Art-Nr.t-reg-nd3
GTIN5056186710191
MarkeRega
Gewicht0,30 kg

ND
3 - MM Tonabnehmer - Rega

Rega
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  • Weltpremiere: erster MM-Tonabnehmer mit N55-Neodym-Magnet — dieselbe Technologie wie in hochwertigen MC-Systemen
  • Patentiertes Generator-Design mit symmetrischen, geraden Mu-Metall-Polstücken — präzise Kanalbalance und außergewöhnlich niedrige Übersprechdämpfung
  • Handgefertigt in Großbritannien — jede Einheit von erfahrenen Rega-Technikern in Southend-on-Sea montiert und geprüft
  • Rega 3-Punkt-Befestigungssystem: automatische Ausrichtung an Rega-Tonarmen, einfache Montage ohne Justage-Werkzeug
  • Leichtes glasfaserverstärktes PPS-Gehäuse (ca. 6 g) schont Tonarmlager und ermöglicht freie, resonanzarme Nadelführung
  • Rega Rebuild-Programm: verschlissene Einheiten werden beim Händler gegen ein vollständig neu bestücktes und geprüftes System getauscht
Hersteller TA
Rega
Typ Tonabnehmer
MM (Moving Magnet), Level 2 - High Quality

Was macht der Tonabnehmer eigentlich — und warum ist er so entscheidend?

Der Tonabnehmer ist das erste und wichtigste Glied in der analogen Wiedergabekette. Eine winzige Diamantnadel gleitet durch die Schallplattenrille und tastet dabei feinste Strukturen auf beiden Rillenflanken ab — Strukturen, die das gesamte Musiksignal enthalten. Der Tonabnehmer wandelt diese mechanischen Schwingungen über ein elektromagnetisches oder elektrodynamisches Prinzip in eine elektrische Spannung um, die anschließend vom Phono-Vorverstärker auf Linepegel gebracht wird. Was der Tonabnehmer nicht aus der Rille herausholt, kann kein nachfolgendes Gerät rekonstruieren. Deshalb ist ein hochwertiger Tonabnehmer — zusammen mit einer guten Phono-Vorstufe — das wirkungsvollste Upgrade für jeden Plattenspieler.

Welche Tonabnehmer-Typen gibt es — und worin unterscheiden sie sich?

Es gibt vier gängige Generatorprinzipien: MM (Moving Magnet), MC Low Output, MC High Output und MI (Moving Iron). Sie unterscheiden sich darin, welches Teil am Nadelträger befestigt ist und sich bewegt — der Magnet, die Spule oder ein Eisenstück. Das hat direkte Auswirkungen auf die bewegte Masse (und damit die Abtastfähigkeit), die Ausgangsspannung, die benötigte Verstärkung und den klanglichen Charakter. Die folgende Tabelle gibt einen kompakten Überblick:

