Plattenspieler-Zubehör · Headshell
Das Headshell ist das direkte mechanische Bindeglied zwischen Tonabnehmer und Tonarm — und damit eine der klangkritischsten Verbindungen im gesamten Analogsystem. Resonanzen, die hier entstehen, übertragen sich unmittelbar auf den Tonabnehmer und damit in das Signal. Eine solide, resonanzarme Konstruktion ist deshalb keine Frage des Komforts, sondern eine klangliche Notwendigkeit. Das Ortofon LH-2000 erfüllt diesen Anspruch mit präzisionsgefräster Aluminiumkonstruktion, OFC-Verkabelung und dem bewährten SME-Anschlussstandard — aus dem Hause jenes dänischen Unternehmens, das seit über 100 Jahren den Maßstab im Tonabnehmer-Segment setzt.
Ortofon entwickelt das LH-2000 konsequent als HiFi-Headshell für den täglichen Einsatz: keine überflüssigen Kompromisse, keine unnötige Komplexität — sondern mechanisch stimmige Solidität zu einem fairen Preis. Das Aluminium-Frästeil überzeugt im Direktvergleich mit günstigeren Plastik- oder Druckguss-Headshells sofort durch seinen volleren, körperhafteren Klang mit einer authentischeren Tonalität im Mittenbereich — ein Vorteil, den erfahrene Analoghörer beim ersten Tausch unmittelbar wahrnehmen.
Aluminium-Frästeil
Präzisionsgefräst, nicht gegossen — mechanisch steif, resonanzarm, klanglich neutral
OFC + Vergoldung
Sauerstofffreies Kupfer mit hartvergoldeten Kontakten — minimaler Übergangswiderstand im Signalpfad
SME-Standard
Universal-Anschluss für die große Mehrheit aller hochwertigen Tonarme — werkzeuglos wechselbar
Warum klingt ein Aluminium-Frästeil besser als ein einfaches Druckguss-Headshell? Die Antwort liegt in der Materialdichte und Steifigkeit: Gefräste Aluminiumteile weisen eine homogenere Kornstruktur auf als Gussteile, sind mechanisch stabiler und dämpfen störende Eigenresonanzen effizienter. Ein Headshell, das unter der Abspielkraft des Tonabnehmers minimal nachgibt oder mitschwingt, erzeugt subtile Intermodulationsverzerrungen — im Frequenzbereich kaum messbar, für das Gehör aber spürbar als leichte Unschärfe, abgeflachte Transienten oder ein weniger greifbares Klangbild. Das LH-2000 setzt dem eine kompromisslose Steifigkeit entgegen.
Im unabhängigen Hörvergleich mit dem Audio Technica AT-HS10 beschrieb die renommierte HiFi-Fachseite HiFi Advice das LH-2000 als klanglich überlegen: soliderer Klang, vollmundigerer Mittenbereich, überzeugendere akustische Natürlichkeit — bei gleichem Tonabnehmer, gleichem Tonarm, gleichem Plattenspieler. Das LH-2000 macht den Unterschied, ohne selbst zu klingen: Es lässt den Tonabnehmer das tun, wofür er konstruiert wurde.
Das mitgelieferte Headshell-Kabel aus OFC-Kupfer (Oxygen-Free Copper) ist das Detail, das günstige Headshells regelmäßig verschweigen: Sauerstofffreies Kupfer weist einen niedrigeren elektrischen Widerstand und eine höhere Signalreinheit auf als handelsübliches Elektrolytkupfer — entscheidend bei den extrem niedrigen Ausgangsspannungen eines MM- oder MC-Tonabnehmers, die im Millivolt-Bereich liegen. Die hartvergoldeten Kontaktstecker an beiden Enden verhindern Oxidation und sichern dauerhaft niedrige Übergangswiderstände, ohne dass regelmäßige Kontaktpflege nötig wäre.
Ortofon codiert alle Anschlusskabel nach internationalem Standard: Rot/Grün für den rechten Kanal (Signal/Masse), Weiß/Blau für den linken Kanal (Signal/Masse) — die grüne Ader übernimmt zusätzlich die Gehäuse- oder Motorsystemerdung des Tonabnehmers, sofern konstruktionsseitig vorgesehen. Diese Farbcodierung gilt für alle Ortofon-Tonabnehmer und ermöglicht eine fehlerfreie, schnelle Verkabelung auch beim erstmaligen Tonabnehmer-Einbau.
Ein wichtiger Hinweis für die Montage: Die Kontaktstifte an Ortofon-Tonabnehmern haben einen Durchmesser von 1,2 mm, die Klemmen des LH-2000 dagegen 1,0 mm — die Kabelverbindung sollte deshalb vor der Tonabnehmer-Montage auf dem Headshell hergestellt werden, damit ausreichend Bewegungsfreiheit für einen sicheren Klemmkontakt besteht.
Kompatibilität & Einordnung
Mit seinem SME-Anschluss passt das LH-2000 an nahezu alle hochwertigen Tonarme — von Technics über Rega bis hin zu den meisten japanischen und europäischen Konstruktionen. Die Standard-½-Zoll-Befestigung nimmt jeden handelsüblichen Tonabnehmer auf. Das Gewicht von 15,8 g ist beim Einbau zu berücksichtigen: In Kombination mit einem leichten MM-Tonabnehmer ergibt sich ein Gesamtgewicht, das bei einigen Tonarmen das Gegengewicht an den Rand seines Einstellbereichs bringen kann — vorab prüfen lohnt sich.
Wer zusätzlich eine Azimut-Justage benötigt, findet im Ortofon LH-4000 die konsequente Weiterentwicklung. Das LH-2000 positioniert sich als das solide, klanglich ernstzunehmende Einstiegsmodell in die Ortofon-Headshell-Welt — als ideale Begleitung für die gesamte 2M-Serie sowie die MC High Output-Tonabnehmer aus dem Hause Ortofon.
| Hersteller |
Ortofon (Dänemark) |
| Modell |
LH-2000 |
| Material |
Aluminium-Frästeil (gefräst, nicht gegossen) |
| Anschluss |
SME-Standard |
| Tonabnehmer-Befestigung |
½ Zoll Standard |
| Gewicht |
15,8 g |
| Montagedistanz (min.) |
32,5 mm |
| Headshell-Kabel |
OFC-Kupfer (sauerstofffrei) mit hartvergoldeten Kontakten |
| Kabelfarb-Kodierung |
Rot/Grün = rechts (Signal/Masse) · Weiß/Blau = links (Signal/Masse) |
| Azimut-Justage |
Nicht vorgesehen (Upgrade: LH-4000) |
| Empfohlene Tonabnehmer |
Ortofon 2M-Serie, MC High Output-Serie, alle ½-Zoll-Standard-Systeme |
| Kontaktstift-Durchmesser (Kabel) |
1,0 mm (Ortofon-Tonabnehmer: 1,2 mm — Kabel vor Montage anschließen) |
| Lieferumfang |
Headshell LH-2000, Headshell-Kabel, Schraubensatz |