HiFi-Zubehör · Plattentellerauflagen
Der Name sagt alles — auf Englisch. Eine tote Matte. Eine Matte, die keine Energie weitergibt, keine Schwingung durchlässt, keine Information opfert. Hinter der etwas provokanten Schreibweise steckt eine jahrzehntelange physikalische Überzeugung: Volker Kühn, Gründer von Black Forest Audio im badischen Malsch und langjähriger Entwicklungspartner von Audioplan, hat sich bereits 1985 mit der legendären DampClamp in die Geschichte des Analogzubehörs geschrieben. Die DÄD!MÄT ist seine konsequente Weiterentwicklung dieser Idee — neu gedacht für das moderne Analogzeitalter, und kompromissloser als je zuvor.
Das grundsätzliche Problem aller Tellermatten ist seit Jahrzehnten bekannt, wird aber kaum systematisch gelöst: Störenergie vom Antrieb, Lager, Luft- und Gebäudeanregungen bahnt sich ihren Weg zur Schallplatte — und mischt sich in das Musiksignal ein. Gleichzeitig gelangt Abfallenergie aus dem Abtastvorgang durch die Schallplatte ins Laufwerk und kehrt von dort zeitverzögert zur Nadel zurück. Das kostet Timing, Transparenz und Dynamik. Die DÄD!MÄT setzt dieser Energiewanderung eine physikalisch durchdachte Schranke entgegen — in beide Richtungen, über das gesamte Frequenzspektrum.
Sandwich-Konstruktion
Harte Deckschichten + Mikrobläschen-Schaumkern — steife Oberfläche, maximale innere Dämpfung
Bidirektionale Sperre
Unterbindet Störenergie vom Laufwerk und Rückkopplung aus dem Abtastvorgang gleichzeitig
40 Jahre Expertise
Volker Kühn entwickelt seit 1985 audiophile Analogzubehör — die DÄD!MÄT ist der aktuelle Höhepunkt
Was die DÄD!MÄT von allen anderen Konzepten unterscheidet, erschließt sich über die Physik: Weiche Matten aus Filz, Kork, Gummi oder Silikon versuchen, Schwingungsenergie durch elastische oder plastische Verformung ihrer Oberfläche aufzunehmen. Das klingt intuitiv richtig — ist aber das Problem, nicht die Lösung. Denn jede Nachgiebigkeit der Auflagefläche reduziert direkt die übertragbare Dynamik der Schallplatte. Der Tonabnehmer tastet eine weiche Unterlage ab, nicht die Rille.
Harte Matten aus Graphit, Aluminium oder Acryl vermeiden diesen Fehler, kämpfen jedoch mit einem anderen: Sie färben den Klang durch eigene Materialresonanzen oder versuchen durch Interferenzauslöschung zu einem neutralen Ergebnis zu gelangen — was ebenfalls zu Informationsverlust führt. Kühns Antwort ist die Sandwich-Konstruktion der DÄD!MÄT: Eine harte, formstabile Deckschicht oben und unten — und dazwischen ein Schaumkern aus feinsten Mikrobläschen. Die hauchdünnen Wände dieser Bläschen nehmen eingespeiste Energie durch mikroskopische Verformung auf und wandeln sie in Wärme um. Die Oberfläche bleibt dabei unnachgiebig hart — die Schallplatte liegt plan auf einem stabilen Fundament. Energie wird abgebaut, nicht weitergeleitet.
Die verwendeten Materialien sind nicht von der Stange: Volker Kühn setzt auf Spezialwerkstoffe, die er selbst kombiniert und die nicht fertig als Zubehör zu kaufen sind. Das erklärt gelegentliche Lieferzeiten bei Nachproduktionen — und ist gleichzeitig Qualitätsmerkmal. Mit einer Stärke von 5 mm bei nur ca. 190 g Gewicht ist die DÄD!MÄT überraschend leicht und damit für praktisch alle Laufwerkskonzepte geeignet — auch für empfindlichere Subchassis-Konstruktionen oder Direkttriebler, die auf Masseänderungen am Teller reagieren.