  MM (Moving Magnet) MC Low Output MC High Output MI (Moving Iron)
Prinzip Magnet am Nadelträger bewegt sich zwischen festen Spulen Winzige Spulen am Nadelträger bewegen sich im festen Magnetfeld Wie MC Low Output, aber mit mehr Wicklungen für höhere Spannung Kleines Eisenstück am Nadelträger moduliert festes Magnetfeld
Ausgangsspannung Hoch (2,5–6 mV) Niedrig (0,1–0,6 mV) Mittel (1,5–2,5 mV) Hoch (1–6 mV)
Phono-Eingang MM-Eingang (47 kΩ) MC-Eingang (20–1.000 Ω) oder Übertrager MM-Eingang (47 kΩ) MM-Eingang (47 kΩ)
Bewegte Masse Höher (Magnet ist schwerer) Sehr gering (winzige Spulen) Höher als Low-Output-MC (mehr Wicklungen) Gering (nur leichtes Eisenstück)
Nadel tauschbar? Ja — einfacher Nadeltausch, günstiger Unterhalt Nein (wenige Ausnahmen) — Retipping oder Neukauf Nein (wenige Ausnahmen) — Retipping oder Neukauf Ja — wie bei MM-Systemen
Klangcharakter Kraftvoll, körperhaft, gute Mitten — etwas weniger Feindynamik Luftig, räumlich, feinste Details und Transienten MC-Charakter, aber etwas weniger filigran als Low Output Natürliche Stimmwiedergabe, musikalisch fließend
Vorteile Günstig, unkompliziert, tauschbare Nadel, hohe Ausgangsspannung, großes Angebot Höchste Abtastpräzision, beste Dynamik, geringe EMI-Empfindlichkeit, symmetrischer Anschluss möglich MC-Qualität am MM-Eingang — keine spezielle Phono-Vorstufe nötig Geringe bewegte Masse, tauschbare Nadel, hohe Ausgangsspannung, oft sehr gute Stimmwiedergabe
Nachteile Höhere bewegte Masse, kapazitätsempfindlich (Kabel/Eingang), anfälliger für EMI-Einstreuung Teuer, Nadel nicht tauschbar, braucht rauscharmen MC-Phono-Pre oder Übertrager Höhere bewegte Masse als Low-Output-MC — Kompromiss zwischen Komfort und Klang Kapazitätsempfindlich wie MM, kleineres Angebot am Markt
Preisspanne ca. 20–800 € ca. 200–15.000 €+ ca. 150–1.500 € ca. 50–2.000 €
Bekannte Hersteller Ortofon, Audio-Technica, Nagaoka, Goldring, Sumiko Ortofon, Denon, Hana, Benz Micro, Dynavector, Clearaudio, van den Hul Hana, Audio-Technica, Sumiko, Ortofon Grado, Nagaoka, Goldring

Welchen Einfluss hat der Nadelschliff auf den Klang — und welche Schlifftypen gibt es?

Der Nadelschliff bestimmt, wie präzise der Diamant den filigranen Modulationen der Schallplattenrille folgen kann. Er beeinflusst Auflösung, Hochtonverhalten, Verzerrungen in der Innenrille und den Plattenverschleiß. Grundsätzlich gilt: Je schlanker und komplexer der Schliff, desto mehr Information wird aus der Rille geholt — aber auch desto anspruchsvoller wird die Justage und desto höher fällt der Preis aus. Hier ein Vergleich der gängigsten Schlifftypen:

  Sphärisch (Konisch) Elliptisch Shibata MicroLine / Line Contact
Form Kugelförmig verrundete Spitze (typ. 18 µm Radius) Zwei Radien — quer 5–8 µm, längs 18 µm Parabolisch geschliffene Flanke mit sehr kleinem seitlichen Radius Dem Schneidstichel nachempfundene Geometrie, extrem schlanke Kontaktzone
Kontaktfläche Klein, punktuell Etwas größer als sphärisch, schlankeres Profil quer zur Rille Deutlich größer — verteilt den Auflagedruck breiter auf die Rillenflanke Sehr große, längliche Kontaktzone — geringstes Verschleißverhalten
Auflösung / Höhen Grundsolide, limitiert im Hochton Deutlich besser — weniger Zischeln, mehr Klarheit Hervorragend — ursprünglich für Quadrophonie bis 50 kHz entwickelt Höchste Auflösung, besonders verzerrungsarm auch in der Innenrille
Justage-Toleranz Sehr gutmütig — verzeiht Fehler leicht Moderat — sorgfältige Justage empfohlen Gering — präzise Justage zwingend erforderlich Sehr gering — nur mit exakter Einstellung vorteilhaft
Lebensdauer (ca.) 500–700 Stunden 800–1.000 Stunden 1.500–2.000 Stunden 2.000+ Stunden
Plattenschonung Gleichmäßig, aber höherer Druck pro Fläche Etwas besser durch schlankeres Profil Sehr gut — großer Kontaktbereich verteilt den Druck Am schonendsten für Nadel und Platte
Geeignet für Einsteiger, DJs, ältere Plattenspieler, entspanntes Hören Mittelklasse-Systeme, aufmerksame Hörer, bester Kompromiss Gehobene Systeme, audiophile Hörer mit sorgfältigem Setup High-End-Systeme mit optimaler Justage und Aufstellung

Was bedeutet Nadelnachgiebigkeit (Compliance) — und warum muss sie zum Tonarm passen?

