Stromversorgung · Audiophile Sicherungen
Jeder Ampere Strom, der eine Hifi-Anlage erreicht, passiert zuvor eine Sicherung. Was als banales Schutzbauteil gedacht ist, sitzt damit an einer der heikelsten Stellen der Signalkette: Ein dünner Schmelzdraht, ein paar Korngrenzen im Metall, eine Kontaktstelle zu viel — und der Strom verliert an Sauberkeit, bevor er überhaupt im Netzteil ankommt. Genau hier setzt HiFi-Tuning aus Berlin seit Jahren an. Mit der neuen Supreme⁴ OCC-AgAu1 präsentiert Klang-Tüftler Bernd Ahne nun den langerwarteten Nachfolger seiner zum Bestseller gereiften Schaltschrank-Sicherung — und treibt die Leitfähigkeit ein weiteres, deutlich hörbares Stück voran: mehr Dynamik, feinere Auflösung, mehr Räumlichkeit und Natürlichkeit.
Den Unterschied macht ein neuentwickelter Schmelzleiter. Das Kürzel „AgAu1“ verrät die Rezeptur: eine monokristalline Silber-Gold-Legierung aus 99 % Silber und 1 % Gold — nach Herstellerangabe der weltweit erste Sicherungsfaden dieser Art. Silber ist der beste elektrische Leiter überhaupt, neigt in Reinform aber zum Anlaufen; der minimale Goldanteil stabilisiert das Material gegen Korrosion und Alterung, ohne die Leitfähigkeit nennenswert zu schmälern. Entscheidend ist die monokristalline Struktur nach dem OCC-Verfahren (Ohno Continuous Casting): Statt unzähliger kurzer Kristalle mit ebenso vielen Korngrenzen wächst das Metall zu langen, durchgehenden Einkristallen. Der Strom muss keine Vielzahl von Kristallübergängen überwinden — jeder dieser Übergänge ist ein winziger Widerstand und eine potenzielle Quelle von Verzerrung.
Monokristallin · OCC-AgAu1
Schmelzleiter aus 99 % Silber und 1 % Gold — laut Hersteller der weltweit erste seiner Art
Kryogen veredelt
Eine Woche computergesteuert bei −196 °C im Stickstoffbad behandelt
Handmade in Berlin
Einzeln gefertigt und geprüft in Anlehnung an die Sicherheitsnorm UL248
HiFi-Tuning verfolgt eine Konstruktionsphilosophie, die sich konsequent von industrieller Massenware abhebt. Das Gehäuse besteht aus schwarzer Keramik statt aus Glas — Keramik ist mechanisch robuster, dämpft Eigenresonanzen wirksamer und beherrscht den Lichtbogen beim Auslösen sicherer. Die Endkappen werden aus feinstem, versilbertem OFC-Kupfer gefertigt und anschließend hauchdünn mit 24-karätigem Gold überzogen, das die Kontaktflächen dauerhaft vor Oxidation schützt und den Übergangswiderstand niedrig hält. Dass Schmelzleiter und Anschlüsse aus konsequent edlen, sauerstoffarmen Materialien bestehen, senkt den Innenwiderstand der gesamten Sicherung spürbar unter den Wert handelsüblicher Schutzbauteile.
Den letzten Feinschliff erhält jede Sicherung durch eine Kryogenbehandlung: Das fertige Bauteil wird eine Woche lang in einem computergesteuerten Prozess bei −196 °C — der Siedetemperatur von flüssigem Stickstoff — tiefgekühlt. Diese Tieftemperaturbehandlung entspannt das Metallgefüge, homogenisiert die Kristallstruktur und reduziert mikroskopische Spannungen im Leitermaterial. Das Ergebnis ist eine messbar gleichmäßigere Stromführung und ein weiter gesenkter Innenwiderstand. Anschließend wird jede Supreme⁴ von Hand in Deutschland gefertigt, einzeln verpackt und in Anlehnung an die internationale Sicherheitsnorm UL248 geprüft.