Die audiophile Fachpresse ist sich ungewöhnlich einig: LP Magazin kürte sie zur „Matte der Matten", IMAGE HiFi erklärte schlicht „Diese Tellerauflage bleibt hier!", und das HiFi & Musik Journal brachte es auf den Punkt: „Mir fällt partout nichts ein, wie ein Analogliebhaber rund 100 Euro klanglich und emotional gewinnbringender investieren könnte." Solch ein Konsens entsteht nicht durch Marketing — er entsteht, weil das Konzept physikalisch greift.
Was Hörer in der Praxis berichten, ist bemerkenswert konsistent: Das Klangbild wird gleichzeitig dynamischer und ruhiger. Instrumente gewinnen an Kontur und Körper, die Bühne öffnet sich in die Breite und Tiefe, und selbst feinste Details treten aus dem Hintergrund hervor. Besonders deutlich hörbar ist der Effekt bei Masselaufwerken, bei denen die große Tellerträgheit Abtastenergie lange zwischenspeichern und zeitverzögert zurückgeben kann — genau dieser Mechanismus wird durch die DÄD!MÄT unterbrochen. Aber auch leichtere Konstruktionen profitieren: Das Verhältnis zwischen Laufwerksruhe und klanglicher Lebendigkeit verschiebt sich spürbar zugunsten beider.
Wichtig ist dabei, was die DÄD!MÄT nicht tut: Sie überdämpft nicht. Das Klangbild bleibt lebendig, offen und musikalisch — keine synthetische Stille, kein komprimiertes Frequenzband. Das unterscheidet sie grundlegend von Matten, die zwar Ruhe schaffen, aber dabei auch Energie und Emotion aus der Musik nehmen.
Die DÄD!MÄT wird mit Klebepunkten in zwei Ausführungen geliefert: 2 mm für plane Tellerflächen und 2 mm für Teller mit Label-Vertiefung (üblicherweise 0,5 bis 1 mm tief). Diese Punkte fixieren die Matte leicht auf dem Teller und sorgen für einen sicheren, glatten Sitz. Das Loch für den Mitteldorn ist bewusst eng geschnitten — die Schallplatte sitzt dadurch fest und mittig. Einmal kräftig drücken, und sie sitzt.
Da die DÄD!MÄT mit ihren 5 mm dicker ist als die werksseitige Gummimatte der meisten Plattenspieler, sollte die VTA (Vertical Tracking Angle) am Tonarm entsprechend nachjustiert werden. Wer mit einer gleichdicken Vorgängermatte wechselt, muss nicht justieren. Als ideale Ergänzung empfiehlt sich die DÄD!CLÄMP aus gleichem Hause — eine Plattenklemme, die metallfreitraktion auf die Schallplatte aufbringt und Schwingungen, die vom Innendorn über die Tellerinnenseite auf die Platte gelangen, konsequent unterbindet. Die Kombination beider Produkte erzielt laut übereinstimmenden Berichten einen weiteren spürbaren Klangsprung.
| Hersteller |
Black Forest Audio, Volker Kühn (Malsch/Karlsruhe, Deutschland) |
| Modell |
DÄD!MÄT |
| Durchmesser |
294 mm |
| Stärke |
5 mm |
| Gewicht |
ca. 190 g |
| Konstruktion |
Sandwich: harte Deckschichten + Schaumkern aus Mikrobläschen |
| Wirkprinzip |
Umwandlung von Schwingungsenergie in Wärme (Bläschenwände), stabile Auflage |
| Oberfläche |
Hart, plan (keine Label-Vertiefung) |
| Farbe |
Schwarz |
| Lieferumfang |
DÄD!MÄT + Klebepunkte (2 mm, für plane Teller und Teller mit Label-Vertiefung) |
| VTA-Anpassung |
Empfohlen bei Wechsel von dünnerer Originalmatte (5 mm Aufbauhöhe beachten) |
| Kompatibilität |
Alle Laufwerkskonzepte: Masselaufwerke, Subchassis, Direkttriebler |
| Empfohlene Ergänzung |
DÄD!CLÄMP (Plattenklemme, Black Forest Audio) |
| Herkunft des Konzepts |
Weiterentwicklung der Audioplan DampClamp (Volker Kühn, 1985) |
| Auszeichnungen / Presse |
LP: „Die Matte der Matten" · HiFi & Musik Journal: „Ein Hammerteil!" · IMAGE HiFi: „Diese Tellerauflage bleibt hier!" |