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LP MANNE, SHELLY 234 180 Gramm
Alto (Reson) / P 1961 (2006) / Neuware, 180 Gramm HQ Vinyl, LP
SHELLY MANNE 234
Personnel:
Shelly Manne, dr / Coleman Hawkins, sax / Hank Jones, p / Eddie Costa, p, vib / George Duvivier, b
Tracklist:
Take The A Train / The Sicks Of Us Slowly
Lean On Me / Cherokee / Me And Some Drums
Ein Jazz-Lexikon gibt ihm einen Monat mehr und setzt seinen Geburtstag auf den 11. Mai 1920, ein anderes gibt ihm einen Monat weniger und lässt ihn am 11. Juni 1920 zur Welt kommen. Heute dürfte es ihm so oder anders egal sein. Mit 64 ist er gestorben, Ende der 50er Jahre hatte er bereits über 1000 LPs eingespielt, am Ende seines Drummer-Lebens waren es mehrere tausend.
Shelly Manne, ein Schlagzeuger der melodiösen Art ("Lern dein Instrument und vergiss die Technik"), war ein ungeheuer intuitiver Musiker/Komponist und einer der gefragtesten Studio-Drummer der 50er bis 70er Jahre, der zu allen und allem, was im Jazz Rang und Namen hat, die Trommeln gerührt hat. War er in den frühen 40er Jahren als Nobody bereits bei der lebenden Sax-Legende Coleman Hawkins mit von der Partie, so gab sich "Hawk" in den frühen 60ern beim dannzumal seinerseits legendären Shelly Manne gerne auch die Ehre. Ebenso die jazzende Crème de la crème ihrer Zeit: der virtuose Pianist Hank Jones, der kongeniale Vibraphonis/Pianist Eddie Costa und der fulminante Bassist George Duvivier.
Was Manne und seine Mannen da mal zu zweit, mal zu dritt, mal zu viert hinlegen, ist - 2-3-4 - Jazz pur: in den Standards oft überraschend sanft und balladesk ("Take The 'A' Train"), mal rasend schnell ("Cherokee"), in improvisierten Eigenkompositionen enorm virtuos ("The Sicks Of Us") und im Duett Hawk/Shelly Weltpremiere, der Gigant des Tenorsaxophons erstmals auf Platte überhaupt am Piano ("Me And Some Drums") - und: Manne oh Manne, wie der Shelly dazu seine Felle kitzelt, seine Cinellen küsst, kesselt und kübelt und wirbelt und wirkt! 234 1A.