Die Compliance beschreibt, wie weich oder steif die Aufhängung des Nadelträgers ist — angegeben in µm/mN (Mikrometer pro Millinewton). Zusammen mit der effektiven Masse des Tonarms bildet der Tonabnehmer ein Feder-Masse-System mit einer Resonanzfrequenz. Diese Resonanz sollte idealerweise zwischen 8 und 12 Hz liegen — unterhalb der tiefsten Musikfrequenzen, aber oberhalb typischer Störfrequenzen durch Trittschall und Plattenverwellungen. Passt die Compliance nicht zum Tonarm, kommt es zu unkontrolliertem Wackeln (bei zu hoher Compliance am schweren Arm) oder zu mangelhafter Tiefbassabtastung (bei zu geringer Compliance am leichten Arm). Faustregel: Hohe Compliance (über 20 µm/mN) passt zu leichten Tonarmen, niedrige Compliance (unter 15 µm/mN) zu mittelschweren und schweren Armen.

Brauche ich für einen MC-Tonabnehmer einen speziellen Phono-Vorverstärker?

Für Low-Output-MC-Systeme ja. Deren Ausgangsspannung liegt mit 0,1 bis 0,6 mV weit unter dem Pegel eines MM-Systems und erfordert eine deutlich höhere, zugleich extrem rauscharme Verstärkung. Dafür gibt es drei Wege: einen dedizierten MC-Phono-Vorverstärker, einen Phono-Pre mit umschaltbarem MM/MC-Eingang oder einen passiven MC-Übertrager (Step-Up-Transformer) vor einem MM-Eingang. High-Output-MC-Systeme umgehen dieses Problem — ihre Ausgangsspannung reicht für den Betrieb am Standard-MM-Eingang mit 47 kΩ, was sie zum idealen Einstieg in die MC-Welt macht. MI-Systeme sind in dieser Hinsicht genauso unkompliziert wie MM.

Was bedeutet die Abschlussimpedanz — und warum ist sie beim MC-System so wichtig?

Die Abschlussimpedanz ist der Widerstand, den der Phono-Vorverstärker dem Tonabnehmer als „Last" entgegensetzt. Bei MM-Systemen ist der Standard 47 kΩ — hier liegt die Herausforderung eher in der korrekten Eingangskapazität (pF), die stark vom Phonokabel und der Vorstufe abhängt. Zu hohe Kapazität erzeugt einen unschönen Höhenbuckel, zu niedrige einen dumpfen Klang. Bei MC-Systemen ist der optimale Abschlusswiderstand herstellerspezifisch und liegt typischerweise zwischen 20 und 1.000 Ohm. Hochwertige Phono-Vorverstärker bieten einstellbare Impedanzen, um das System auf den Tonabnehmer abzustimmen. Die richtige Impedanz entscheidet über Tonbalance, Dynamik und räumliche Abbildung — es lohnt sich, hier nach Gehör feinzutunen.

Wie lange hält ein Tonabnehmer — und woran erkenne ich, dass die Nadel verschlissen ist?

Die Lebensdauer hängt vom Nadelschliff, der Auflagekraft, dem Plattenzustand und der Pflege ab. Sphärische Nadeln halten bei normaler Nutzung etwa 500 bis 700 Stunden, elliptische bis rund 1.000 Stunden, und hochwertige Shibata- oder MicroLine-Schliffe können bei guter Pflege 2.000 Stunden und mehr erreichen. Typische Verschleißanzeichen: Der Klang wird zunehmend dumpf oder matt, Zischlaute bei Gesang nehmen zu, die Stereoabbildung verliert an Präzision, und im schlimmsten Fall beginnen Verzerrungen in lauteren Passagen. Wer regelmäßig hört, sollte die Nadel alle drei bis fünf Jahre prüfen lassen — spezielle Hifi-Fachhändler bieten Nadelprüfungen unter dem Mikroskop an.

