Ab einer gewissen Sammlungsgröße stellt sich die Frage nicht mehr, ob man eine Plattenwaschmaschine mit Vakuumabsaugung braucht — sondern nur noch welche. Eine Knosti ist schnell ausgereizt, wenn die Stapel größer werden und Flohmarktfunde dazukommen. Eine Vakuummaschine saugt die gelösten Verschmutzungen und die Reinigungsflüssigkeit zusammen mit dem Schmutz direkt von der Platte ab — ohne Wartezeiten, ohne Lufttrocknung, ohne Rückstände. Die Watson's RCM liefert genau dieses Ergebnis zum unteren Ende der Vakuumklasse. Und sie liefert es, wie unabhängige Tester übereinstimmend festhalten, mit einer Materialität und Verarbeitungsqualität, die man in diesem Preissegment nicht erwartet.
likehifi.de fasst das Fazit prägnant zusammen: In Sachen Reinigungsleistung top, die Absaugung funktioniert bestens, die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel — in diesem Preisbereich ist Watson's definitiv die Plattenwaschmaschine der Wahl. Ein Knosti kostet ein Zehntel und ist deutlich leiser, doch die Watson's ist zehnmal schneller und hundertmal stabiler.
Leichtmetallkorpus
Massives Aluminiumgehäuse — keine Feuchtigkeitsschäden, kein Quellen, für Jahrzehnte gebaut
600 W Vakuumpumpe
Stufenlos regelbar — Platte in wenigen Umdrehungen trocken, Saugarm arbeitet selbsttätig
Freie Flüssigkeitswahl
Kein proprietäres Reinigungsmittel — jede bewährte Flüssigkeit verwendbar
Warum Vakuumabsaugung entscheidend ist
Das Prinzip jeder Nassreinigung ist einfach: Reinigungsflüssigkeit löst Schmutz aus der Rille, eine Bürste arbeitet ihn mechanisch heraus. Das Problem liegt im nächsten Schritt. Wer die Flüssigkeit an der Luft trocknen lässt, trocknet auch den gelösten Schmutz wieder mit ein — zumindest Teile davon sedimentieren zurück in der Rille. Vakuumabsaugung entfernt die Reinigungsflüssigkeit inklusive des darin suspendierten Schmutzes vollständig und sofort von der Plattenoberfläche, bevor sich Rückstände wieder ablagern können. Das Ergebnis ist nicht nur eine sauberere Platte, sondern auch eine sofort abspielbare: keine halbe Stunde Trocknungswartezeit wie bei Lufttrocknung, kein Nachputzen, kein Fusseln.
Der Absaugarm der Watson's funktioniert nach dem bewährten VPI-Prinzip, das seit Jahrzehnten als Standard in der professionellen Plattenreinigung gilt: Ein Kunststoffrohr mit zwei auswechselbaren Filzstreifen als Dichtung liegt auf der Plattenoberfläche. Die Filzstreifen schützen das Vinyl vor direktem Kontakt mit dem Rohr, dichten den Saugspalt ab und sind bei Verschleiß einfach austauschbar. Das semi-automatische System der Watson's macht diesen Vorgang besonders komfortabel: Den Arm über die Platte führen, Saugmotor einschalten — und der erzeugte Sog zieht den Arm automatisch auf die Plattenoberfläche. Kein manuelles Niederdrücken, keine Frage nach dem richtigen Anpressdruck, keine Gefahr einer zu starken Belastung der Rille.
Gehäuse, Lager & Langlebigkeit
Das Gehäuse ist aus massivem Leichtmetall gefertigt — und das macht in der Praxis einen messbaren Unterschied. Plattenwaschmaschinen mit Holzgehäuse sind dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt: Reinigungsflüssigkeit, Kondensation, Spritzer. Holz quillt, verformt sich, gibt im schlimmsten Fall nach. Aluminium tut das nicht. Die Watson's ist von Konstruktion und Entwicklung her für jahrzehntelangen Langzeitbetrieb ausgelegt, alle Ersatzteile sind vom Hersteller dauerhaft lieferbar — ein Versprechen, das man in diesem Preissegment nicht selbstverständlich findet.
Der Drehteller mit stark dimensioniertem Lager dreht sich reibungsfrei und ohne Spiel, auch wenn man beim Bürsten Druck auf die Platte ausübt. Der Teller selbst ist bewusst etwas kleiner als der Plattendurchmesser — Überschüsse an Reinigungsflüssigkeit fließen am Tellerrand herunter, statt sich auf dem Drehteller zu sammeln. Die Schraubplattenklemme mit gegenläufigem Gewinde verhindert, dass sich die Verschraubung im Reinigungsbetrieb löst, und schützt gleichzeitig das Label vor Befeuchtung. Das sind konstruktive Details, die zeigen, dass dieses Gerät durchdacht ist.
Bedienung Schritt für Schritt
Platte auf den Drehteller legen, Klemme festschrauben, Drehteller einschalten. Mit der beiliegenden Handbürste und der Reinigungsflüssigkeit eigener Wahl über die rotierende Platte arbeiten — der motorisierte Teller macht dabei keine Pause und gleitet auch bei festem Bürstendruck gleichmäßig weiter. Für die Absaugung den Vakuummotor mit dem unteren Drehschalter einschalten, Saugarm über die Platte führen — der Arm dockt automatisch an. Nach wenigen Umdrehungen ist die Platte trocken. Motor abschalten, Arm abkoppeln und beiseiteführen, Platte entnehmen. Der gesamte Vorgang dauert wenige Minuten pro Seite. Wer regelmäßig wäscht, entwickelt dabei schnell einen Rhythmus, der auch große Sammlungen in überschaubarer Zeit durcharbeitbar macht.
| Hersteller |
Watson's (Niederlande) |
| Modell |
RCM (Record Cleaning Machine) |
| Bauprinzip |
Rotierender Plattenteller mit Vakuumabsaugung (Halbautomatik) |
| Gehäuse |
Massiver Leichtmetallkorpus (Aluminium) |
| Leistungsaufnahme Vakuumpumpe |
600 Watt |
| Leistungsaufnahme Plattenteller |
15 Watt |
| Vakuumregelung |
Stufenlos regelbar (Drehzahl und Saugstärke) |
| Netzspannung |
230 V / 50 Hz |
| Abmessungen (B × T × H) |
305 × 285 × 300 mm |
| Gewicht |
8,5 kg |
| Saugarm |
Semi-automatisch (VPI-Prinzip), auswechselbare Filzstreifen |
| Plattenformate |
12 Zoll (im Lieferumfang); 10 Zoll und 7 Zoll als Zubehör |
| Reinigungsflüssigkeit |
Freie Wahl — jede handelsübliche Flüssigkeit geeignet |
| Lieferumfang |
Netzkabel, Saugarm 12″, Plattenklemme, Reinigungsbürste |
| Zubehör (optional) |
Saugarm 10″, Saugarm 7″, Ersatz-Filzstreifen, Staubcape |
| Ersatzteilversorgung |
Dauerhaft lieferbar |