CD-Player · Digitale Quellgeräte
Die Silberscheibe ist nicht tot — sie klingt nur dann großartig, wenn das Laufwerk es zulässt. Und genau hier beginnt die Geschichte des Cyrus 40 CD: ein CD-Player, der den silbernen Datenträger mit dem ganzen technischen Ernst behandelt, den er verdient — und dabei zugleich einen radikalen Neuanfang für eine der traditionsreichsten Hifi-Marken Großbritanniens markiert. Cyrus Audio aus Cambridge feiert 2024 sein 40-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum erscheint die 40-Series mit vier von Grund auf neu entwickelten Komponenten — und der 40 CD ist das Herzstück für alle, die eine physische Musiksammlung nicht als Nostalgie, sondern als klanglich überlegene Quelle begreifen.
Es ist der 28. CD-Player in der Geschichte von Cyrus, und gleichzeitig der technisch ambitionierteste. Er baut auf der hauseigenen Servo Evolution Platform auf — einer proprietären Laufwerkstechnologie, die den Laser bei verringerter Disc-Drehzahl lesen lässt, um die Information mit höchster Genauigkeit beim ersten Durchlauf zu erfassen. Weniger Lesefehler bedeuten weniger Fehlerkorrektur, die Fehlerkorrektur bedeutet digitales Rauschen, digitales Rauschen bedeutet Klangverlust. Cyrus unterbricht diese Kette an der Wurzel — und kombiniert das Ergebnis mit dem fortschrittlichsten DAC, den die Marke je verbaut hat: dem ESS Sabre ES9039Q2M mit HyperStream IV Dual-DAC-Technologie und einem Rauschabstand von 117 dB.
Servo Evolution Platform
Proprietäre Laufwerkstechnologie für präzises Erstlesen — ca. 20% weniger Datenfehler als beim Vorgänger
ESS Sabre ES9039Q2M
32-Bit DAC mit HyperStream IV Dual-DAC, 117 dB SNR — topaktueller Referenz-Chip der Branche
Made in Britain
Entwickelt und gefertigt in Cambridge — anodisiertes Aluminium-Gehäuse, 5 Jahre Garantie
Was den 40 CD von anderen Geräten mit identischem DAC-Chip unterscheidet, liegt im Unsichtbaren: im Netzteil. Cyrus hat die Stromversorgung vollständig neu konzipiert und in neun unabhängige Versorgungsstufen segmentiert — jede Schaltungssektion erhält ihren eigenen, regulierten Zweig. DAC, Taktgenerator, analoge Ausgangsstufe, Display und Laufwerkssteuerung werden strikt voneinander getrennt versorgt. Die Konsequenz: Digitale Schaltstörungen dringen nicht in die empfindliche Analogsektion ein, der Rauschboden sinkt auf ein Niveau, das im Messlabor wie in der Praxis gleichermaßen überzeugt. Der ESS-Chip steckt auch in deutlich günstigeren Geräten — der Unterschied ist nicht der Chip, sondern das Drumherum.
Dazu kommt ein weiteres Werkzeug für klanglich Neugierige: acht wählbare Digitalfilter, die im Menü des 40 CD zugänglich sind. Die Unterschiede sind subtil, aber real — Rezensenten empfehlen übereinstimmend die Modi Minimum Phase oder Linear Phase in Slow-Roll-Off-Einstellung als natürlichsten Ausgangspunkt. Wer sein System und seine Hörvorlieben kennt, findet hier ein feines Tuning-Werkzeug direkt im Gerät, ohne externes Zubehör.
Das Gehäuse folgt dem ikonischen Half-Width-Format, für das Cyrus seit Jahrzehnten bekannt ist — mit einem entscheidenden Unterschied: Das Design des 40 CD ist zeitgemäß überarbeitet. Gebürstetes, schwarz eloxiertes Aluminium, eine kantenlose Glasfront mit 3,5-Zoll-TFT-Farb-Display und ein beleuchtetes Cyrus-Logo, das im Standby rot und im Betrieb weiß leuchtet, verleihen dem Gerät eine Eleganz, die weit über seinen Preis hinausweist. Das Display ist aus der Hörposition gut lesbar, kleinere Menüpunkte erfordern kurzes Aufstehen — ein minimales Zugeständnis an die kompakten Abmessungen.