Wie justiere ich einen Tonabnehmer richtig — worauf kommt es an?

Eine sorgfältige Justage ist der Schlüssel, um das volle Potenzial eines Tonabnehmers auszuschöpfen — und gleichzeitig die Schallplatten zu schonen. Die wichtigsten Einstellparameter sind die Auflagekraft (empfohlenen Wert des Herstellers einhalten, idealerweise mit einer digitalen Tonarmwaage messen), der Überhang (Abstand der Nadelspitze zur Tonarmachse, eingestellt mit einer Schablone), der Kröpfungswinkel und Spurfehlwinkel (werden über den Überhang mitbestimmt), der Azimut (vertikale Ausrichtung der Nadel zur Rillenebene) und der VTA (Vertical Tracking Angle — Höhe des Tonarms in Relation zur Plattenoberfläche). Gerade bei anspruchsvollen Nadelschliffen wie Shibata oder MicroLine lohnt sich jede Minute Justageaufwand. Wer unsicher ist, sollte die Ersteinstellung von einem Fachhändler vornehmen lassen — das ist gut investiertes Geld.

MM, MC oder MI — welcher Typ passt zu mir?

Es gibt keine pauschale Antwort, aber eine gute Orientierung: Wer unkompliziert Vinyl genießen möchte und einen Plattenspieler mit eingebautem oder einfachem externem Phono-Pre besitzt, ist mit einem guten MM-System hervorragend bedient. Die tauschbare Nadel hält die Folgekosten niedrig, und die hohe Ausgangsspannung stellt keine besonderen Anforderungen an die Elektronik. Wer die letzte Feinzeichnung, Räumlichkeit und Transientenpräzision sucht — und bereit ist, in eine hochwertige MC-Phono-Vorstufe zu investieren — findet in einem Low-Output-MC das Maximum an analoger Wiedergabequalität. High-Output-MC-Systeme sind der clevere Mittelweg: MC-Klangqualität ohne spezielle Verstärkung. MI-Systeme wie die von Grado oder Nagaoka bieten eine faszinierende Alternative mit körperhafter, musikalisch fließender Wiedergabe und dem Komfort tauschbarer Nadeln. Entscheidend ist am Ende nicht das Prinzip allein, sondern die Qualität der Umsetzung — und die Abstimmung auf Tonarm, Phono-Vorstufe und den eigenen Geschmack.

Dieser Artikel erhielt Tests und Rezensionen in folgenden Fachmagazinen und Foren:

Hifi Magazin / Forum - Datum Link / Award
Fidelity / 2013-03 Test Rega Brio R
Audio / 2011-07 Test Rega Brio R Audio 
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Tonabnehmer · Moving Magnet

Zehn Jahre Entwicklungszeit, ein weltweites Patent und eine Magnetentechnologie, die bislang Moving-Coil-Systemen vorbehalten war: Der Rega Nd3 ist kein gewöhnlicher MM-Tonabnehmer. Er ist der erste seiner Gattung, der einen N55-Neodym-Magneten einsetzt — jenen extrem leistungsstarken Seltene-Erden-Werkstoff, den Rega seit Jahren in seinen renommierten MC-Systemen verwendet. Das Ergebnis ist ein grundlegend neu gedachter Generator, der die Schwächen konventioneller MM-Tonabnehmer konsequent adressiert und die Kategorie neu definiert.

Der Nd3 tritt die Nachfolge des über Jahrzehnte bewährten Elys 2 an — und übertrifft es in allen messbaren wie hörbaren Disziplinen deutlich. Wo der Elys 2 solide Arbeit leistete, spielt der Nd3 auf einem anderen Niveau: breitere Bühne, ruhigerer Hintergrund, mehr Feinzeichnung, mehr Energie. Internationale Fachpresse und Händler reagierten einhellig: Das britische Magazin The Ear vergab die Auszeichnung Best Buy, AVForums sprach vom Benchmark für MM-Tonabnehmer in dieser Preisklasse.

