Jede HiFi-Anlage ist nur so gut wie der Strom, der sie speist. Was der Energieversorger als 230-Volt-Sinus-Welle liefert, ist in der Praxis ein von Schaltnetzteilen, Dimmern, LED-Lampen, WLAN-Routern und Kühlschrankkompressoren überformtes Mischsignal voller Hochfrequenzstörungen und Netzrückwirkungen. Dem Toaster ist das gleichgültig — dem Netzteil eines hochwertigen Verstärkers, DACs oder Phonoverstärkers eben nicht. Hochfrequente Störanteile auf der Versorgungsspannung können sich direkt im Klang abbilden: als erhöhter Grundgeräuschpegel, als schmalere Bühne, als Verlust von Feindetails. Der Dynavox X7000 setzt genau an dieser Schwachstelle an und liefert der Anlage gereinigten Strom — mit der konsequenten Ruhe, die hochwertige Audiokomponenten verdienen.
Der X7000 ist der Nachfolger des bewährten X6000 und ergänzt dessen Filterfunktion um ein informatives Display für Netzspannung und aufgenommene Leistung der angeschlossenen Komponenten. Er trägt das Gehäuseformat eines 19-Zoll-Rack-Geräts im 2-HE-Profil, bringt 6,15 kg auf die Waage und verarbeitet bis zu 10 Ampère — genug für vollständige High-End-Anlagen inklusive Endstufe. Die robuste 8-mm-Frontblende aus gebürstetem Aluminium positioniert den X7000 optisch auf Augenhöhe mit den Geräten, die er versorgt.
Gefiltert & ungefiltert
4 gefilterte + 2 ungefilterte Steckplätze — Digitalgeräte und Endstufen optimal getrennt versorgen
Phasenkontrolle
LED signalisiert falsche Phasenlage — alle Dosen mit L/N-Kennzeichnung für phasenrichtigen Betrieb
Display mit Gedächtnis
Zeigt Netzspannung oder Leistung — speichert letzte Anzeigeeinstellung dauerhaft
Wirkungsweise & Klanggewinn
Ein HiFi-Netzfilter wirkt auf zwei Wegen: Er stoppt Störungen aus dem allgemeinen Versorgungsnetz, bevor sie die Netzteile der Audiokomponenten erreichen — und er verhindert, dass digital arbeitende Geräte ihre eigenen Schaltimpulse über den gemeinsamen Strompfad in empfindliche Analogschaltungen einspeisen. Besonders Schaltnetzteile moderner Digitalgeräte wie Streamer, DACs und Router erzeugen hochfrequente Störspannungen, die sich über das Stromnetz verbreiten und auch in benachbarten Geräten hörbare Spuren hinterlassen. Das Resultat kennen viele Anwender: ein leichtes Grundrauschen, das sich wie ein Schleier über das Klangbild legt, oder eine Bühne, die nie ganz in die Tiefe gehen will.
Anwenderberichte zum X7000 schildern — teils von Skeptikern — messbar bessere Stereoabbildung nach dem Anschluss: Instrumente werden ortbarer, die Bühne gewinnt an Tiefe und Kompaktheit. Besonders bei Anlagen, die Probleme mit Trafobrummen oder Gleichstromanteilen im Netz haben, kann ein Netzfilter den Unterschied zwischen einem lästigen Hintergrundgeräusch und einem stillen, entspannten Hörerlebnis ausmachen. Wichtig: Hochwertige Endstufen mit Ringkerntransformator und hohem Impulsstrombedarf profitieren davon, an den zwei ungefilterten Steckplätzen betrieben zu werden — konventionelle Netzfilter erhöhen prinzipbedingt die Netzimpedanz, was Endstufen in ihrer Dynamik einschränken kann. Quellgeräte, Vorverstärker und DACs hingegen gehören an die vier gefilterten Dosen.
Die korrekte Phasenlage ist eine der grundlegendsten und am häufigsten übersehenen Einstellungen an einer HiFi-Anlage. In einer Schuko-Steckdose ist die Steckorientierung theoretisch egal — in der Praxis aber nicht. Liegt ein Gerät mit falscher Phasenlage am Netz, können sich durch kapazitive Kopplung messbar höhere Störspannungen auf dem Gehäuse und damit auf Signalmassen aufbauen. Das Resultat ist ein erhöhtes Rauschen und ein weniger transparentes Klangbild. Die Phasen-LED des X7000 zeigt sofort an, ob die Zuleitung korrekt gepolt ist. Alle sechs Ausgangsdosen sind zusätzlich mit L (Phase) und N (Nullleiter) gekennzeichnet — so kann jedes angeschlossene Gerät phasenrichtig eingesteckt werden, was gerade bei nicht geerdeten Komponenten wie vielen CD-Spielern und DACs einen hörbaren Unterschied macht.
Mit einem Gewicht von 6,15 kg und den exakten 19-Zoll-Maßen (430 × 100 × 305 mm) ist der X7000 für den Rack-Einbau ebenso geeignet wie für den Aufstellbetrieb auf einem Rack-Regal. Das Gehäuse besteht aus stabilem Stahl, die Front aus einer 8 mm starken gebürsteten Aluminiumblende in Schwarz — ein Finish, das sich optisch nahtlos in jeden schwarzen Rack-Aufbau einfügt. Der eingebaute 10-A-Sicherungsautomat schützt die angeschlossene Anlage bei Überlast ohne externe Schmelzsicherung, die ersetzt werden müsste. Das Gerät wird mit einem 1,5-m-Kaltgerätekabel geliefert — wer klanglich noch einen Schritt weitergehen möchte, kann dieses durch ein hochwertiges Audiokabel ersetzen, da der Eingang als Standard-Kaltgerätebuchse (IEC C14) ausgeführt ist.
Das Display — der entscheidende Fortschritt gegenüber dem Vorgänger X6000 — zeigt auf Wunsch die aktuelle Netzspannung oder die von der Anlage aufgenommene Gesamtleistung in Watt an. Wer das Display nicht benötigt oder im Hörzimmer keine Ablenkung möchte, kann es vollständig deaktivieren. Der X7000 merkt sich dabei zuverlässig, in welchem Modus er zuletzt betrieben wurde — beim nächsten Einschalten ist keine Neukonfiguration nötig.
| Hersteller |
Dynavox |
| Modell |
X7000 |
| Abmessungen (B × H × T) |
430 × 100 × 305 mm (19-Zoll-Rackmaß) |
| Gewicht |
6,15 kg |
| Betriebsspannung |
220–240 V / 50 Hz |
| Belastbarkeit |
10 A / 2300 W (bei 230 V) |
| Steckplätze gesamt |
6 (4 × gefiltert, 2 × ungefiltert) |
| Eingang |
Kaltgerätebuchse IEC C14 |
| Mitgeliefertes Kabel |
Kaltgerätekabel, 1,50 m |
| Schutzeinrichtung |
Eingebauter Sicherungsautomat 10 A |
| Phasenkontrolle |
Phasen-LED (leuchtet bei falscher Phasenlage der Zuleitung) |
| Phasenmarkierung Ausgänge |
Ja — alle Dosen mit L (Phase) und N (Nullleiter) beschriftet |
| Display |
Anzeige Netzspannung oder aufgenommene Leistung (Watt), abschaltbar |
| Einstellungsgedächtnis |
Speichert letzte Display-Einstellung dauerhaft |
| Frontblende |
Gebürstetes Aluminium, 8 mm, schwarz |
| Gehäuse |
Stahl, schwarz |
| Vorgängermodell |
Dynavox X6000 |