Phono · Vorverstärker MM & MC
Es gibt Produkte, die ihren Markt nicht besetzen, sondern neu ordnen. Der Lehmannaudio Black Cube ist eines davon. Als Diplom-Toningenieur Norbert Lehmann ihn 1995 vorstellte — in einer Zeit, als die CD die Schallplatte gerade für tot erklärt hatte — füllte das unscheinbare schwarze Kästchen eine Lücke, die das Verschwinden des Phono-Eingangs aus modernen Verstärkern gerissen hatte. Was folgte, war eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert: Kultstatus in dreißig Ländern auf allen fünf Kontinenten, unzählige Testauszeichnungen und eine Kundenzufriedenheit, die in dieser Geräteklasse ihresgleichen sucht. Im Jahr 2007 wählten über 25 % der fast 13.000 Leser der Zeitschrift stereoplay den Black Cube zum Phonovorverstärker des Jahres — ein Ergebnis, das für sich spricht.
Seit 2006 trägt der Black Cube eine vollständig neu entwickelte Audioplatine — und klingt damit laut Entwickler Norbert Lehmann nochmals besser als das ohnehin schon hochgelobte Original. Gefertigt wird er nach wie vor in kleinen Stückzahlen in Deutschland: bei Lehmannaudio ist man der festen Überzeugung, dass Handarbeit und sorgfältige Bauteilauswahl einer industriellen Massenproduktion in allen klangentscheidenden Aspekten überlegen bleiben. Dass diese Überzeugung in der Praxis zutrifft, belegt ein besonders eindrucksvolles Zeugnis aus der Branche: Ortofon, der weltgrößte Tonabnehmerhersteller, setzt den Black Cube Statement in der eigenen Fertigungsendkontrolle als Referenz-Abhörwerkzeug ein.
Passives RIAA-Netzwerk
Entzerrung zwischen zwei linearen Verstärkerstufen — für unverfälschte Impulse, Dynamik und Klangfarben
Referenz bei Ortofon
Der weltgrößte Tonabnehmerhersteller nutzt den Black Cube in seiner eigenen Fertigungsendkontrolle
Seit 1995
Über 30 Jahre Erfolgsgeschichte — Kultstatus in 30 Ländern, stereoplay Gerät des Jahres 2007
Schaltungsdesign & Bauteile
Das Herzstück des Black Cube ist sein passives RIAA-Entzerrungsnetzwerk, das zwischen zwei vollständig linearen Verstärkerstufen liegt. Dieses Konzept — in der Fachwelt als „Sandwich-Design" bekannt — ist schaltungstechnisch anspruchsvoller als eine aktive Entzerrung, liefert aber messbar bessere Ergebnisse bei Impulstreue, Kanalgleichheit und dem Verhalten gegenüber Oberwellen. Impulse werden so nicht verzerrt oder verschliffen, bevor sie den Ausgang erreichen — das Klangbild bleibt lebendig, präzise und natürlich.
Für das RIAA-Netzwerk setzt Lehmannaudio ausschließlich hochwertige MKP Polypropylen-Folienkondensatoren mit enger Toleranz ein — ein Material, das sich durch minimale Verzerrung, hohe Langzeitstabilität und exzellente Impulsfestigkeit auszeichnet. Alle Widerstände sind rauscharme Metallfilm-Typen, sämtliche Schalter tragen vergoldete Kontakte. Die verwendeten Eingangsstufen stammen aus der professionellen Studioelektronik — identische Schaltungskonzepte finden sich in hochwertigen Mischpulten und Mikrofonvorverstärkern. Das Gehäuse des Audioteils besteht aus nichtmagnetischem Aluminium und ist im Deckel mechanisch bedämpft — ein Detail, das elektromagnetische Einstreuungen verhindert, die andere Phonoverstärker oft durch ihren Stahlblechkorpus ins Signal einschleppen.
Die doppelseitige Audioplatine minimiert interne Leiterbahnlängen auf das absolut Notwendige und schafft zusätzliche Masseflächen für einen einstreufreien Betrieb. Das externe Netzteil — verbunden über ein speziell abgeschirmtes Kabel mit Neutrik XLR-Steckverbindern — hält alle netzteilbedingten Störfelder räumlich von der empfindlichen Audiostufe fern. Erst diese konsequente Trennung macht jene rauscharme, störungsfreie Verstärkung möglich, die den Black Cube klanglich von integrierten Phono-Lösungen so deutlich unterscheidet.
