Phono-Vorverstärker · MM / MC · Made in Germany
Ein Tonabnehmer kann nur so gut klingen, wie der Phono-Vorverstärker es ihm erlaubt. Genau hier setzt der Trigon Vanguard II an: ein kompakter MM/MC-Phonoverstärker aus deutscher Manufaktur, der in seiner Preisklasse ungewöhnlich hochwertig verarbeitet ist — und mit einer Anpassungstiefe aufwartet, die man sonst nur von deutlich teureren Geräten kennt. Verstärkung in 16 Stufen von 42 bis 66 dB, Eingangsimpedanz in 31 Stufen von 25 Ω bis 1.800 Ω plus 47 kΩ für MM sowie drei zuschaltbare Kapazitätswerte: Damit lässt sich praktisch jedes gängige Abtastsystem präzise auf den Punkt bringen.
Entwickelt und in Handarbeit gefertigt wird der Vanguard II von der Trigon Elektronik GmbH in Fuldabrück bei Kassel. Seit der Gründung 1996 verfolgen Ralf Kolmsee und Rainer Reddemann dort ein klares Ziel: langlebige, wertstabile und bezahlbare Audiokomponenten, die nicht Trends hinterherlaufen, sondern durch beständiges Weiterentwickeln reifen. Der Vanguard II ist seit vielen Jahren das beste Beispiel dafür — ein echter kleiner High-End-Amp mit Manufaktur-Anspruch, der zudem mit dem Akkunetzteil Volcano III jederzeit klanglich weiter aufgewertet werden kann.
Maximale Anpassung
16 Verstärkungsstufen, 31 Impedanzstufen und zuschaltbare Kapazität — für nahezu jeden MM- und MC-Tonabnehmer
Manufaktur-Qualität
Handgefertigt in Fuldabrück, solides Aluminiumgehäuse, ausgelagertes Netzteil, 3 Jahre Garantie
Upgrade-fähig
Mit dem Akkunetzteil Volcano III jederzeit ohne Umbau auf reinen Akkubetrieb aufrüstbar
Anpassung an den Tonabnehmer
Die optimale Abstimmung von Phonostufe und Tonabnehmer ist einer der wirkungsvollsten und zugleich günstigsten Klang-Stellhebel einer analogen Kette. Ein falsch angepasster Verstärker verschenkt Dynamik, Auflösung und tonale Balance — selbst das beste Abtastsystem kann dann nie zeigen, was in ihm steckt. Beim Vanguard II erfolgt die Einstellung über von außen zugängliche Schalterbänke: Das Gehäuse muss nicht geöffnet werden, verschiedene Werte lassen sich in Ruhe durchhören und vergleichen. Eine Möglichkeit, die viele selbst deutlich teurere Mitbewerber schlicht nicht bieten.
Die Verstärkung reicht von 42 dB — ideal für klassische MM-Systeme — bis 66 dB. Damit bewältigt der Vanguard auch sehr leise Moving-Coil-Systeme souverän und ohne zusätzlichen Übertrager: In der US-Fachzeitschrift Stereophile betrieb Michael Fremer den Vanguard II direkt mit einem Lyra Helikon SL, das gerade einmal 0,22 mV Ausgangsspannung liefert. Die Eingangsimpedanz lässt sich für MC in 31 feinen Schritten zwischen 25 Ω und 1.800 Ω wählen, für MM stehen die normgerechten 47 kΩ bereit. Ergänzend kann die Grundkapazität von 60–100 pF um 47, 100 oder 147 pF erhöht werden — wichtig für die Feinabstimmung des Hochtons bei MM-Systemen.
| Tonabnehmer-Typ |
Typischer Einstellbereich (Orientierung) |
| MM / MI (ca. 3–6 mV) |
ca. 42–45 dB, 47 kΩ, Kapazität nach Herstellerempfehlung |
| High-Output-MC (ca. 1,5–2,5 mV) |
ca. 48–54 dB, Impedanz nach Herstellerempfehlung |
| Low-Output-MC (ca. 0,2–0,5 mV) |
ca. 60–66 dB, meist 100–500 Ω als Startpunkt |
Klanglich präsentiert sich der Vanguard II unaufgeregt, ruhig und mit einer gehörigen Portion Souveränität. Sein Schwerpunkt liegt auf einem besonders klaren, ausdrucksstarken Mitteltonbereich: Stimmen stehen plastisch im Raum, Instrumente behalten ihre natürliche Klangfarbe. Die Höhen sind dezent zurückgenommen, was dem Gesamtbild eine angenehme Geschmeidigkeit verleiht — auch das britische Magazin SoundStage! beschreibt ihn als leicht warm abgestimmt. Gerade ältere, etwas harsch aufgenommene Pressungen oder scharfe Streicherpassagen profitieren davon hörbar, ohne dass Details verloren gehen.