Eine Sicherung erzeugt keinen Klang — aber sie kann ihn beschneiden. Jeder unnötige Widerstand, jede Korngrenze und jede schlechte Kontaktstelle wirkt wie ein feiner Filter, der dem Strom Energie und Information entzieht, bevor er das Netzteil erreicht. Genau das adressiert die Supreme⁴: Durch den monokristallinen Silber-Gold-Leiter, die edlen Kontaktflächen und die Kryogenisierung erreicht der Strom die Komponente sauberer und ungehinderter. Hörbar wird das als ein ruhigerer Hintergrund, aus dem sich feinste Details deutlicher lösen — die berühmte „schwarze Stille“ zwischen den Tönen.
Gegenüber der ohnehin schon hochwertigen Supreme³-Vorgängerin berichten Anwender vor allem von mehr Dynamik, Feinauflösung und Räumlichkeit: Instrumente werden präziser ortbar, die Bühne öffnet sich, und das gesamte Klangbild wirkt natürlicher und müheloser. Der Wechsel zu einer audiophilen Sicherung gehört damit zu den unscheinbarsten und zugleich grundlegendsten Eingriffen, die man an einer Anlage vornehmen kann — er wirkt an der Wurzel der Signalkette, an der Stromversorgung selbst.
Die Supreme⁴ OCC-AgAu1 misst 10,3 × 38 mm und ist damit für den Einsatz in den typischen zylindrischen Sicherungshaltern von Schaltschränken konzipiert. Die Bezeichnung „Automatensicherung“ ist dabei etwas irreführend: Es handelt sich um eine hochwertige Schmelzsicherung, die in einen entsprechenden, im Schaltschrank verbauten Sicherungshalter eingesetzt wird. Für das klanglich beste Ergebnis empfiehlt Bernd Ahne ausdrücklich die Verwendung eines passenden, hochwertigen Sicherungshalters — denn auch dessen Kontaktqualität entscheidet über das Endresultat.
Wer das Maximum sucht, findet die Supreme⁴ zusätzlich in einer „Diamond“-Version (Diamantdurchmesser 2 mm). Sie ist technisch identisch aufgebaut, die klanglichen Qualitätssprünge sind jedoch noch einmal deutlich hörbar. Beide Ausführungen werden vorerst als 16-Ampere-Version angeboten.
Wichtiger Hinweis: Die Installation einer Automatensicherung sowie sämtliche Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen ausschließlich von einer qualifizierten Fachkraft durchgeführt werden. Bitte beachten Sie zudem, dass audiophile Feinsicherungen herstellerübergreifend eine sehr geringe Auslösetoleranz besitzen. In Geräten mit hohen Einschaltströmen (etwa von Naim oder Accuphase) kann es daher in seltenen Fällen vorkommen, dass die Sicherung bereits beim ersten Einschalten auslöst. Klären Sie den Wert im Zweifel mit dem Gerätehersteller ab.
| Hersteller |
HiFi-Tuning (Berlin, Deutschland) |
| Modell |
Supreme⁴ OCC-AgAu1 |
| Bauform |
Automatensicherung für Schaltschrank-Sicherungshalter |
| Abmessungen |
10,3 × 38 mm |
| Schmelzleiter |
Monokristalline Silber-Gold-Legierung (99 % Ag / 1 % Au, OCC) |
| Gehäuse |
Schwarze Keramik |
| Endkappen |
Versilbertes OFC-Kupfer, 24-Karat-vergoldet |
| Kryogenbehandlung |
Eine Woche computergesteuert bei −196 °C (flüssiger Stickstoff) |
| Stromstärke |
16 A (vorerst) |
| Sicherheitsprüfung |
In Anlehnung an die internationale Norm UL248 |
| Varianten |
Standard sowie „Diamond“-Version (Diamantdurchmesser 2 mm) |
| Vorgänger |
Supreme³ OCC (Silber-Kupfer-Legierung) |
| Fertigung |
Handgefertigt und einzeln verpackt in Deutschland |
| Empfehlung |
Passender Sicherungshalter für optimale Klangergebnisse |