Weltpremiere
Erster MM-Tonabnehmer weltweit mit N55-Neodym-Magnet — Technologie aus der MC-Welt
Handgefertigt in UK
Jede Einheit montiert und geprüft von Rega-Technikern in Southend-on-Sea, England
10 Jahre Entwicklung
Patentiertes Generator-Design — Ergebnis eines Jahrzehnts gezielter Forschung an der MC-Basis
Der Generator — das Herzstück

Was den Nd3 fundamental von klassischen MM-Systemen unterscheidet, liegt tief im Inneren des Körpers: der vollständig neu konzipierte Generator. Konventionelle MM-Tonabnehmer nutzen Ferrit-Stabmagnete mit mehrfach gebogenen Mu-Metall-Polstücken — jede Biegung, jeder Stanzvorgang degradiert jedoch die magnetischen Eigenschaften des Mu-Metalls messbar. Rega hat diesen Kompromiss bewusst eliminiert: Im Nd3 sind die Mu-Metall-Polstücke vollständig gerade, werden in zwei Hälften geschnitten und symmetrisch angeordnet. Das minimiert Verluste und schafft eine geometrisch präzise Kanalbalance, die bislang MC-Systemen vorbehalten war.

Möglich wird diese Architektur erst durch den N55-Neodym-Magneten — der weltweit leistungsstärkste kommerziell verfügbare Permanentmagnet. Sein hohes Kraftpotenzial erlaubt es, die Spulen und den Magneten deutlich kleiner und leichter auszulegen als bei ferritbasierenden Designs. Die Folge: eine stark reduzierte bewegte Masse am Nadelträger-Ende des Generators, was direkt der Spurhaltigkeit und der Hochtonwiedergabe zugute kommt. Die miniaturisierten Parallelspulen werden im Rega-eigenen Werk aus 38-Mikron-Draht mit exakt 1.275 Windungen gewickelt — ein akribischer Prozess, der einen Generator mit niedrigster Induktivität und Impedanz ergibt, optimiert für feinste Hochtonauflösung.

Gehäuse, Montage & Pivot-Pad

Das Gehäuse des Nd3 ist direkt von Regas erfolgreichster MC-Linie inspiriert: glasfaserverstärktes Polyphenylensulfid (PPS), im Nulltoleranz-Spritzgussverfahren gefertigt. Dieses Material ist leicht, hochsteif und resonanzarm — bei einem Gesamtgewicht von rund 6 Gramm eine ausgesprochen tonarmlagerfreundliche Konstruktion. Die Verschraubung erfolgt von oben in den Korpus, ohne Einlegmuttern: Die Gewinde sind direkt ins PPS geschnitten, was eine spielfreie, vibrationsarme Verbindung mit der Headshell sicherstellt.

Besonderes Augenmerk verdient das Pivot-Pad-Design: Durch die Eliminierung der mechanischen Verbindung zwischen Nadelträgergehäuse und Hauptkörper arbeitet die Nadel ohne störende Resonanzpfade — Spurhaltigkeit und Stylus-Stabilität profitieren unmittelbar. Das 3-Punkt-Befestigungssystem von Rega bietet gegenüber dem gängigen 2-Loch-Standard eine steifere Kopplung an den Tonarm und ermöglicht an Rega-Eigenarmen automatische Spurwinkelausrichtung — kein Protraktoren-Einsatz nötig. An Fremdtonarmen gestaltet sich die Montage durch die von oben zugänglichen Schrauben ohnehin unkomplizierter als bei vielen Wettbewerbern.