Der Black Cube ist kompatibel mit nahezu allen auf dem Markt erhältlichen Tonabnehmern — von High-Output-MM-Systemen bis zu leisen, anspruchsvollen MC-Tonabnehmern. Die Verstärkung lässt sich über DIP-Schalter in vier Stufen zwischen 46 dB und 66 dB einstellen, die Eingangsimpedanz zwischen 47 kOhm (MM), 470 Ohm und 100 Ohm (MC) wählen. Ein lötfreier Steckplatz erlaubt die individuelle Impedanzanpassung für Sondersysteme, ein zusätzlicher Hard-Wire-Steckplatz bietet noch mehr Spielraum für audiophile Feinabstimmung. Passende Widerstände zur Systemanpassung liefert Lehmannaudio auf Wunsch kostenlos mit. Die Eingangskapazität von 100 pF ist auf MM-Systeme optimal abgestimmt.
Ein praktischer Vorteil der kompakten Bauweise: Mit nur 103 × 108 × 45 mm lässt sich der Black Cube direkt neben oder hinter dem Plattenlaufwerk platzieren — kurze Kabelwege bedeuten weniger Kapazität, weniger Einstreuung und damit ein saubereres Signal, noch bevor die Verstärkung beginnt.
Klang & internationale Presse
Was macht den Black Cube für ernsthafte Analoghörer so unverzichtbar? Sein Klang folgt der Studiotugend seines Entwicklers: transparent, präzise und neutral — ohne ins Analytische oder Asketische abzudriften. Er liefert musikalischen Fluss statt isolierter Detailakrobatik, eine weite, offene Bühnenabbildung, und die Fähigkeit, auch bei komplexen Produktionen den Faden nie zu verlieren. Enjoythemusic.com beschreibt ihn als Kandidaten für den Titel des besten Phonoverstärkers unter 2.000 US-Dollar weltweit — eine Aussage, die zeigt, wie weit der Ruf des Black Cube über Europa hinausreicht. Hifi News nennt ihn eine echte audiophile Phonostufe, die in Kombination mit gleichwertigem Equipment bemerkenswerte Resultate liefert.
Der Black Cube ist außerdem eines der wenigen Geräte, das nicht nur in Privatanlagen, sondern auch im professionellen Umfeld seinen Dienst tut: bei Rundfunkanstalten, in Mastering-Studios und eben in der Fertigung von Ortofon. Wer also einen Phonoverstärker sucht, der den vollen Klanginhalt seiner Schallplatten herausarbeitet, ohne dabei Eigencharakter aufzuzwingen — und der dabei eine Klangkultur widerspiegelt, die nach dreißig Jahren Weiterentwicklung immer noch ihresgleichen sucht — der findet im Lehmannaudio Black Cube vielleicht das letzte Modell, das er je kaufen muss.
| Hersteller |
Lehmannaudio, Köln (Deutschland) |
| Modell |
Black Cube |
| Verstärkung bei 1 kHz |
46 dB (MM) / 66 dB (MC), 4 Stufen über DIP-Schalter einstellbar |
| Rauschabstand (eff., unbewertet) |
71 dB (MM) / 63 dB (MC) |
| Eingangskapazität |
100 pF |
| Eingangsimpedanzen |
47 kΩ (MM), 470 Ω, 100 Ω — über DIP-Schalter wählbar |
| Impedanz-Steckplätze |
1 × lötfreier Steckplatz für Wahlimpedanz + 1 × Hard-Wire-Steckplatz |
| Ausgangsimpedanz |
< 100 Ω |
| Entzerrung |
RIAA, passiv zwischen zwei linearen Verstärkerstufen |
| Kondensatoren RIAA-Netzwerk |
MKP Polypropylen-Folienkondensatoren, enge Toleranz |
| Widerstände |
Rauscharme Metallfilm-Typen |
| Schalter |
Vergoldete Kontakte |
| Gehäuse Audioteil |
Nichtmagnetisches Aluminium, mechanisch bedämpfter Deckel |
| Netzteil-Verbindung |
Speziell abgeschirmtes Kabel mit Neutrik XLR-Steckverbindern |
| Abmessungen Audioteil (B × T × H) |
103 × 108 × 45 mm |
| Gewicht Audioteil |
0,4 kg |
| Gewicht Netzteil |
0,3 kg |
| Lieferumfang |
Audioteil, externes Netzteil, abgeschirmtes XLR-Verbindungskabel |
| Auszeichnungen |
stereoplay Gerät des Jahres 2007 (Leserwahl), Referenzgerät bei Ortofon |
| Fertigung |
Made in Germany, Kleinserienproduktion seit 1995 |