Kritiker renommierter Fachmagazine sind sich selten so einig wie beim 40 CD: What Hi-Fi? lobt das Gerät als außerordentlich fähig und packend, mit präziser rhythmischer Kontrolle und kraftvollem Fundament. The Ear bezeichnet es als eines der sophistiziertesten Geräte seiner Preisklasse — mit einem muskulösen, energiereichen Klangbild, das forensische Mikrodynamik mit expressiver Spielfreude verbindet. Pursuit Perfect System würdigt es mit dem höchsten Preis der Publikation und fasst die Eigenart des 40 CD treffend zusammen: nicht der letzte Schrei in Auflösung und Schärfe, sondern eine Präsentation, die glättet ohne zu verwischen — die Musik fließt, der Fuß wippt mit, die Energie bleibt erhalten. The Ear beendet seinen Test mit dem Satz, den viele Käufer erhofft haben: Cyrus darf sich verbeugen.
Besonders bemerkenswerter Wandel für langjährige Cyrus-Kenner: Der 40 CD klingt jünger und direkter als seine Vorgänger. Das frühere, leicht dichte und warme britische Klangbild ist einer frischeren Transparenz und Unmittelbarkeit gewichen — bei vollem musikalischem Gewicht. Wer einen Cyrus aus den 1990er Jahren besitzt und auf ein 40-Series-System umsteigt, wird eine deutliche Charakterveränderung wahrnehmen — und in der Mehrzahl der Fälle als Gewinn erleben.
Anschlüsse & wichtige Hinweise
Die Anschlussbestückung des 40 CD ist bewusst schlank gehalten: zwei analoge RCA-Ausgänge sowie je ein digitaler Koaxial- und Optikausgang stehen für die Systemintegration zur Verfügung. Die rückseitigen USB-A- und RJ45-Buchsen dienen ausschließlich Firmware-Updates — eine Audiowiedergabe über diese Eingänge ist nicht möglich. Wer externe Quellen über einen DAC einbinden oder Dateien abspielen möchte, benötigt dafür den Cyrus 40 ST Streamer als Ergänzung im System. Der 40 CD spielt ausschließlich CDs — SACD-Wiedergabe ist nicht vorgesehen. Wer eine umfangreiche SACD-Sammlung besitzt, sollte dies vorab prüfen.
Das Gerät ist vollständig in das 40-Series-Ökosystem integrierbar: Das optionale externe Netzteil Cyrus 40 PSU lässt sich per Einzelkabel anschließen und versorgt den 40 CD mit noch ruhigerer, vielfach entkoppelter Stromversorgung — mit dedicierter Speisung für Masterclock und analoge DAC-Sektion. Wer die 40 AMP hinzufügt, erschließt sich ein System aus einer Hand mit natürlicher klanglicher Synergie. Die mitgelieferte Fernbedienung steuert alle vier 40-Series-Geräte — ein praktischer Komfort für jene, die das System schrittweise ausbauen.
| Hersteller |
Cyrus Audio Ltd., Cambridge (Großbritannien) |
| Modell |
40 CD — Integrated CD Player (40 Series) |
| DAC |
ESS Sabre ES9039Q2M, 32-Bit, HyperStream IV Dual DAC |
| Rauschabstand (SNR) |
117 dB |
| Laufwerkstechnologie |
Cyrus Servo Evolution Platform (proprietär) |
| Netzteil |
9 unabhängige Versorgungsstufen (digital, analog, Servo, Clock, Display je getrennt) |
| Digitalfilter |
8 wählbare Filter (u.a. Minimum Phase, Linear Phase, Slow Roll-Off) |
| Analoge Ausgänge |
2 × Line-Level RCA (unsymmetrisch) |
| Digitale Ausgänge |
1 × Koaxial S/PDIF, 1 × Optisch (TosLink) |
| Sonstige Anschlüsse |
USB-A + RJ45 Ethernet (ausschließlich Firmware-Updates), PSU-Anschluss für 40 PSU |
| Disc-Kompatibilität |
CD — kein SACD, keine Dateiformate über USB |
| Display |
3,5″ TFT-Farb-Display (High Resolution) |
| Gehäuse |
Anodisiertes Aluminium, gebürstet schwarz, Glasfront (Half-Width-Format) |
| Abmessungen (H × B × T) |
88 × 220 × 365 mm |
| Gewicht |
5,2 kg |
| Upgrade-Pfad |
Cyrus 40 PSU (externes Netzteil, optional) |
| Garantie |
5 Jahre |
| Auszeichnungen |
Best of 2024 (The Ear), Special Performer Award (Pursuit Perfect System), Reviewers' Preference Award (HiFi Pig) |
| Herkunft |
Made in Britain |