Plattenspieler-Zubehör · Headshell · High-End
Ein Headshell auf diesem Niveau ist kein Zubehör mehr — es ist eine Komponente. Das Ortofon LH-9000 kombiniert drei Materialien, die in der Hochpräzisionsmechanik und der audiophilen Welt für ihre außergewöhnlichen akustischen Eigenschaften bekannt sind: gefrästes Magnesium als tragendes Grundelement, Carbonfaser-Verbundwerkstoff als resonanzminderndes Funktionselement und Urushi-Lack als finale mechanische Bedämpfungsschicht. Das Ergebnis ist ein Headshell, das Vibrationen nicht nur minimiert, sondern ihnen auf drei unabhängigen Ebenen aktiv entgegenwirkt — abgestimmt auf die anspruchsvollsten MC-Tonabnehmer, die Ortofon je gebaut hat.
Das LH-9000 ist konsequent als Referenz-Headshell für die Cadenza-Serie, das MC A95, das MC Anna Diamond und das MC Windfeld Ti entwickelt worden — Tonabnehmer, die im vierstelligen und fünfstelligen Preissegment spielen und deren Leistungsfähigkeit unmittelbar davon abhängt, wie präzise und resonanzfrei die mechanische Verbindung zum Tonarm ist. Ein Headshell auf diesem Entwicklungsstand ist keine übertriebene Investition — es ist die logische Konsequenz, wenn man das volle Potential eines Spitzentonabnehmers nicht auf dem Tisch liegen lassen möchte.
Magnesium + Carbon
Zwei Materialien, zwei Wirkungsebenen — gefrästes Magnesium trägt, Carbonfaser-Element dämmt Eigenresonanzen
Urushi-Lackierung
Traditioneller japanischer Naturlack härtet aus und verändert das Resonanzverhalten dauerhaft zum Besseren
OFC + Vergoldung
Hochreines sauerstofffreies Kupfer mit hartvergoldeten Kontakten — konsequent bis ins letzte Detail
Drei Materialien, ein Ziel
Magnesium ist das leichteste aller Konstruktionsmetalle und besitzt dabei eine sehr hohe spezifische Steifigkeit — ein entscheidender Vorteil gegenüber Aluminium: gleiche Präzision, niedrigeres Gewicht, günstigeres Dämpfungsverhalten bei hochfrequenten Vibrationen. Die Kombination aus hoher innerer Dämpfung und gleichzeitig hoher Biegesteifigkeit macht Magnesium zum bevorzugten Material für Tonarme höchster Qualität — und konsequenterweise auch für das Headshell, das den Tonabnehmer mit eben diesem Tonarm verbindet.
Das zusätzliche Carbonfaser-Element greift dort ein, wo Magnesium allein an seine Grenzen stößt: Kohlefaserverbundwerkstoffe besitzen eine extrem hohe Steifigkeit bei gleichzeitig ausgeprägter Eigenschaft, mechanische Schwingungsenergie in Wärme umzuwandeln. Strukturelle Resonanzen, die das Magnesium-Frästeil noch weiterleitet, werden vom Carbon-Element absorbiert — das LH-9000 arbeitet so als aktives Dämpfungssystem statt als passiver Signalweitergabe-Kanal.
Die Urushi-Lackierung fügt eine dritte, faszinierende Schicht hinzu. Urushi — der Naturlack aus dem Saft des japanischen Urushi-Baums — wird in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und härtet über die Zeit weiter aus. Dabei verändert er das Resonanzverhalten des Grundmaterials dauerhaft: Die Lackschicht wird dichter und fester, die mechanische Kopplung zwischen Lack und Substrat nimmt zu, die Eigenresonanzen des Gehäuses verschieben sich in einen unkritischen Bereich. Dieses Prinzip ist aus dem japanischen Highend-Tonabnehmer-Bau bekannt, wo Urushi-Lackierungen bei legendären Systemen wie Koetsu und Etsuro Urushi für einen Klang verantwortlich sind, der sich mit zunehmendem Alter des Instruments sogar noch weiter verbessert. Ortofon überträgt dieses Konzept konsequent auf das LH-9000.
Auf der Signalseite setzt Ortofon beim LH-9000 auf hochreines OFC-Kupfer mit hartvergoldeten Kontakten — der gleiche konsequente Ansatz wie beim gesamten Signalpfad: kein Übergangswiderstand, keine Oxidation, keine Signalverfälschung zwischen Tonabnehmer und Phonovorstufe. Die Farbcodierung folgt dem Ortofon-Standard: Rot/Grün für den rechten Kanal (Signal/Masse), Weiß/Blau für den linken Kanal. Auch hier gilt der bewährte Montagehinweis: Die Kabel vor der Tonabnehmer-Montage auf dem Headshell anschließen, da die Kontaktstifte der Ortofon-Tonabnehmer (1,2 mm) etwas größer sind als die Klemmen des Headshells (1,0 mm) und ausreichend Bewegungsfreiheit für den Klemmvorgang benötigt wird.
Einordnung & Kompatibilität
Mit SME-Anschluss und ½-Zoll-Standard-Befestigung passt das LH-9000 an die große Mehrheit aller hochwertigen Tonarme. Die Montagedistanz von 38,1 bis 44,9 mm deckt gängige Tonabnehmer-Geometrien sicher ab und erlaubt präzise Justage. Das Gewicht von 18,3 g ist beim Systemaufbau zu berücksichtigen: Die Kombination mit schweren MC-Systemen wie dem MC Anna Diamond oder MC A95 erfordert ein entsprechend dimensioniertes Gegengewicht am Tonarm — ein Blick in die Spezifikationen des vorhandenen Arms ist vor dem Kauf empfehlenswert.
Im Ortofon-Sortiment steht das LH-9000 an der Spitze der Headshell-Familie und ist als natürlicher Partner der Cadenza-, MC-A- und MC-Diamond-Serie konzipiert. Wer einen Ortofon-Spitzentonabnehmer betreibt und noch kein LH-9000 verwendet, hat klanglich noch nicht alles aus seinem System geholt.
| Hersteller |
Ortofon (Dänemark) |
| Modell |
LH-9000 |
| Grundmaterial |
Magnesium-Frästeil (gefräst, nicht gegossen) |
| Resonanzdämpfung |
Zusätzliches Carbonfaser-Element |
| Oberflächenbehandlung |
Urushi-Lackierung (japanischer Naturlack, mehrschichtig) |
| Anschluss |
SME-Standard |
| Tonabnehmer-Befestigung |
½ Zoll Standard |
| Gewicht |
18,3 g |
| Montagedistanz |
38,1 mm (min.) / 44,9 mm (max.) |
| Headshell-Länge |
52,0 mm |
| Headshell-Breite |
20,0 mm |
| Headshell-Kabel |
OFC-Kupfer, hochrein (LW-7N), hartvergoldete Kontakte |
| Kabelfarb-Kodierung |
Rot/Grün = rechts (Signal/Masse) · Weiß/Blau = links (Signal/Masse) |
| Kontaktstift-Durchmesser (Kabel) |
1,0 mm (Ortofon-Tonabnehmer: 1,2 mm — Kabel vor Montage anschließen) |
| Empfohlene Tonabnehmer |
Cadenza-Serie, MC A95, MC Anna Diamond, MC Windfeld Ti |
| Garantie |
2 Jahre |
| Lieferumfang |
Headshell LH-9000, OFC-Headshell-Kabel (LW-7N), Schraubensatz |