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Clearaudio Compass Test: High-End zum Einsteigerpreis

24.02.2026

clearaudio compass: High-End-Klang aus Erlangen – kompakt, spielfertig, kompromisslos

Vinyl erlebt seit Jahren eine beeindruckende Renaissance – und immer mehr Musikliebhaber fragen sich: Wie bekomme ich echten audiophilen Klang, ohne fünfstellige Summen zu investieren? clearaudio, die fränkische Analog-Manufaktur aus Erlangen, hat auf diese Frage eine klare Antwort entwickelt. Nach über zwei Jahren Entwicklungsarbeit ist der clearaudio compass das Ergebnis eines konsequenten Qualitätsanspruchs: ein spielfertig ausgelieferter Plattenspieler, der High-End-Technik für eine deutlich breitere Zielgruppe zugänglich macht – zum Preis von 1.290 Euro.

Als die Erlanger vor rund 15 Jahren ihr Concept-Modell vorstellten, setzte es gleich zwei Meilensteine: Es war der damals günstigste spielfertige clearaudio-Plattenspieler und der erste, den selbst Laien in wenigen Minuten in Betrieb nehmen konnten. Der neue compass treibt genau das auf die Spitze. Fairaudio

Was steckt hinter dem Konzept?

„Wir wollten ganz bewusst einen Plattenspieler entwickeln, der die ganze Faszination von High-End-Audio verkörpert, dabei aber für mehr Menschen erschwinglich ist", erklärt clearaudio-Geschäftsführer Robert Suchy. AREA DVD Dieses Versprechen ist nicht Marketingprosa – es ist das Ergebnis einer sorgfältig abgewogenen Balance zwischen Manufaktur-Fertigung und intelligenter Serienfertigung. Alle klanglich entscheidenden Bauteile entstehen nach wie vor von Hand in Erlangen: Tonarm, Tonabnehmer, Lager und Subteller. Lediglich das MDF-Chassis kommt von einem Partnerunternehmen in Tschechien, wo auch die Endmontage stattfindet.

Das Resultat ist ein Plattenspieler, der nach Einschätzung mehrerer unabhängiger Fachredaktionen die Konkurrenz in seiner Preisklasse ernsthaft herausfordert – darunter so etablierte Namen wie Rega. Klanglich kein Zwerg, sondern eine vorzüglich verarbeitete audiophile HiFi-Komponente, die sich ganz respektlos sogar mit dem über Jahrzehnte gereiften Preisklassen-Champ von Rega anlegt und dabei gar nicht schlecht wegkommt HIFI.DE, urteilt hifi.de nach ausführlichem Hörtest.

Das Herzstück: Lager, Teller und Antrieb

Wer einen Plattenspieler beurteilen will, schaut zuerst auf das Lager – denn hier entscheidet sich, wie ruhig und präzise der Teller dreht. Beim compass setzt clearaudio auf eine polierte, gehärtete Stahlachse in einer Bronzebuchse, die auf einem Teflonspiegel läuft. Der 20 mm starke Plattenteller aus hochdichtem Acryl wird von einem CNC-präzisionsgedrehten Aluminium-Subteller ergänzt. Ein entkoppelter 12-Volt-Gleichstrommotor überträgt seine Kraft über einen geschliffenen Flachriemen – vibrationsfrei und leise.

Das Ergebnis dieser Konstruktion spricht für sich: Der Gleichlaufwert liegt bei weniger als ±0,05 %, was in dieser Preisklasse außergewöhnlich ist. Das Tellerlager erwies sich im Hörtest als rumpelarm STEREO, bestätigt die Fachredaktion von stereo.de – eine Aussage, die für Vinylhörer von zentraler Bedeutung ist, denn mechanisches Rumpeln ist einer der häufigsten Klangkiller bei günstigeren Plattenspielern.

Tonarm T1 und Tonabnehmer N1: ein aufeinander abgestimmtes System

Der neue Tonarm T1 ist keine Eigenentwicklung aus dem Nichts – er basiert auf dem vielfach bewährten clearaudio Satisfy, einem der angesehensten Radialarme im mittleren Preissegment. Mit einer effektiven Länge von 239,12 mm, einem Kröpfungswinkel von 24,02° und einem Anti-Skating-System über Seilzug ist er präzise auf optimale Spurführung ausgelegt. Das konfektionierte Signalkabel „clearaudio Direct Wire PLUS" läuft durchgehend vom Tonabnehmer bis zum MPC-Cinch-Stecker – ohne störende Übergänge, die den Klang beeinträchtigen könnten.