Klang & Einordnung

Der Nd3 klingt, wie er konstruiert ist: mit ungewöhnlicher Energie, Dynamik und Bühnentiefe für einen MM-Tonabnehmer. Reviewer bei Analog Planet beschrieben ihn als außergewöhnlich lebendig, mit Tempo, Farbe und Rhythmusgefühl — und ohne dabei in Überschwang oder Verfärbung zu kippen. Die elliptische Diamantnadel auf Aluminium-Cantilever liefert eine präzise, detailreiche Abtastung; die Nadelauflagekraft von 1,75 g hält die Rille souverän, ohne die Platten zu strapazieren.

Besonders bemerkenswert: Direkte Vergleiche mit dem bisherigen Topseller Elys 2 und dem teureren Exact ergaben laut unabhängigen Händlertests, dass der Nd3 beide Vorgänger in sämtlichen Disziplinen überbietet — mehr Detailauflösung, weniger Oberflächenrauschen, breitere Bühne, bessere Instrumentenstaffelung. Der Nd3 ist als Werksbestückung auf Rega Planar 2 und Planar 3 erhältlich und fügt sich als souveräner Aufrüsttipp in nahezu jede Anlage mit 47-kΩ-MM-Phonostufe und passendem Tonarm.

Wer noch mehr sucht, findet in der gleichen Nd-Familie mit dem Nd5 (Micro-Line-Nadel) und dem Nd7 den logischen Aufstieg — gleiches Generator-Fundament, nochmals verfeinertes Abtastprofil. Der Nd3 ist dabei das Einstiegsmodell, das preislich auf dem Niveau des Elys 2 liegt — eine Aussage, die angesichts der Leistungssprünge erstaunlich ist.

Rebuild-Programm & Nachhaltigkeit

Rega denkt über den Kauf hinaus: Das herstellereigene Rebuild-Programm ermöglicht es, einen verschlissenen oder beschädigten Nd3 beim autorisierten Händler einzutauschen und gegen eine vollständig neu bestückte, geprüfte Einheit zu tauschen — zu einem Preis, der dem eines Ersatzstylusses anderer Hersteller entspricht. Jedes Rebuild-System durchläuft dieselbe Qualitätskontrolle wie ein Neugerät. Cantilever, Nadel und Pivot-Pad werden komplett erneuert. Eine Investition, die sich langfristig rechnet.

Der Nd3 wird in einer vollständig recycelbaren Verpackung ausgeliefert — Montageanleitungen sind platzsparend direkt auf den Verpackungsseiten aufgedruckt, ganz ohne separates Beilagenblatt. Lifetime Limited Warranty gegen Fertigungsfehler rundet das Gesamtpaket ab.

Technische Daten
Hersteller Rega Research (Großbritannien)
Typ Moving Magnet (MM)
Magnet Neodym N55 (weltweit stärkster kommerziell verfügbarer Permanentmagnet)
Nadelschliff Präzise Ellipse, polykristalliner synthetischer Diamant auf Titanschaft
Nadelträger (Cantilever) Aluminium
Ausgangsspannung 5–6 mV (nominal)
Auflagekraft 1,75 g
Abschlussimpedanz 47 kΩ
Spulen Miniaturisierte Parallelspulen, 38-Mikron-Draht, 1.275 Windungen (hauseigen gewickelt)
Gehäuse Glasfaserverstärktes PPS (Polyphenylensulfid), Nulltoleranz-Spritzguss
Gehäusefarbe Rot
Gewicht ca. 6 g
Befestigung Rega 3-Punkt-System (automatische Ausrichtung an Rega-Tonarmen)
Polstücke Mu-Metall, vollständig gerade (keine Biegungen / kein Stanzen)
Fertigung Handgefertigt in Großbritannien (Southend-on-Sea)
Werksbestückung Optional auf Rega Planar 2 und Planar 3 (vergünstigtes Paketangebot)
Garantie Lifetime Limited Warranty gegen Fertigungsfehler
Rebuild-Service Ja — Eintausch beim Händler gegen vollständig neu bestücktes, geprüftes System
Verpackung 100 % recycelbar
Serie / Upgrade Nächste Stufe: Rega Nd5 (Micro-Line) · Rega Nd7

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