenwelligkeiten (typischerweise unter 8 Hz) angeregt zu werden, tief genug, um außerhalb des Hörbereichs zu bleiben. Mehr Masse senkt die Resonanzfrequenz, weniger Masse hebt sie an.

Praktisch heißt das: Die HS-CF harmoniert hervorragend mit mittel- bis niedrigcompliant abgestimmten MM- und MC-Systemen und ist die naheliegende Wahl, wenn eine schwere Serien-Headshell aus Aluguss oder Zinkdruckguss die Resonanz zu weit nach unten gezogen hat. Wer ein ausgesprochen hochcompliantes System fährt, sollte die Resonanzfrequenz vorab rechnerisch prüfen. Und wer bereits mehrere Systeme besitzt, wird den eigentlichen Komfortgewinn schnell schätzen: System einmal justieren, Headshell wechseln, fertig — ohne jedes Mal Überhang, Azimut und Auflagekraft neu einzurichten.

Der Hersteller Oyaide

Oyaide Electric begann 1952 als kleines Ladengeschäft im Tokioter Elektronikviertel Akihabara, zunächst spezialisiert auf Magnetdrähte, später auf Industrie-, Geräte- und Koaxialkabel. Firmengründer Kazuji Oyaide entwickelte mit der OCB-1 die erste audiophile Netzleiste Japans; das Lautsprecherkabel OR-800 mit Star-Quad-Aufbau folgte. Aus dem Kabelspezialisten wurde über Jahrzehnte eine der respektiertesten Manufakturen für Steckverbinder und Analogzubehör — sämtliche Produkte entstehen bis heute ausschließlich in Japan.

Dieses Selbstverständnis erklärt die HS-CF besser als jedes Datenblatt: Ein Bauteil, das äußerlich reduziert wirkt, aber in jedem Detail — Faserausrichtung, Legierung, Isolationsmaterial, Kontaktbeschichtung — durchdacht ist. Oyaide formuliert es selbst so, dass gerade das Schlichte handwerklich vollendet sein muss. Wer eine Headshell sucht, die nicht durch Auffälligkeit, sondern durch Abwesenheit von Eigenklang überzeugt, ist hier an der richtigen Adresse.

Technische Daten
Hersteller Oyaide Electric, Tokio (Japan)
Modell HS-CF
Typ Universal-Headshell mit SME-Bajonett
Material Schale CFRP, 17-lagiges Karbon (Single Molding)
Materialstärke 4,0 mm
Kernfaser Toray T700 (hochfest)
Deckschichten Toray T300 1K-Gewebe, silbrig schimmernd
Lagenaufbau Unidirektional, eine abweichend orientierte Mittellage
Matrix Hochzähes Epoxidharz
Fertigung In einem Stück formgepresst, anschließend CNC-gefräst
Anschluss / Coupling Aluminium mit eingepresster Kunstharz-Isolation
Kontaktstifte Messing, vergoldet
Tonabnehmer-Montage Halbzoll-Standard (12,7 mm), Langlöcher
Abmessungen (L × B × H) 56 × 20 × 15,9 mm
Gewicht 12,0 g
Headshellkabel Oyaide HSR-AG, ab Werk montiert
Leitermaterial Kabel 5N-Reinsilber (99,999 %), 7 × 0,2 mm = 0,2 mm²
Isolation Kabel Doppelte Seidenumspinnung
Anschlusshülsen Kabel Phosphorbronze, rhodiniert
Lieferumfang Headshell HS-CF, 4 × HSR-AG Headshellkabel (montiert), Montageschrauben (2 × M2,6/7 mm, 2 × M2,6/12 mm) und 2 Muttern
Markteinführung 2007
Herstellungsland Made in Japan

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