Die sorgfältig ausgewählten, rauscharmen Bauteile sorgen für einen tiefschwarzen Hintergrund, aus dem sich Musik frei entfalten kann. Mit einer Kanaltrennung von 63 dB und einem Fremdspannungsabstand von 67 dB spielt der Vanguard II messtechnisch auf einem Niveau, das in seiner Klasse keineswegs selbstverständlich ist. Ein praktischer Vorteil im Alltag: Das ausgelagerte Netzteil hält Brummeinstreuungen vom empfindlichen Signalweg fern und erlaubt es, den kompakten Verstärker unmittelbar neben dem Plattenspieler zu platzieren — kurze Phonokabel inklusive.
Wichtig für die ersten Hörsitzungen: Wie viele hochwertige Phonostufen benötigt auch der Vanguard II eine gewisse Einspielzeit, bevor er sein volles Potenzial entfaltet — ein Hinweis, den auch die Fachpresse ausdrücklich gibt.
Upgrade: Akkunetzteil Volcano III
Das besondere Highlight des Vanguard-Konzepts ist seine Ausbaufähigkeit. Mit dem optional erhältlichen Trigon Volcano III lässt sich der Phonoverstärker jederzeit und ohne technische Änderung auf Akkubetrieb aufrüsten. Der Volcano III wird einfach zwischen das Bodennetzteil und den Vanguard II geschaltet und im passenden, baugleichen Gehäuse direkt daneben oder darunter platziert. Zwei Blei-Gel-Akkus mit mikroprozessorgesteuerter Ladeautomatik übernehmen dann die Stromversorgung — wahlweise im reinen Netzbetrieb, im kombinierten Akku-Netzbetrieb oder vollständig vom Stromnetz getrennt. Im reinen Akkubetrieb spielt der Vanguard II mit einer Ladung rund sechs Stunden.
Klanglich ist der Unterschied deutlich: Befreit von Störungen aus dem Versorgungsnetz, wird die ohnehin scharf umrissene Raumdarstellung noch präziser, die Dynamik weiter und der Hintergrund noch ruhiger. Der Abstand zum großen Bruder, dem Trigon Advance, schrumpft damit auf ein Minimum. So wächst der Vanguard II mit den Ansprüchen seines Besitzers — ein Konzept, das Investitionssicherheit schafft.
Zahlreiche Testberichte unterstreichen den hohen Anspruch des Vanguard II. Das Magazin STEREO (Ausgabe 06/2009) vergab ein Klang-Niveau von 85 % und bewertete das Preis-Leistungs-Verhältnis mit „exzellent“; die Tester lobten das spritzige, homogene und räumliche Spiel ebenso wie die umfassende Anpassbarkeit an MM- und MC-Systeme. Im Vergleichstest der Zeitschrift Pulsfrequenz belegte der Vanguard II Platz 1 von 6 — als günstigster Teilnehmer ließ er die teurere Konkurrenz in vielen Disziplinen hinter sich.
Auch international genießt der Vanguard II einen ausgezeichneten Ruf: Stereophile-Autor Michael Fremer bescheinigte ihm in Kombination mit dem Akkunetzteil die tiefste und weiteste Bühne im Testfeld, die größten dynamischen Kontraste und eine Abbildung, die es mit weit teureren Phonostufen aufnehmen könne. Sein Fazit: ein herausragend spielender, kompetent konstruierter und gebauter Phonoverstärker. In der Summe aus Haptik, Klang, Verarbeitung und deutschem Manufaktur-Anspruch ist der Vanguard II in seiner Preisklasse praktisch konkurrenzlos.
| Hersteller |
Trigon Elektronik GmbH, Fuldabrück (Deutschland) |
| Gerätetyp |
Phono-Vorverstärker für MM und MC |
| Verstärkung |
42 – 66 dB, in 16 Stufen einstellbar |
| Eingangsimpedanz MC |
25 Ω – 1.800 Ω, in 31 Stufen einstellbar |
| Eingangsimpedanz MM |
47 kΩ |
| Eingangskapazität |
60 – 100 pF Grundkapazität, zuschaltbar 47 / 100 / 147 pF |
| Einstellung |
Von außen zugängliche Schalter, kein Öffnen des Gehäuses nötig |
| Frequenzgang |
20 Hz – 20 kHz, ±0,2 dB (RIAA) |
| Klirrfaktor |
< 0,06 % |
| Übersprechdämpfung |
< −96 dB(A) |
| Kanaltrennung / Fremdspannungsabstand |
63 dB / 67 dB |
| Anschlüsse |
1 × Cinch-Eingang, 1 × Cinch-Ausgang |
| Stromversorgung |
Externes Bodennetzteil, optional Akkunetzteil Volcano III |
| Abmessungen (B × H × T) |
133 × 55 × 182 mm |
| Ausführung |
Front und Bedienelemente Aluminium silber eloxiert, Gehäuse schwarzer Strukturlack |
| Testberichte |
STEREO 06/2009 (Klang-Niveau 85 %, Preis/Leistung „exzellent“), Stereophile |
| Garantie |
3 Jahre |