Dieses Überziehen des Antiskating-Gewichts gehört neben der Montage des Tonarm-Gegengewichts zu den wenigen Handgriffen, die man an dem „Plug and Play" gelieferten Plattenspieler noch selbst ausführen muss – der Tonabnehmer N1 kommt tadellos montiert und gut geschützt frei Haus mit. LowBeats

Der MM-Tonabnehmer N1 wurde eigens für den compass entwickelt und ist mit einem elliptisch geschliffenen Diamanten, einem massiven Aluminiumgehäuse und einem Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz ausgestattet. Die Ausgangsspannung beträgt rund 2,9 mV – ausreichend für jeden handelsüblichen Phonovorverstärker. Das N1 überrascht mit einem massiven Aluminiumgehäuse und feiner sowie räumlicher Wiedergabe für einen sehr niedrigen Einstiegspreis – ein echter Preistipp für Ein- und Aufsteiger. STEREO Im Direktvergleich mit dem Ortofon 2M Red zeigte das N1 die feineren Manieren: mehr Räumlichkeit, mehr Nuancen, mehr Grazie.

Verarbeitung und Design: „reduce to the max" aus der Manufaktur

Optisch folgt der compass dem purism, der in Erlangen Tradition hat. Er erscheint wie eine Essenz clearaudioscher Formensprache – konsequent schlicht designt, der trotz seines reduzierten Outfits nicht ansatzweise wie eine „Spardose" anmutet. Fairaudio Das MDF-Gehäuse in Schwarz oder Silber sitzt auf drei höhenverstellbaren, entkoppelten Aluminiumpucks. Eine massive Stahlplatte an der Gehäuseunterseite bringt zusätzliches Gewicht und sorgt für resonanzarmes Spielverhalten. Die Acrylhaube mit Edelstahl-Gelenken schützt das Laufwerk stilsicher – im Betrieb empfiehlt sich die vollständige Abnahme für optimalen Klang.

Ein Kippschalter an der Geräteunterseite wechselt zwischen 33⅓ und 45 U/min, der Tonarm wird über einen gedrehten Aluminiumhebel sanft abgesenkt. Mehr Bedienelemente gibt es nicht – und das ist genau richtig so.

Wie klingt der clearaudio compass wirklich?

Die unabhängigen Tests sprechen eine einheitliche Sprache. Dieser klar und schnörkellos gezeichnete Plattenspieler, der optisch beinahe nüchtern auftritt, klingt substanziell, raffiniert und reif – da ist im wahrsten Wortsinn was dahinter. STEREO Im Stereo-Test überzeugte der compass mit trockener Prägnanz im Bass, klarer Durchzeichnung von Stimmen und Instrumenten sowie einer stabilen Bühne.

Das AV-Magazin bestätigt: Mit dem spielfertigen Plattenspieler compass will clearaudio audiophile Ansprüche im Einstiegssegment erheben AV-Magazin – und gelingt der Spagat tatsächlich. hifi.de fasst es im Fazit so zusammen: 1.290 Euro kann man in der HiFi-Welt jedenfalls bedeutend schlechter anlegen – aber kaum besser als im Clearaudio Compass. HIFI.DE

Technische Eckdaten im Überblick

Der compass wiegt rund 8,4 kg (inkl. Tonarm, Tonabnehmer und Haube) und misst 435 × 340 × 120 mm. Die maximale Leistungsaufnahme im Betrieb beträgt 5,56 Watt, im ausgeschalteten Zustand verbraucht er keinen Strom. Das weltweit einsetzbare Netzteil erlaubt flexiblen internationalen Betrieb. Auf alle Komponenten gewährt clearaudio 24 Monate Herstellergarantie.

Nachklang: Der Einstieg, der keiner mehr sein will

Der clearaudio compass ist kein gewöhnlicher Einsteigerplattenspieler. Er ist ein Gerät mit Manufaktur-DNA, das klang­lich Maßstäbe setzt, die weit über seine Preisklasse hinausweisen – und dabei so unkompliziert zu bedienen ist, dass er für jeden Plattenliebhaber geeignet ist, egal ob Vinyl-Neuling oder Rückkehrer nach langer Pause. Wer jetzt in die analoge Klangwelt einsteigen oder upgegraden möchte, findet mit dem compass einen idealen Begleiter.

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